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Politik · Klasse 9

Ideen für aktives Lernen

Geld und Inflation

Aktive Lernformate wie Simulationen und Rollenspiele machen die abstrakten Konzepte von Geld und Inflation für Schülerinnen und Schüler greifbar. Sie erleben selbst, wie Preise entstehen, Kaufkraft schwindet und Entscheidungen der EZB wirken. Das fördert ein nachhaltiges Verständnis, da die Inhalte nicht nur gehört, sondern erlebt werden.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Wirtschaftliches VerständnisKMK: Sekundarstufe I - Fachwissen
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Planspiel45 Min. · Kleingruppen

Planspiel: Inflationsmarkt

Gruppen erhalten Spielgeld und Warenkarten mit anfänglichen Preisen. Jede Runde erhöhen sie Preise um 5-10 Prozent und notieren Auswirkungen auf Käufe. Abschließend diskutieren sie Strategien gegen Inflation.

Erklären Sie die Funktionen von Geld in einer modernen Wirtschaft.

ModerationstippLegen Sie für die Simulation 'Inflationsmarkt' klare Spielregeln fest und bereiten Sie unterschiedliche Warenbündel vor, damit die Schüler Preisentwicklungen nachvollziehen können.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einer der vier Geldfunktionen. Sie sollen diese Funktion mit einem eigenen Beispiel erklären und einen Satz dazu schreiben, wie Inflation diese Funktion beeinträchtigen könnte.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Rollenspiel50 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: EZB-Rat

Schüler übernehmen Rollen als EZB-Mitglieder, Haushalte und Unternehmen. Sie debattieren über Zinserhöhungen bei steigender Inflation und voten. Protokoll fasst Argumente zusammen.

Analysieren Sie die Ursachen und Auswirkungen von Inflation auf Haushalte und Unternehmen.

ModerationstippIm Rollenspiel 'EZB-Rat' achten Sie darauf, dass die Schüler ihre Argumente mit aktuellen Daten untermauern und nicht nur Meinungen äußern.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Stellen Sie sich vor, die Inflation steigt auf 10% pro Jahr. Welche drei konkreten Auswirkungen hätte das auf Ihren persönlichen Alltag und Ihre Sparpläne?' Lassen Sie die Schüler ihre Antworten im Plenum diskutieren und begründen.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Flipped Classroom35 Min. · Partnerarbeit

Datenjagd: Preisindex

Paare recherchieren Verbraucherpreisindex-Daten der letzten Jahre online oder aus Materialien. Sie grafisch darstellen und Ursachen zuordnen. Plenum präsentiert Erkenntnisse.

Bewerten Sie die Rolle der Europäischen Zentralbank bei der Preisstabilität.

ModerationstippBei der 'Datenjagd: Preisindex' geben Sie den Schülern konkrete Suchbegriffe vor, damit sie zielgerichtet nach relevanten Statistiken suchen.

Worauf zu achten istGeben Sie den Schülern eine Liste mit verschiedenen geldpolitischen Maßnahmen der EZB (z.B. Zinserhöhung, Anleihekaufprogramme). Sie sollen für jede Maßnahme kurz begründen, ob sie eher inflationstreibend oder inflationsdämpfend wirkt.

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Flipped Classroom30 Min. · Einzelarbeit

Haushaltsrechner: Inflationsschock

Individuell planen Schüler einen Monats-Haushalt, dann simulieren 10 Prozent Inflation. Sie passen Ausgaben an und reflektieren Verlierer und Gewinner.

Erklären Sie die Funktionen von Geld in einer modernen Wirtschaft.

ModerationstippBeim 'Haushaltsrechner: Inflationsschock' stellen Sie sicher, dass die Schüler realistische Einkommens- und Ausgabenmodelle nutzen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einer der vier Geldfunktionen. Sie sollen diese Funktion mit einem eigenen Beispiel erklären und einen Satz dazu schreiben, wie Inflation diese Funktion beeinträchtigen könnte.

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Politik-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Lehrkräfte vermeiden es, komplexe Zusammenhänge isoliert zu erklären. Stattdessen bauen sie Brücken zwischen Theorie und Praxis, indem sie Alltagsbeispiele einbinden und gezielt Fehlvorstellungen aufgreifen. Wichtig ist, dass die Schüler selbst aktiv werden und die Wirkmechanismen von Geld und Inflation durch eigenes Handeln begreifen. Vermeiden Sie reine Frontalunterrichtsphasen, da sie hier wenig nachhaltig wirken.

Am Ende der Einheit können die Schülerinnen und Schüler die vier Geldfunktionen erklären, Inflationsursachen benennen und die Rolle der EZB in der Preisstabilität einordnen. Sie analysieren konkrete Beispiele aus ihrem Alltag und wenden ihr Wissen auf Haushalts- und Unternehmenssituationen an.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Simulation 'Inflationsmarkt' beobachten Sie, dass einige Schüler glauben, Inflation mache alle reicher.

    Nutzen Sie die Simulation, um gezielt nachzufragen: 'Wer profitiert von steigenden Preisen? Wer verliert? Zeigen Sie mit den Spielgeldbeständen und Warenverteilungen auf, wie Einkommen umverteilt werden.'

  • In der Simulation 'Inflationsmarkt' denken Schüler, Geld diene nur als Tauschmittel.

    Fordern Sie die Schüler auf, Preise zu vergleichen und Sparentscheidungen zu treffen. Fragen Sie: 'Warum legen wir heute Geld zurück, wenn es morgen weniger wert ist? Zeigen Sie, dass Geld auch Wertaufbewahrung und Recheneinheit sein muss.'

  • Während des Rollenspiels 'EZB-Rat' äußern Schüler, die EZB diktiere Preise direkt.

    Lenken Sie die Debatte mit der Frage: 'Wie kann die EZB Preise beeinflussen, ohne sie festzulegen?' und verweisen Sie auf die Steuerung über Zinsen und Geldmenge, die im Spiel simuliert wird.


In dieser Übersicht verwendete Methoden