Wortarten und ihre Funktion
Fokus auf die Verwendung von Modalverben, Konjunktiv I und II sowie die Bildung von Passivformen.
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Leitfragen
- Wann ist die Verwendung des Passivs sinnvoller als die des Aktivs?
- Wie verändert der Konjunktiv die Distanz des Sprechers zu einer Aussage?
- Welche Nuancen der Höflichkeit oder Unsicherheit lassen sich durch Modalverben ausdrücken?
KMK Bildungsstandards
Über dieses Thema
Die Auseinandersetzung mit Wortarten und ihren Funktionen schärft das Bewusstsein für die Nuancen der deutschen Sprache. In der 8. Klasse liegt der Fokus auf komplexeren Formen wie Modalverben, dem Konjunktiv I und II sowie dem Passiv. Diese Formen sind entscheidend für die Distanzierung in Berichten (Konjunktiv I), das Ausdrücken von Wünschen oder Hypothesen (Konjunktiv II) und die sachliche Darstellung von Vorgängen (Passiv). Die KMK-Standards fordern hier die funktionale Anwendung dieser Strukturen in eigenen Texten.
Die Schüler lernen, wie sie durch die Wahl der Wortart die Perspektive und die Wirkung einer Aussage steuern können. Das Passiv erlaubt es beispielsweise, den Handelnden in den Hintergrund zu rücken, was in wissenschaftlichen oder sachlichen Texten wichtig ist. Der Konjunktiv hingegen ist essenziell für die indirekte Rede. Durch den Vergleich von Aktiv- und Passivkonstruktionen oder die Umwandlung von direkter in indirekte Rede entwickeln die Schüler ein tiefes Verständnis für sprachliche Präzision.
Lernziele
- Analysieren Sie die Funktion von Modalverben zur Modifikation von Aussagen in journalistischen Texten.
- Erklären Sie die Funktion des Konjunktiv I zur Wiedergabe von indirekter Rede in Nachrichtenberichten.
- Vergleichen Sie die Aussagekraft von Aktiv- und Passivkonstruktionen in sachlichen Erklärungen.
- Bewerten Sie die Wirkung von Konjunktiv II bei der Formulierung von Wünschen und Hypothesen.
- Konstruieren Sie Sätze, die gezielt Modalverben, Konjunktivformen oder Passivkonstruktionen zur Erreichung spezifischer kommunikativer Ziele einsetzen.
Bevor es losgeht
Warum: Ein solides Verständnis der Satzglieder ist notwendig, um die Funktion von Passivkonstruktionen und die Rolle von Modalverben zu erfassen.
Warum: Die Kenntnis grundlegender Verbzeiten bildet die Basis für das Verständnis komplexerer Verbformen wie des Konjunktivs.
Schlüsselvokabular
| Modalverb | Ein Hilfsverb, das die Art und Weise einer Handlung oder eines Zustands modifiziert, z.B. können, müssen, wollen. Es drückt Fähigkeit, Notwendigkeit, Erlaubnis oder Wunsch aus. |
| Konjunktiv I | Eine Verbform, die hauptsächlich in der indirekten Rede verwendet wird, um eine Aussage als Wiedergabe einer fremden Äußerung zu kennzeichnen, z.B. 'Er sagte, er sei krank.' |
| Konjunktiv II | Eine Verbform, die für irreale Bedingungen, Wünsche oder höfliche Bitten verwendet wird, z.B. 'Ich wünschte, es wäre Sommer.' oder 'Könnten Sie mir helfen?' |
| Passiv | Eine Satzkonstruktion, bei der das Objekt des Handelns zum Subjekt wird und der Handelnde in den Hintergrund tritt oder weggelassen wird, z.B. 'Das Fenster wurde geöffnet.' |
| Indirekte Rede | Die Wiedergabe einer fremden Äußerung, oft unter Verwendung des Konjunktivs, um die Distanz zur ursprünglichen Aussage zu verdeutlichen. |
Ideen für aktives Lernen
Alle Aktivitäten ansehenPlanspiel: Die Zeugenaussage
Ein Schüler berichtet von einem (fiktiven) Vorfall. Die anderen müssen diesen Bericht in der indirekten Rede unter Verwendung des Konjunktiv I für eine Zeitung zusammenfassen und gegenseitig auf Korrektheit prüfen.
Forschungskreis: Aktiv vs. Passiv
Schüler untersuchen einen Kochrezept-Text und einen Zeitungsbericht. Sie wandeln Sätze um und diskutieren in Gruppen, warum in bestimmten Kontexten das Passiv sinnvoller ist als das Aktiv.
Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Modalverben-Nuancen
Schüler vergleichen Sätze wie 'Du musst gehen', 'Du darfst gehen' und 'Du sollst gehen'. In Paaren beschreiben sie die unterschiedlichen Machtverhältnisse und Höflichkeitsstufen, die durch die Verben ausgedrückt werden.
Bezüge zur Lebenswelt
In der juristischen Fachsprache wird das Passiv häufig verwendet, um Sachverhalte objektiv und ohne Betonung des Handelnden darzustellen, z.B. in Polizeiberichten oder Gerichtsurteilen.
Journalisten nutzen den Konjunktiv I in Nachrichten, um Zitate und Aussagen von Politikern oder Experten korrekt und distanziert wiederzugeben, was die Glaubwürdigkeit der Berichterstattung erhöht.
In Bedienungsanleitungen für technische Geräte werden Passivkonstruktionen eingesetzt, um Handlungsanweisungen klar und handlungsneutral zu formulieren, z.B. 'Die Batterie muss eingesetzt werden.'
Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen
Häufige FehlvorstellungDer Konjunktiv II wird nur für Träume benutzt.
Was Sie stattdessen lehren sollten
Er ist auch wichtig für höfliche Bitten und irreale Bedingungen. Lehrer sollten Alltagssituationen nutzen, um die Vielfalt des Konjunktivs zu zeigen.
Häufige FehlvorstellungPassiv ist immer schlechter Stil.
Was Sie stattdessen lehren sollten
Passiv ist in Sachtexten oft notwendig, um Objektivität zu erzeugen. Durch den Vergleich von Textsorten lernen Schüler, die Form funktionsgerecht einzusetzen.
Ideen zur Lernstandserhebung
Geben Sie jedem Schüler einen Satz, der entweder Aktiv oder Passiv verwendet. Bitten Sie die Schüler, den Satz in die jeweils andere Form umzuwandeln und kurz zu begründen, warum die neue Form in einem bestimmten Kontext (z.B. Zeitungsartikel, persönlicher Bericht) besser geeignet wäre.
Präsentieren Sie eine kurze Passage aus einem Nachrichtenartikel. Bitten Sie die Schüler, alle Vorkommen des Konjunktiv I zu identifizieren und zu erklären, welche Aussage dadurch als fremde Rede gekennzeichnet wird. Sammeln Sie die Antworten auf kleinen Kärtchen.
Stellen Sie die Frage: 'Wann ist es sinnvoller, das Passiv zu verwenden, und wann das Aktiv?' Lassen Sie die Schüler Beispiele aus ihrem Alltag oder aus Texten nennen, die sie kennen. Diskutieren Sie die Gründe für die jeweilige Wahl.
Vorgeschlagene Methoden
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Eigene Mission generierenHäufig gestellte Fragen
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