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Biologie · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Krankheitserreger und Infektionen

Aktives Lernen funktioniert bei diesem Thema besonders gut, weil Schülerinnen und Schüler durch direkte Erfahrungen mit Mikroorganismen und Übertragungswegen ein nachhaltiges Verständnis entwickeln. Die Kombination aus haptischen, visuellen und sozialen Zugängen macht abstrakte Konzepte greifbar und fördert die kritische Auseinandersetzung mit Präventionsstrategien.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - SystemKMK: Sekundarstufe I - Kommunikation
20–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Erreger-Vergleich

Richten Sie Stationen ein: Bakterienmodell mit Agarplatten, Viren mit Pappmodellen in Wirtszellen, Pilze mit Brotversuch. Gruppen notieren Eigenschaften und Vermehrung, rotieren alle 10 Minuten und präsentieren Erkenntnisse.

Vergleichen Sie die Eigenschaften und Vermehrungsstrategien von Bakterien und Viren.

ModerationstippBeim Stationenlernen die Erreger-Vergleiche mit klaren Strukturhilfen (z.B. Tabellen) unterstützen, damit Schüler die Unterschiede in Vermehrung und Behandlung direkt gegenüberstellen können.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einem Krankheitserreger (z.B. Grippevirus, E. coli-Bakterium). Sie sollen auf der Rückseite notieren: 1. Wie vermehrt sich dieser Erreger? 2. Nennen Sie einen typischen Übertragungsweg und eine Hygienemaßnahme dagegen.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Rollenspiel30 Min. · Ganze Klasse

Rollenspiel: Übertragungssimulation

Schüler simulieren Tröpfchen- und Kontaktinfektionen in einem Klassenzimmer-Modell. Ein 'Patient' hustet farbigen Nebel, andere tragen Masken oder waschen Hände. Danach besprechen Gruppen Wirksamkeit.

Erklären Sie die verschiedenen Wege, auf denen Krankheitserreger übertragen werden können.

ModerationstippIm Rollenspiel die Übertragungssimulation mit Alltagsgegenständen wie Seife oder Masken durchführen, um die Relevanz der Prävention erlebbar zu machen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Warum ist regelmäßiges Händewaschen eine der effektivsten Maßnahmen zur Verhinderung von Infektionen, obwohl es viele verschiedene Krankheitserreger gibt?' Lassen Sie die Schüler ihre Antworten mit Beispielen für Übertragungswege begründen.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Gruppenpuzzle50 Min. · Kleingruppen

Experiment: Hygiene-Test

Verteilen Sie Brotstücke, die Gruppen unterschiedlich 'infizieren' und lagern: mit/ohne Händewaschen. Nach einer Woche vergleichen sie Schimmelwachstum und ziehen Schlüsse zur Prävention.

Analysieren Sie die Bedeutung von Hygiene zur Vorbeugung von Infektionen.

ModerationstippIm Experiment Hygiene-Test die Ergebnisse direkt mit den Übertragungswegen aus dem Rollenspiel verknüpfen, um Transfer zu fördern.

Worauf zu achten istZeigen Sie Bilder von verschiedenen Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Pilze) und fragen Sie die Schüler, diese zu identifizieren und kurz die Hauptunterschiede in ihrer Struktur oder Vermehrung zu nennen.

VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 04

Gruppenpuzzle20 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Wegkarten

Paare zeichnen Infektionswege auf Karten, markieren Erreger und Barrieren. Sie tauschen Karten und korrigieren gegenseitig, dann diskutieren im Plenum.

Vergleichen Sie die Eigenschaften und Vermehrungsstrategien von Bakterien und Viren.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einem Krankheitserreger (z.B. Grippevirus, E. coli-Bakterium). Sie sollen auf der Rückseite notieren: 1. Wie vermehrt sich dieser Erreger? 2. Nennen Sie einen typischen Übertragungsweg und eine Hygienemaßnahme dagegen.

VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen hier auf eine klare Trennung der Erregertypen und ihrer Eigenschaften, um Fehlvorstellungen früh zu begegnen. Wichtig ist, Antibiotika nicht als Allheilmittel darzustellen, sondern ihre spezifische Wirkung auf Bakterien zu betonen. Hygiene sollte nicht als reine Sauberkeitsmaßnahme, sondern als wissenschaftlich fundierte Präventionsstrategie vermittelt werden. Vermeiden Sie es, Viren als „kleinere Bakterien“ zu beschreiben, um falsche Assoziationen zu vermeiden.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich daran, dass die Schülerinnen und Schüler die Unterschiede zwischen Bakterien, Viren und Pilzen erklären können. Sie identifizieren Übertragungswege und leiten daraus gezielte Hygienemaßnahmen ab. Zudem reflektieren sie die Grenzen von Antibiotika und entwickeln ein Bewusstsein für unsichtbare Infektionsrisiken.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stationenlernens Erreger-Vergleichs könnte fälschlich angenommen werden, dass Viren wie Bakterien lebende Organismen sind, die sich selbstständig vermehren.

    Nutzen Sie die Modelle in Station 1, um die Schüler zu fragen: Wo genau findet die Vermehrung statt? Lassen Sie sie die leere Wirtszelle im Virus-Modell markieren und mit der Teilung bei Bakterien vergleichen. Die Diskussion im Plenum klärt den Unterschied.

  • Während des Rollenspiels Übertragungssimulation könnte angenommen werden, dass nur sichtbarer Schmutz Infektionen verursacht.

    Beziehen Sie die Ergebnisse der Simulation auf die unsichtbaren Erreger aus Station 1. Fragen Sie: Welche Übertragungswege waren unsichtbar? Lassen Sie Gruppen ihre Beobachtungen schriftlich festhalten und mit Hygienemaßnahmen verknüpfen.

  • Während des Experiments Hygiene-Test könnte fälschlich angenommen werden, dass Antibiotika gegen alle Erreger wirken.

    Führen Sie nach dem Experiment eine gezielte Reflexion durch: Warum zeigt das Experiment mit Essig/Alkohol keine Wirkung auf Pilze? Lassen Sie Schüler die Ergebnisse mit den Eigenschaften aus Station 1 vergleichen und Unterschiede in der Behandlung ableiten.


In dieser Übersicht verwendete Methoden