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Biologie · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Das unspezifische Immunsystem

Aktive Lernformen eignen sich besonders für dieses Thema, da die unspezifischen Abwehrmechanismen komplexe, dynamische Prozesse sind. Durch haptische, visuelle und interaktive Methoden verstehen Schülerinnen und Schüler die Zusammenhänge besser als durch reine Theorie. Die Stationenrotation und Modellbau ermöglichen es ihnen, die Barrieren körperlich zu erfassen und ihre Funktionen zu verinnerlichen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Struktur und FunktionKMK: Sekundarstufe I - System
25–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Planspiel45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Abwehrbarrieren

Richten Sie vier Stationen ein: Hautmodell mit Zellophan und Farbe (Eindringen testen), Schleimhaut-Simulation mit Gelatine und Essig, Fresszellen-Beobachtung mit Hefepilzen unter Mikroskop, Fiebersimulation mit Thermometer und Wärmequelle. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und protokollieren Ergebnisse.

Erklären Sie die Rolle der Haut und Schleimhäute als physikalische Barrieren gegen Krankheitserreger.

ModerationstippBei der Stationenrotation achten Sie darauf, dass jede Station mit einem klaren Arbeitsauftrag und Materialien wie Mikroskopbildern oder Modellen ausgestattet ist, um zielgerichtetes Arbeiten zu ermöglichen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einem Bild (z.B. Haut, Fresszelle, Schleimhaut). Sie schreiben zwei Sätze dazu, wie diese Komponente zur Abwehr von Krankheitserregern beiträgt. Die Lehrkraft sammelt die Karten und prüft die Korrektheit der Erklärungen.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Planspiel30 Min. · Partnerarbeit

Modellbau: Haut als Barriere

Schüler konstruieren ein Hautmodell aus Schwamm (Lederhaut), Folie (Hornschicht) und klebrigem Band (Talg). Testen Sie mit Tuschewasser, ob Erreger durchdringen. Diskutieren Sie in Kleingruppen Schwachstellen wie Wunden.

Analysieren Sie die Funktion von Fresszellen bei der Abwehr von Eindringlingen.

ModerationstippBeim Modellbau der Haut als Barriere lenken Sie die Aufmerksamkeit auf die Hornschicht und Talgdrüsen, indem Sie die Schülerinnen und Schüler gezielt nach Materialien fragen, die diese Eigenschaften nachahmen.

Worauf zu achten istDie Lehrkraft stellt die Frage: 'Stellen Sie sich vor, Sie haben eine kleine Wunde. Welche drei unspezifischen Abwehrmechanismen des Körpers arbeiten hier zusammen, um eine Infektion zu verhindern? Diskutieren Sie Ihre Antworten in Kleingruppen und begründen Sie Ihre Auswahl.'

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Planspiel35 Min. · Partnerarbeit

Mikroskopie: Fresszellen in Aktion

Unter dem Mikroskop beobachten Schüler Amöben oder Neutrophile, die Hefepilze fressen. Zeichnen Sie Sequenzen und erklären Sie Schritte: Erkennung, Umhüllung, Verdauung. Ergänzen Sie mit Diagrammen.

Beurteilen Sie die Bedeutung des Fiebers als Abwehrmechanismus des Körpers.

ModerationstippIm Rollenspiel zur Immunabwehr geben Sie den Schülerinnen und Schülern genaue Rollenkarten mit Aufgaben vor, damit alle aktiv teilnehmen und die Prozesse nachvollziehen können.

Worauf zu achten istDie Lehrkraft projiziert eine Liste von Begriffen (z.B. Haut, Lysozym, Makrophage, Fieber, Antikörper). Die Schülerinnen und Schüler ordnen jedem Begriff eine kurze Beschreibung zu, die seine Funktion im unspezifischen Immunsystem erklärt. Die Lehrkraft überprüft die Zuordnungen.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Rollenspiel25 Min. · Ganze Klasse

Rollenspiel: Immunabwehr

Schüler verkörpern Hautzellen, Erreger, Fresszellen und Fieber. Simulieren Sie einen Angriff und die Reaktionen schrittweise. Reflektieren Sie danach in Plenum die Koordination.

Erklären Sie die Rolle der Haut und Schleimhäute als physikalische Barrieren gegen Krankheitserreger.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einem Bild (z.B. Haut, Fresszelle, Schleimhaut). Sie schreiben zwei Sätze dazu, wie diese Komponente zur Abwehr von Krankheitserregern beiträgt. Die Lehrkraft sammelt die Karten und prüft die Korrektheit der Erklärungen.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen auf eine Kombination aus Hands-on-Aktivitäten und strukturierten Reflexionsphasen, um Fehlvorstellungen präventiv zu begegnen. Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler die unspezifische Abwehr als ein zusammenhängendes System begreifen und nicht als isolierte Einzelmechanismen. Vermeiden Sie Überforderung durch zu viele Details – konzentrieren Sie sich auf die zentralen Prozesse und lassen Sie Raum für Fragen.

Am Ende der Einheit können die Schülerinnen und Schüler die physikalischen und zellulären Abwehrmechanismen des unspezifischen Immunsystems benennen und ihre Funktionen erklären. Sie erkennen die Bedeutung der Haut, Schleimhäute und Fresszellen und verstehen, wie Fieber als systemische Reaktion wirkt. Die Diskussionen zeigen, dass sie Zusammenhänge zwischen den Mechanismen herstellen können.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation zur Abwehrbarrieren sehen wir häufig die Aussage: 'Die Haut ist eine unzerstörbare Festung.'

    Nutzen Sie die Materialien der Station, um den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, wie Poren oder kleine Verletzungen als Eintrittspforten für Erreger dienen. Fordern Sie sie auf, Pflegeprodukte oder Verbände zu testen, um die Schutzfunktion der Haut zu demonstrieren.

  • Während der Mikroskopie: Fresszellen in Aktion hören wir oft: 'Fresszellen töten Erreger sofort wie Gift.'

    Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler im Mikroskop beobachten, wie Fresszellen Erreger langsam umschließen und verdauen. Fragen Sie gezielt nach der Zeitspanne des Prozesses und vergleichen Sie dies mit der Vorstellung eines sofortigen Abtötens.

  • Während der Simulation zum Fieber als systemischer Mechanismus wird häufig gesagt: 'Fieber ist immer gefährlich und schädlich.'

    Nutzen Sie die Temperaturmessungen der Simulation, um zu zeigen, ab welchem Wert Fieber nützlich ist und ab wann es schädlich wird. Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, Vor- und Nachteile in einer Tabelle gegenüberzustellen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden