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Kunst · Klasse 3

Ideen für aktives Lernen

Fantasiewesen aus Naturmaterialien

Aktives Sammeln und Gestalten mit Naturmaterialien fördert bei Drittklässlern eine unmittelbare Verbindung zur Umwelt, weil sie die Eigenschaften der Materialien konkret erleben, statt nur darüber zu hören. Diese haptische Erfahrung unterstützt nachhaltiges Lernen, da die Kinder Formen, Strukturen und Kombinationen selbst entdecken und verinnerlichen.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - NaturbegegnungKMK: Grundschule - Plastisches Gestalten
20–40 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Erfahrungsorientiertes Lernen25 Min. · Ganze Klasse

Sammelrunde: Materialien entdecken

Führen Sie einen kurzen Spaziergang auf dem Schulhof durch. Jedes Kind sucht fünf Naturmaterialien mit verschiedenen Formen und Oberflächen und notiert erste Beobachtungen. In der Klasse sortieren und präsentieren sie die Funde.

Welche Formen und Oberflächen entdeckst du an den Naturmaterialien?

ModerationstippWährend der Sammelrunde legen Sie eine Sortierstation an, damit die Kinder Materialien nach Eigenschaften wie Größe, Form oder Oberflächenbeschaffenheit trennen können.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten ein Blatt mit zwei Spalten: „Meine Materialien“ und „Meine Superkraft“. Sie notieren drei gesammelte Materialien und schreiben für jedes eine kurze Begründung, welche Superkraft es verleiht. Beispiel: Ast = stark wie ein Baum.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Erfahrungsorientiertes Lernen40 Min. · Partnerarbeit

Planen und Bauen: Wesen formen

In Paaren skizzieren Kinder ihr Fantasiewesen und wählen passende Materialien aus. Sie verbinden diese mit Schnur oder Stäbchen und testen Stabilität. Jede/r erklärt die Superkraft.

Was kannst du aus einem Ast, einem Stein oder einem Blatt basteln?

ModerationstippBeobachten Sie beim Planen und Bauen, wie Kinder ihre Ideen skizzieren oder mündlich durchspielen, und greifen Sie mit gezielten Fragen ein, um den Prozess zu strukturieren.

Worauf zu achten istDie Lehrkraft bittet die Schüler, ihre Fantasiewesen vorzustellen und zu erklären: „Welches Material war am schwierigsten zu verbinden und warum?“ und „Welche Form hat dein Wesen am meisten inspiriert und wie?“

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Erfahrungsorientiertes Lernen35 Min. · Kleingruppen

Gruppenmodell: Gemeinsames Monster

Kleine Gruppen bauen ein großes Fantasiewesen gemeinsam. Sie verteilen Rollen für Formensuche und Zusammenbau. Abschließend besprechen sie Materialeigenschaften.

Baue ein Fantasiewesen aus Naturmaterialien und erkläre, welche Superkraft es hat.

ModerationstippFordern Sie die Kinder in der Gruppenmodell-Aufgabe auf, ihre Materialien gleichmäßig zu verteilen, um Konflikte zu vermeiden und Teamarbeit zu stärken.

Worauf zu achten istWährend des Bauprozesses geht die Lehrkraft herum und stellt gezielte Fragen zur Materialwahl: „Warum hast du diesen Stein gewählt, um den Kopf zu formen?“ oder „Wie stellst du sicher, dass die Flügel halten?“

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Erfahrungsorientiertes Lernen20 Min. · Ganze Klasse

Präsentation: Kräfte enthüllen

Im Kreis stellen Kinder ihre Wesen vor, beschreiben Formen, Oberflächen und Superkräfte. Die Klasse stellt Fragen und gibt Feedback zu Stabilität.

Welche Formen und Oberflächen entdeckst du an den Naturmaterialien?

ModerationstippLassen Sie während der Präsentation die Zuhörer Fragen stellen, damit die Sprechenden ihre Superkräfte und Materialwahl begründen müssen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten ein Blatt mit zwei Spalten: „Meine Materialien“ und „Meine Superkraft“. Sie notieren drei gesammelte Materialien und schreiben für jedes eine kurze Begründung, welche Superkraft es verleiht. Beispiel: Ast = stark wie ein Baum.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit einer klaren Struktur, lassen aber Raum für spontane Entdeckungen, weil Kinder in diesem Alter besonders durch eigene Experimente lernen. Vermeiden Sie zu früh vorgegebenen Materialeinsatz, sondern lenken Sie die Beobachtung durch Impulsfragen wie: „Welches Material fühlt sich fest an?“ oder „Wie könnte dieser Ast als Bein dienen?“. Die Verbindung von Naturbegegnung und Gestalten wird stärker, wenn die Kinder ihre Fantasiewesen in eine Geschichte einbetten, etwa als Wächter des Waldes.

Am Ende zeigen die Kinder, dass sie Naturmaterialien gezielt auswählen und verbinden können, um ein Fantasiewesen mit klaren Eigenschaften und einer zugewiesenen Superkraft zu gestalten. Sie erklären ihre Wahl und reflektieren über Stabilität und Kreativität in der Gruppe.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Sammelrunde meinen einige Kinder, Naturmaterialien seien zu brüchig zum Bauen.

    Legen Sie eine Station mit Schnüren, Zapfen und Ästen an, damit die Kinder aktiv testen können, wie sie Materialien verbinden. Fragen Sie gezielt: „Wie könnt ihr den Ast an den Stein binden, damit er hält?“ und zeigen Sie Beispiele stabiler Verbindungen.

  • Während des Planens und Bauens glauben Kinder, Fantasiewesen müssten perfekt symmetrisch sein.

    Fordern Sie die Kinder auf, bewusst asymmetrische Elemente einzubauen, z.B. „Warum hat dein Wesen ein Bein länger als das andere?“. Peer-Feedback in der Gruppenmodell-Phase hilft, kreative Lösungen zu wertschätzen.

  • Während der Gruppenmodell-Aufgabe denken einige, nur Blätter eignen sich für Figuren.

    Richten Sie Beobachtungsstationen ein, an denen die Kinder Materialien nach Eigenschaften sortieren: Steine als Köpfe, Äste als Glieder, Moos als Fell. Fragen Sie: „Welches Material passt am besten zu einer schuppigen Haut?“


In dieser Übersicht verwendete Methoden