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Biologie · Klasse 12

Ideen für aktives Lernen

Konkurrenz und Koexistenz

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil Konkurrenz und Koexistenz dynamische Prozesse sind, die Schüler durch eigenes Handeln verstehen müssen. Simulationen und Rollenspiele machen unsichtbare ökologische Mechanismen konkret erfahrbar und fördern so nachhaltiges Systemdenken.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - Systemdenken in der ÖkologieKMK: Sekundarstufe II - Erkenntnisgewinnung durch Vergleiche
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Planspiel30 Min. · Partnerarbeit

Planspiel: Ressourcenkonkurrenz

Teilen Sie begrenzte 'Ressourcen' wie Bohnen auf Platten aus. Lassen Sie Paare zwei 'Arten' (zwei Farben Murmeln) konkurrieren, indem sie abwechselnd naschen. Nach 10 Runden protokollieren sie Überlebensraten und passen Strategien an, um Koexistenz zu testen.

Differenzieren Sie zwischen inter- und intraspezifischer Konkurrenz und deren Auswirkungen.

ModerationstippLassen Sie während der Simulation 'Ressourcenkonkurrenz' die Schüler in Echtzeit protokollieren, wie sich Populationsgrößen verändern, um Datenbasierte Diskussionen zu ermöglichen.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in Kleingruppen auf. Geben Sie jeder Gruppe ein Szenario (z.B. zwei Vogelarten, die dieselben Insekten fressen; zwei Pflanzenarten, die um Sonnenlicht konkurrieren). Die Gruppen diskutieren und präsentieren: Welche Art von Konkurrenz liegt vor? Welche Konsequenzen hat dies? Welche Koexistenzstrategien könnten greifen?

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Koexistenzmechanismen

Richten Sie Stationen ein: Partitionierung (verschiedene Futtergrößen für Vögelmodelle), räumliche Trennung (Habitatmodelle mit Zäunen), zeitliche Trennung (Tages-/Nachtaktivität mit Uhren). Gruppen rotieren, zeichnen Diagramme und vergleichen Ergebnisse.

Erklären Sie das Konkurrenzausschlussprinzip und die Mechanismen der Ressourcenaufteilung.

ModerationstippBereiten Sie bei den Stationen zu Koexistenzmechanismen konkrete Materialien wie Samen verschiedener Pflanzen oder Fotos von Tieren vor, um räumliche und zeitliche Anpassungen sichtbar zu machen.

Worauf zu achten istStellen Sie eine Tabelle mit zwei Spalten bereit: 'Intraspezifische Konkurrenz' und 'Interspezifische Konkurrenz'. Bitten Sie die Schüler, jeweils zwei konkrete Beispiele aus der Natur oder aus menschlichen Systemen (z.B. Landwirtschaft) zuzuordnen und kurz zu begründen.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Fallstudienanalyse50 Min. · Kleingruppen

Feldbeobachtung: Lokale Konkurrenz

Schüler beobachten einen Schulhofbaum oder Teich, notieren Vogel- oder Insektenspezies, ihre Aktivitäten und Ressourcennutzung. In der Klasse gruppieren sie Daten, identifizieren Konkurrenz und Koexistenz und präsentieren Befunde.

Bewerten Sie die Bedeutung von Koexistenzstrategien für die Biodiversität in Ökosystemen.

ModerationstippFühren Sie das Rollenspiel 'Ausschlussprinzip' mit klaren Rollenkarten durch, die Ressourcenbedürfnisse und Anpassungsmöglichkeiten auflisten, um die Komplexität handhabbar zu machen.

Worauf zu achten istJeder Schüler erhält eine Karte mit dem Begriff 'Konkurrenzausschlussprinzip'. Bitten Sie die Schüler, auf der Karte zu erklären, was dieses Prinzip besagt und ein Beispiel für eine Situation zu nennen, in der es greift. Anschließend sollen sie eine mögliche Koexistenzstrategie aufzeigen, die dieses Prinzip umgehen könnte.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 04

Rollenspiel35 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Ausschlussprinzip

Weisen Sie Rollen als zwei konkurrierende Arten zu, mit identischen Bedürfnissen. Gruppen simulieren Generationen, passen Verhalten an (z.B. Nischensuche) und debattieren, warum eine Art dominiert oder koexistiert.

Differenzieren Sie zwischen inter- und intraspezifischer Konkurrenz und deren Auswirkungen.

ModerationstippStrukturieren Sie die Feldbeobachtung mit einer Checkliste, die gezielt auf Konkurrenzsignale wie reduzierte Wachstumsraten oder veränderte Verhaltensmuster achtet.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in Kleingruppen auf. Geben Sie jeder Gruppe ein Szenario (z.B. zwei Vogelarten, die dieselben Insekten fressen; zwei Pflanzenarten, die um Sonnenlicht konkurrieren). Die Gruppen diskutieren und präsentieren: Welche Art von Konkurrenz liegt vor? Welche Konsequenzen hat dies? Welche Koexistenzstrategien könnten greifen?

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Dieses Thema lebt von der Verknüpfung von Theorie und Praxis. Vermeiden Sie Frontalunterricht, der nur Definitionen vermittelt. Stattdessen sollten Sie regelmäßig zwischen Modellierung, Beobachtung und Reflexion wechseln, um abstrakte Konzepte mit realen Phänomenen zu verknüpfen. Aktuelle Studien zeigen, dass Schüler Systemzusammenhänge besser verstehen, wenn sie selbst Konkurrenz in kontrollierten Umgebungen erleben und die Ergebnisse kollektiv analysieren.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn Schülerinnen und Schüler Konkurrenzmechanismen nicht nur benennen, sondern auch in Simulationen vorhersagen und in Beobachtungen nachweisen können. Sie sollen zudem erkennen, wie Koexistenzstrategien Konkurrenz regulieren und Biodiversität erhalten.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Simulation 'Ressourcenkonkurrenz' nehmen Schüler oft an, dass die stärkere Art die schwächere immer vollständig verdrängt.

    Nutzen Sie die Protokolle der Simulation, um gezielt nach Beispielen zu fragen, in denen Koexistenz trotz Konkurrenz entstand. Fordern Sie die Schüler auf, die angepassten Ressourcennutzungen in ihren Daten zu identifizieren und mit realen Szenarien wie adaptiven Futtermustern von Vögeln zu vergleichen.

  • Während des Rollenspiels 'Ausschlussprinzip' glauben viele, dass interspezifische Konkurrenz immer schädlicher ist als intraspezifische.

    Lenken Sie die Diskussion nach dem Rollenspiel auf die Rollenkarten zurück. Lassen Sie die Schüler die unterschiedlichen Auswirkungen auf die Populationen vergleichen und gezielt nach Beispielen aus der Landwirtschaft oder Tierhaltung suchen, die ihre Beobachtungen stützen.

  • Bei der Station 'Koexistenzmechanismen' gehen Schüler davon aus, dass Konkurrenz nie zu Biodiversitätsverlust führt.

    Nutzen Sie die Beobachtungen an den Stationen, um gezielt nach Fällen zu fragen, in denen Konkurrenz zu lokaler Verdrängung führte. Fordern Sie die Schüler auf, die Unterschiede zwischen stabilen und instabilen Koexistenzsituationen in ihren Notizen zu markieren und mit Beispielen aus der Natur zu untermauern.


In dieser Übersicht verwendete Methoden