Die Werbe- und Konsumentenpsychologie untersucht die oft unbewussten Prozesse beim Kauf von Produkten. Die Schüler lernen klassische Modelle wie AIDA kennen, gehen aber weit darüber hinaus, indem sie psychologische Mechanismen wie Priming, Nudging und die Macht von Emotionen analysieren. Sie untersuchen, wie Marken Identität stiften und wie kognitive Dissonanz nach dem Kauf reduziert wird.
KMK BildungsstandardsKLP Psychologie NRW: Angewandte Psychologie - Markt und KonsumEPA Psychologie: Bewertung - Manipulation und Beeinflussung
An den Wänden hängen verschiedene Werbeplakate. Die Schüler wandern umher und identifizieren genutzte psychologische Tricks (z.B. Knappheit, soziale Bewährtheit, Expertenstatus).
Schüler entwerfen kleine 'Nudges' für die Schulkantine (z.B. Platzierung von Obst), um gesundes Verhalten zu fördern. Sie diskutieren die Wirksamkeit und die ethische Vertretbarkeit dieser sanften Stupser.
Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Kognitive Dissonanz nach dem Kauf
Die Lernenden erinnern sich an einen teuren Fehlkauf. In Paaren analysieren sie, wie sie sich den Kauf danach 'schöngeredet' haben, um das unangenehme Gefühl der Dissonanz loszuwerden.
Werbung beeinflusst mich nicht, ich entscheide rational.
Die meisten Kaufentscheidungen fallen intuitiv und emotional. Durch Experimente zu Priming-Effekten im Unterricht erleben Schüler, wie subtile Reize ihr Urteil beeinflussen können, ohne dass sie es merken.
Unterschwellige Werbung (Subliminals) ist die mächtigste Waffe der Werbung.
Die Wirkung von Subliminals ist wissenschaftlich sehr begrenzt und oft überschätzt. Viel wirksamer sind emotionale Konditionierung und soziale Einflüsse, was Schüler durch Kampagnenanalysen besser verstehen.