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Psychologie · Klasse 11

Ideen für aktives Lernen

Vorurteile, Stereotype und Diskriminierung

Vorurteile und Diskriminierung sind tief in sozialen Kognitionen verwurzelt. In diesem Thema untersuchen die Schüler den Unterschied zwischen Stereotypen (kognitiv), Vorurteilen (affektiv) und Diskriminierung (behavioral). Sie analysieren Ursachen wie die Eigengruppen-Bevorzugung (In-group bias) und die Sündenbock-Theorie.

KMK BildungsstandardsKLP Psychologie NRW, Sachkompetenz 15KLP Psychologie NRW, Handlungskompetenz 4
45–90 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Planspiel60 Min. · Ganze Klasse

Planspiel: Blue Eyes / Brown Eyes

In Anlehnung an Jane Elliott wird die Klasse willkürlich nach einem Merkmal (z.B. Augenfarbe) eingeteilt und eine Gruppe bevorzugt. Die Schüler reflektieren danach die blitzschnelle Entstehung von Diskriminierung und Überlegenheitsgefühlen.

Wie entstehen Stereotype in unserem Denken?
AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Forschungskreis45 Min. · Kleingruppen

Forschungskreis: Stereotype in den Medien

Schüler untersuchen Werbeplakate oder Filmcharaktere auf Klischees bezüglich Geschlecht, Herkunft oder Alter. Sie präsentieren alternative Darstellungen, die diese Stereotype aufbrechen könnten.

Welche Funktionen erfüllen Vorurteile?
AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Gruppenpuzzle90 Min. · Kleingruppen

Gruppenpuzzle: Strategien gegen Vorurteile

Experten-Gruppen erarbeiten verschiedene Ansätze zum Vorurteilsabbau (z.B. Kontakthypothese, Empathietraining). Danach vermitteln sie ihr Wissen in Stammgruppen, um gemeinsam einen 'Anti-Diskriminierungs-Plan' für die Schule zu entwerfen.

Wie können wir Diskriminierung in der Gesellschaft effektiv abbauen?
VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Stereotype sind immer böswillig gemeint.

    Stereotype sind oft kognitive Abkürzungen zur Komplexitätsreduktion. Dennoch führen sie zu Fehlurteilen. Durch das Analysieren von 'positiven' Stereotypen erkennen Schüler, dass auch diese die Individualität des Einzelnen einschränken.

  • Kontakt zwischen Gruppen allein reicht aus, um Vorurteile abzubauen.

    Kontakt hilft nur unter bestimmten Bedingungen (gleicher Status, gemeinsames Ziel). In der Diskussion über die Kontakthypothese lernen Schüler, warum manche Begegnungen Vorurteile sogar verstärken können, wenn sie schlecht moderiert sind.


In dieser Übersicht verwendete Methoden