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Kunst · Klasse 3 · Kreatives Zeichnen und Skizzieren · 1. Halbjahr

Porträts und Gesichter zeichnen

Erkundung der Proportionen des menschlichen Gesichts und das Zeichnen von Mimik.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - Bildnerische MittelKMK: Grundschule - Menschliche Figur

Über dieses Thema

In diesem Thema erkunden Schülerinnen und Schüler der 3. Klasse die Proportionen des menschlichen Gesichts und lernen, Mimik darzustellen. Sie beobachten, wie sich ein Gesicht verändert, wenn jemand lacht oder weint, und entdecken, was ein Gesicht einzigartig macht. Basierend auf den KMK-Standards zu bildnerischen Mitteln und der menschlichen Figur üben sie präzises Zeichnen. Die Key Questions leiten den Unterricht: Welche Proportionen hat ein Gesicht? Wie zeige ich Emotionen?

Beginnen Sie mit Beobachtungsübungen vor dem Spiegel oder mit Fotos. Zeigen Sie, wie die Augen auf halber Höhe liegen, die Nase die Mitte teilt und der Mund darunter folgt. Lassen Sie die Kinder Gesichter in Ruhe und mit Emotionen skizzieren. Materialien wie Bleistift, Radiergummi und einfaches Papier reichen aus. Integrieren Sie Gruppenarbeit, um Porträts auszutauschen und zu besprechen.

Aktives Lernen nutzt hier Vorteile, da Kinder durch eigenes Zeichnen und Beobachten Proportionen verinnerlichen, Feinmotorik trainieren und kreativ Emotionen ausdrücken. Das stärkt Konzentration und Selbstwirksamkeit.

Leitfragen

  1. Wie verändert sich ein Gesicht, wenn die Person lacht oder weint?
  2. Welche Besonderheiten machen das Gesicht eines Menschen einzigartig?
  3. Zeichne ein Gesicht, das eine Emotion deiner Wahl zeigt.

Lernziele

  • Identifizieren Sie die grundlegenden Proportionen eines menschlichen Gesichts, einschließlich der Position von Augen, Nase und Mund.
  • Beschreiben Sie, wie sich die Gesichtszüge verändern, um verschiedene Emotionen wie Freude, Trauer oder Überraschung darzustellen.
  • Skizzieren Sie Gesichter mit unterschiedlichen Mimiken und Proportionen unter Berücksichtigung der individuellen Merkmale.
  • Analysieren Sie Porträts, um die verwendeten bildnerischen Mittel zur Darstellung von Charakter und Emotion zu erkennen.

Bevor es losgeht

Grundlagen des Zeichnens: Linien und Formen

Warum: Grundlegende Kenntnisse über verschiedene Linienarten und einfache geometrische Formen sind notwendig, um Gesichtskonturen und -details aufzubauen.

Betrachtung und Beschreibung von Bildern

Warum: Die Fähigkeit, Bilder genau zu betrachten und zu beschreiben, hilft den Schülern, die Details von Gesichtern und Mimiken zu analysieren.

Schlüsselvokabular

ProportionenDas Verhältnis der Größe und Lage einzelner Gesichtsteile zueinander, wie Augen, Nase und Mund.
MimikDie Gesamtheit der Gesichtsausdrücke, die Gefühle oder Gedanken anzeigen.
GesichtszügeDie einzelnen Teile des Gesichts, wie Augenbrauen, Augen, Nase, Mund und Ohren.
SymmetrieDie Eigenschaft eines Gesichts, bei dem die linke und die rechte Seite spiegelbildlich ähnlich sind, obwohl leichte Abweichungen normal sind.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungAlle Gesichter haben exakt dieselben Proportionen.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Proportionen sind relativ zum Kopf gleich, aber individuelle Merkmale wie Augenabstand variieren und machen jedes Gesicht einzigartig.

Häufige FehlvorstellungMimik wird nur durch den Mund gezeigt.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Emotionen entstehen durch Kombination von Augen, Brauen, Mund und Wangen; Augenbrauen allein können viel ausdrücken.

Häufige FehlvorstellungEin Gesicht muss perfekt symmetrisch sein.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Natürliche Gesichter sind leicht asymmetrisch, was sie lebendig macht; Perfektion ist nicht das Ziel.

Ideen für aktives Lernen

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Bezüge zur Lebenswelt

  • Karikaturisten und Porträtmaler nutzen ihr Wissen über Gesichtsproportionen und Mimik, um Personen treffend und ausdrucksstark darzustellen. Sie beobachten genau, um die Einzigartigkeit jedes Gesichts einzufangen.
  • Schauspieler und Pantomimen trainieren gezielt ihre Mimik, um Emotionen für ihr Publikum klar und deutlich zu kommunizieren. Sie studieren, wie sich kleinste Veränderungen im Gesichtsausdruck auf die gesamte Wirkung auswirken.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit der Aufforderung, zwei grundlegende Proportionen eines Gesichts zu benennen und eine Emotion zu skizzieren, die sie mit einer einfachen Strichzeichnung darstellen. Sie schreiben dazu einen Satz, welche Emotion dargestellt wird.

Kurze Überprüfung

Der Lehrer zeigt verschiedene Fotos von Gesichtern mit unterschiedlichen Emotionen. Die Schülerinnen und Schüler zeigen mit den Fingern an, wo sich Augen, Nase und Mund ungefähr befinden und benennen die dargestellte Emotion. Dies dient der schnellen Überprüfung des Verständnisses von Proportionen und Mimik.

Gegenseitige Bewertung

Jeder Schüler zeichnet ein Gesicht mit einer bestimmten Emotion. Anschließend tauschen die Kinder ihre Zeichnungen mit einem Partner aus. Die Partner geben sich gegenseitig Feedback: Ist die Emotion erkennbar? Sind die Proportionen ungefähr richtig? Sie notieren einen positiven Kommentar und einen Verbesserungsvorschlag.

Häufig gestellte Fragen

Wie passe ich das Thema an unterschiedliche Lernstände an?
Für schwächere Schülerinnen und Schüler bieten Sie Schablonen mit Proportionenlinien. Stärkere zeichnen aus der Erinnerung oder mit Details wie Haaren. Differenzieren Sie durch Aufgabenkomplexität: Einfach nur Umrisse, fortgeschritten Emotionen und Hintergrund. Das fördert alle und vermeidet Frustration. Regelmäßiges positives Feedback stärkt das Selbstvertrauen.
Welche Materialien brauche ich?
Bleistifte in verschiedenen Härten, Radiergummis, weißes Papier und Spiegel pro Kind. Optional: Fotos von Gesichtern oder Projektor für Beispiele. Keine teuren Utensilien nötig, Haushaltsmaterial reicht. So bleibt es unkompliziert und alltagsnah.
Warum ist aktives Lernen hier besonders wirksam?
Aktives Lernen lässt Kinder selbst beobachten, zeichnen und experimentieren, was Proportionen und Mimik greifbar macht. Sie lernen durch Trial-and-Error, Mimik nuanciert darzustellen, statt nur zuzuhören. Das verbessert Feinmotorik, Konzentration und emotionale Intelligenz. Lehrerinnen und Lehrer sehen Fortschritte direkt und können gezielt eingreifen.
Wie verbinde ich es mit anderen Fächern?
Verknüpfen Sie mit Deutsch durch Beschreibungen von Emotionen oder Geschichten zu Gesichtern. In Sachkunde besprechen Sie Mimik in der Kommunikation. Das schafft Brücken und vertieft das Verständnis. Eine Ausstellung der Zeichnungen motiviert weiter.