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Psychologie · Klasse 12

Ideen für aktives Lernen

Norm und Abweichung

In der Klinischen Psychologie ist die Definition von 'Normalität' und 'Abweichung' der erste kritische Schritt. Die Schüler setzen sich mit verschiedenen Normbegriffen auseinander: der statistischen Norm (Häufigkeit), der Idealnorm (Wunschzustand), der Sozialnorm (gesellschaftliche Erwartung) und der subjektiven Norm (persönliches Befinden). Sie lernen, dass psychische Gesundheit kein statischer Zustand ist, sondern ein Kontinuum.

KMK BildungsstandardsEPA Psychologie 4.1: Gesundheit und KrankheitKLP NRW Psychologie: Klinische Psychologie
30–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Debatte45 Min. · Ganze Klasse

Debatte: Diagnose - Fluch oder Segen?

Die Klasse debattiert über den Nutzen und die Gefahren von psychiatrischen Diagnosen. Eine Gruppe vertritt die Vorteile (Behandlungszugang, Entlastung), die andere die Nachteile (Stigmatisierung, Etikettierung).

Was ist 'normal' und was ist 'gestört'?
AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Museumsgang40 Min. · Kleingruppen

Museumsgang: Was ist normal?

An verschiedenen Stationen werden Verhaltensweisen präsentiert (z.B. exzessives Gaming, extremes Fasten, Trauer nach einem Jahr). Die Schüler bewerten diese anhand der verschiedenen Normbegriffe und diskutieren die Grenzziehung zur Störung.

Wie werden psychische Störungen klassifiziert?
VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Stigmatisierung in den Medien

Schüler suchen Beispiele für die Darstellung psychischer Krankheiten in Filmen oder sozialen Medien. Sie analysieren zu zweit, ob diese Darstellungen Vorurteile abbauen oder verstärken, und präsentieren ihre Erkenntnisse.

Welche Gefahren birgt die Stigmatisierung?
VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Psychisch krank zu sein bedeutet, 'verrückt' zu sein und den Verstand verloren zu haben.

    Psychische Störungen sind vielfältig und oft zeitlich begrenzt. Die Arbeit mit dem Kontinuum-Modell (Gesundheit und Krankheit als Endpunkte einer Skala) hilft Schülern, die Übergänge als fließend zu begreifen.

  • Was heute als psychische Störung gilt, war schon immer eine.

    Diagnosen sind oft kulturell und zeitlich geprägt (z.B. Homosexualität, die früher als Störung galt). Die historische Analyse verdeutlicht Schülern die Relativität von Normen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden