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Psychologie · Klasse 11

Ideen für aktives Lernen

Paradigmen der Psychologie

Die Psychologie ist keine homogene Wissenschaft, sondern besteht aus verschiedenen Paradigmen, die menschliches Verhalten aus unterschiedlichen Blickwinkeln erklären. In dieser Einheit lernen die Schüler die 'großen Fünf' kennen: Behaviorismus, Tiefenpsychologie, Kognitivismus, Humanismus und die biologische Perspektive. Jedes Paradigma bringt ein eigenes Menschenbild und spezifische Forschungsschwerpunkte mit.

KMK BildungsstandardsKLP Psychologie NRW, Sachkompetenz 2KLP Psychologie NRW, Sachkompetenz 3
20–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Rollenspiel60 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Die Expertenrunde

Schüler schlüpfen in die Rollen prominenter Vertreter (z.B. Skinner, Freud, Rogers) und diskutieren ein aktuelles Problem wie 'Handysucht'. Sie müssen dabei die Argumente ihres jeweiligen Paradigmas konsequent vertreten.

Welche Menschenbilder liegen den verschiedenen Paradigmen zugrunde?
AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Kollaboratives Problemlösen45 Min. · Kleingruppen

Kollaboratives Problemlösen: Das Fallbeispiel-Puzzle

Ein Fallbeispiel wird in der Mitte des Raumes präsentiert. Verschiedene Gruppen erarbeiten Erklärungsansätze aus Sicht eines zugewiesenen Paradigmas und präsentieren diese im Vergleich.

Wie erklären die Paradigmen menschliches Verhalten unterschiedlich?
AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Menschenbilder im Vergleich

Schüler reflektieren einzeln über ihr eigenes Menschenbild (ist der Mensch frei oder determiniert?) und vergleichen dies mit den Grundannahmen des Humanismus und der Tiefenpsychologie in Partnerarbeit.

Welches Paradigma ist heute am relevantesten?
VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Die Tiefenpsychologie (Freud) ist veraltet und spielt keine Rolle mehr.

    Obwohl viele Details revidiert wurden, bleibt das Konzept des Unbewussten zentral. Durch Vergleiche mit moderner Forschung zur intuitiven Entscheidungsfindung erkennen Schüler die fortwährende Relevanz dieser Grundideen.

  • Ein Paradigma muss 'richtiger' sein als die anderen.

    Paradigmen sind wie verschiedene Brillen, die unterschiedliche Aspekte betonen. In Diskussionen über komplexe Phänomene wie Depression lernen Schüler, dass eine integrative Sichtweise meist den größten Erkenntnisgewinn bringt.


In dieser Übersicht verwendete Methoden