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Politik · Klasse 11

Ideen für aktives Lernen

Migration und Integration

Aktive Lernformen eignen sich besonders, weil Migration und Integration abstrakte Konzepte mit konkreten Lebensrealitäten verbinden. Durch praktische Erfahrungen verstehen Schülerinnen und Schüler komplexe Zusammenhänge besser und entwickeln eine differenzierte Perspektive auf gesellschaftliche Prozesse.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - GesellschaftsanalyseKMK: Sekundarstufe II - Interkulturelle Kompetenz
40–60 Min.Kleingruppen4 Aktivitäten

Aktivität 01

World Café45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Auswirkungen der Migration

Richten Sie vier Stationen ein: ökonomisch (Arbeitsmarktdaten analysieren), sozial (Kohäsionsfälle besprechen), kulturell (Essensprobe mit Diskussion) und politisch (Integrationsgesetze lesen). Gruppen rotieren alle 10 Minuten und notieren Erkenntnisse. Abschließende Plenumrunde fasst zusammen.

Analysieren Sie die ökonomischen, sozialen und kulturellen Auswirkungen von Migration.

ModerationstippBei der Stationenrotation sichern Sie ab, dass alle Gruppen die Datenmaterialien vollständig auswerten, bevor sie ihre Ergebnisse präsentieren.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in Kleingruppen auf. Geben Sie jeder Gruppe eine kurze Fallstudie über eine Migrationssituation in Deutschland (z. B. eine syrische Familie in einer Kleinstadt, ein polnischer Facharbeiter in der Automobilindustrie). Die Gruppen diskutieren und präsentieren anschließend: Welche spezifischen Integrationsherausforderungen und -chancen sehen Sie für diese Person/Familie? Welche Rolle könnten Staat und Zivilgesellschaft spielen?

VerstehenAnwendenAnalysierenSozialbewusstseinBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Debatte50 Min. · Kleingruppen

Debatte: Integration vs. Assimilation

Teilen Sie die Klasse in Für- und Gegner-Gruppen auf. Jede Gruppe bereitet Argumente vor, präsentiert sie und hört aktiv zu. Schüler wechseln optional die Seite und reflektieren in einem Exit-Ticket.

Erklären Sie die Konzepte von Integration und Assimilation.

ModerationstippLegen Sie für die Fischkasten-Debatte klare Redezeiten fest, damit alle Schülerinnen und Schüler argumentieren können.

Worauf zu achten istJeder Schüler erhält ein Blatt mit zwei Fragen: 1. Nennen Sie einen konkreten ökonomischen Vorteil und eine konkrete soziale Herausforderung von Migration für Deutschland. 2. Erklären Sie in eigenen Worten den Unterschied zwischen Integration und Assimilation.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Rollenspiel40 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Integrationsgespräch

Schüler verkörpern Rollen wie Neuankömmling, Beamter, Nachbar und Vereinsmitglied. Sie simulieren ein Beratungsgespräch zu Chancen und Hürden. Nach dem Spiel evaluieren sie in Paaren gelungene Strategien.

Bewerten Sie die Rolle des Staates und der Zivilgesellschaft bei der Integration von Migranten.

ModerationstippBereiten Sie für das Rollenspiel gezielt Rollenkarten vor, die die Perspektiven der Gesprächspartner konkretisieren.

Worauf zu achten istStellen Sie eine Liste mit Begriffen zur Verfügung (z. B. Integration, Assimilation, Fachkräftemangel, kulturelle Bereicherung, Sprachkurs). Bitten Sie die Schüler, jeden Begriff einem kurzen, prägnanten Satz zuzuordnen, der seine Bedeutung im Kontext von Migration und Integration erklärt.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Projektbasiertes Lernen60 Min. · Kleingruppen

Projektbasiertes Lernen: Lokale Initiativen

Gruppen recherchieren reale Projekte der Zivilgesellschaft in der Region, erstellen Poster und präsentieren Vorschläge für die Schule. Abschluss: Klassenvoting über Umsetzbarkeit.

Analysieren Sie die ökonomischen, sozialen und kulturellen Auswirkungen von Migration.

ModerationstippBestimmen Sie für das Projekt zu lokalen Initiativen eine klare Frist für die Recherche und die Präsentation der Ergebnisse.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in Kleingruppen auf. Geben Sie jeder Gruppe eine kurze Fallstudie über eine Migrationssituation in Deutschland (z. B. eine syrische Familie in einer Kleinstadt, ein polnischer Facharbeiter in der Automobilindustrie). Die Gruppen diskutieren und präsentieren anschließend: Welche spezifischen Integrationsherausforderungen und -chancen sehen Sie für diese Person/Familie? Welche Rolle könnten Staat und Zivilgesellschaft spielen?

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Politik-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte betonen, dass die Kombination aus konkreten Fallbeispielen und perspektivischem Wechsel zentrale Lernprozesse auslöst. Vermeiden Sie abstrakte Definitionen ohne Bezug zu realen Situationen. Forschung zeigt, dass Schülerinnen und Schüler durch eigene Handlungsmöglichkeiten (z.B. Kontakt mit Initiativen) eine nachhaltige Motivation entwickeln.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler zwischen Integration und Assimilation unterscheiden können und die Rollen von Staat und Zivilgesellschaft benennen. Sie analysieren ökonomische und soziale Auswirkungen von Migration fundiert und entwickeln eine multiperspektivische Haltung.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation zu ökonomischen Auswirkungen der Migration hören Sie oft: 'Migration belastet immer den Sozialstaat.'

    Lenken Sie die Diskussion gezielt auf die Statistiken und Fallbeispiele an den Stationen. Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, konkrete Zahlen zu Fachkräftemangel und Steuerbeiträgen zu nennen.

  • Während der Fischkasten-Debatte Integration vs. Assimilation wird oft gesagt: 'Integration erfordert vollständige Assimilation.'

    Nutzen Sie die Debattenstruktur: Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, die Rollenkarten zu vergleichen und zu prüfen, ob die Argumente die Multiperspektivität der Integration widerspiegeln.

  • Während der Projektarbeit zu lokalen Initiativen wird behauptet: 'Der Staat allein ist für Integration zuständig.'

    Fordern Sie die Gruppen auf, ihre Rechercheergebnisse zu lokalen Initiativen zu nutzen und zu benennen, welche Akteure (Vereine, Kirchen, Unternehmen) welche konkreten Aufgaben übernehmen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden