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Kunst · Klasse 3

Ideen für aktives Lernen

Tonfiguren in Bewegung

Aktive Erfahrungen mit Tonfiguren helfen den Kindern, räumliche Zusammenhänge konkret zu begreifen. Durch das Gestalten und Berühren erfassen sie physikalische Gesetzmäßigkeiten wie Balance und Stabilität, die in abstrakten Erklärungen schwer vermittelbar sind.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - Plastisches GestaltenKMK: Grundschule - Raumwahrnehmung
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Planspiel20 Min. · Ganze Klasse

Planspiel: Lebende Statuen

Ein Kind nimmt eine dynamische Pose ein (z.B. Laufen oder Werfen). Die anderen Kinder analysieren die Gewichtsverteilung und skizzieren die 'Kraftlinien', bevor sie beginnen, diese Pose in Ton umzusetzen.

Wie kannst du dafür sorgen, dass deine Tonfigur nicht umfällt?

ModerationstippWährend der Simulation 'Lebende Statuen' achten Sie darauf, dass die Kinder ihre Figuren bewusst in eine Pose bringen und dabei über Balance sprechen.

Worauf zu achten istDie Schüler*innen stellen ihre fertigen Tonfiguren auf einen Tisch. Jede*r Schüler*in erhält einen kleinen Zettel und betrachtet die Figur einer*eines Mitschüler*in von allen Seiten. Die Aufgabe lautet: Schreibe einen Satz darüber, was dir an der Figur besonders gut gefällt, und einen Satz dazu, wie die Figur stehen könnte, damit sie noch stabiler wirkt. Die Zettel werden anonym unter den Figuren hinterlassen.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Kugellager45 Min. · Einzelarbeit

Stationenrotation: Ton-Techniken

An Stationen lernen die Kinder verschiedene Verbindungstechniken wie das Aufrauen und die Nutzung von Schlicker. Sie testen an kleinen Probestücken, welche Verbindungen am stabilsten sind.

Welche Details machen eine Figur lebendig und interessant?

ModerationstippBei der Stationenrotation wechseln Sie gezielt zwischen den Techniken, um den Kindern Zeit zu geben, jede Methode selbst zu erproben und zu vergleichen.

Worauf zu achten istNachdem die Figuren fertig modelliert und getrocknet sind, versammeln sich die Kinder im Kreis. Die Lehrkraft hält eine Figur hoch und fragt: 'Was habt ihr bei dieser Figur gelernt, damit sie gut stehen kann? Welche Details machen sie lebendig?' Die Schüler*innen werden ermutigt, ihre eigenen Erfahrungen und Beobachtungen zu teilen.

ErinnernVerstehenAnwendenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 03

Museumsgang30 Min. · Ganze Klasse

Museumsgang: Die Skulpturen-Runde

Die fertigen Figuren werden auf Tischen verteilt. Die Schüler gehen langsam um jede Figur herum und notieren auf einem Feedback-Bogen, wie sich die Wirkung der Figur verändert, wenn man den Blickwinkel wechselt.

Wie sieht eine Skulptur von verschiedenen Seiten anders aus?

ModerationstippBeim Gallery Walk stellen Sie sicher, dass die Kinder ihre Figuren auf verschiedenen Untergründen platzieren, um Stabilitätsunterschiede zu beobachten.

Worauf zu achten istDie Lehrkraft bittet die Schüler*innen, ihre Hände zu benutzen, um eine Bewegung zu demonstrieren, die ihre Tonfigur darstellen soll (z.B. Laufen, Springen, Sitzen). Währenddessen beobachtet die Lehrkraft, ob die Schüler*innen die Bewegung mit ihrem Körper nachvollziehen können und ob sie diese in ihrer Modellierung umgesetzt haben.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Beginne mit einfachen Bewegungsmustern, bevor du komplexe Posen modellierst. Zeige den Kindern, wie sie mit kleinen Tonproben experimentieren können, um Materialverhalten zu verstehen. Vermeide zu frühe Bewertungen der Ergebnisse, da der Prozess des Ausprobierens zentral ist. Nutze Peer-Gespräche, um Lösungen gemeinsam zu entwickeln.

Die Schülerinnen und Schüler zeigen, dass sie Tonmassen so verteilen, dass Figuren stabil stehen und Bewegungen sichtbar machen. Sie erkennen Proportionen und nutzen Techniken, um Gliedmaßen dauerhaft zu verbinden.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation 'Ton-Techniken' beobachten viele Kinder, dass dünne Beine eine Figur tragen können. Die Korrektur lautet: Zeigen Sie den Kindern, wie sie durch Belastungstests an separaten Tonproben selbst erfahren, dass Volumen und interne Stützen notwendig sind, um das Gewicht zu tragen.

    Legen Sie kleine Tonplatten mit unterschiedlich dicken Beinen bereit und lassen Sie die Kinder testen, welche Standfestigkeit sie bieten. Besprechen Sie gemeinsam, warum einige Proben umkippen und wie man dies durch breitere oder stabilere Formen vermeidet.

  • Während der Simulation 'Lebende Statuen' drücken viele Kinder Gliedmaßen einfach fest, um sie zu verbinden. Die Korrektur lautet: Nutzen Sie die Peer-Demonstrationen, um die 'Schlicker-Methode' zu vermitteln und mechanische Verzahnung zu erklären.

    Fordern Sie die Kinder auf, ihre eigenen Gliedmaßenverbindungen mit der Schlicker-Methode zu verbessern. Eine*r Schüler*in demonstriert, wie man Tonmasse zwischen den Teilen verteilt, während die anderen zuschauen und die Technik an ihren Figuren ausprobieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden