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Naturwissenschaften · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Artenvielfalt und Artenschutz

Aktives Lernen ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, die Bedeutung von Artenvielfalt durch eigene Erfahrungen zu begreifen. Durch Stationenlernen, Rollenspiele und lokale Erkundungen wird das abstrakte Thema greifbar und nachvollziehbar.

KMK BildungsstandardsLehrplanPLUS Bayern: Natur und Technik 6, Biologie: Verantwortung für die Natur, MüllproblematikLehrplan NRW Gesamtschule: Naturwissenschaften 5/6, Stoffe und Stoffumwandlungen: Abfallvermeidung und RecyclingKMK Bildungsstandards Biologie: Bewertung, Menschliche Eingriffe in Ökosysteme bewerten
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen50 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Ursachen und Folgen

Richten Sie fünf Stationen ein: Abholzung (Modelle bauen), Verschmutzung (Wasserproben filtern), Klimawandel (Thermometer vergleichen), invasive Arten (Karten markieren), Folgen (Nahrungskettenketten zerlegen). Gruppen rotieren alle 10 Minuten und notieren Beobachtungen in einem Protokoll.

Erklären Sie, warum Artenvielfalt für Ökosysteme wichtig ist.

ModerationstippLegen Sie bei der Stationenarbeit klare Zeitlimits fest, damit alle Stationen besucht werden und die Schüler aktiv bleiben.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit dem Namen einer lokalen Tier- oder Pflanzenart. Sie schreiben auf die Rückseite: 1. Den Gefährdungsstatus (z.B. 'gefährdet'). 2. Eine Hauptursache für die Gefährdung. 3. Eine konkrete Schutzmaßnahme.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Rollenspiel40 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Schutzstrategien

Teilen Sie Rollen zu: Politiker, Naturschützer, Landwirte, Bürger. Gruppen entwickeln und präsentieren Maßnahmen wie Naturschutzgebiete oder nachhaltige Landwirtschaft. Die Klasse stimmt über die besten Ideen ab.

Analysieren Sie die Ursachen des Artensterbens und seine Folgen.

ModerationstippBeobachten Sie im Rollenspiel die Diskussionen genau, um gezielt Impulse zu setzen und Fehlvorstellungen direkt aufzugreifen.

Worauf zu achten istStellen Sie folgende Frage in Kleingruppen: 'Stellen Sie sich vor, Sie sind für ein kleines Naturschutzgebiet in Ihrer Nähe verantwortlich. Welche drei Maßnahmen würden Sie sofort umsetzen, um die Artenvielfalt dort zu erhöhen und warum?' Die Gruppen präsentieren ihre Top 3.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Fallstudienanalyse30 Min. · Partnerarbeit

Lokale Artenjagd

Schüler sammeln Fotos oder Zeichnungen von Arten im Schulhof oder Park, kategorisieren sie und diskutieren Bedrohungen. Erstellen Sie eine Klassenposterwand mit Schutzvorschlägen.

Entwickeln Sie Strategien, um bedrohte Tier- und Pflanzenarten zu schützen.

ModerationstippBereiten Sie für die Artenjagd einfache Bestimmungshilfen vor, damit auch unsichere Schüler Teilnehmende sind.

Worauf zu achten istZeigen Sie Bilder von verschiedenen Lebensräumen (Wald, Wiese, Gewässer). Bitten Sie die Schüler, für jeden Lebensraum zwei typische Tierarten zu nennen und kurz zu erklären, welche Rolle sie im Ökosystem spielen (z.B. 'Specht: frisst Schädlinge, baut Höhlen').

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 04

Debatte45 Min. · Ganze Klasse

Debatte: Artenschutz

Teilen Sie die Klasse in Für- und Gegenpositionen zu Themen wie Jagdquoten. Jede Seite bereitet Argumente vor, debattiert und reflektiert in Plenum.

Erklären Sie, warum Artenvielfalt für Ökosysteme wichtig ist.

ModerationstippModerieren Sie die Debattenrunde neutral, um eine sachliche Atmosphäre zu schaffen und alle Stimmen einzubinden.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit dem Namen einer lokalen Tier- oder Pflanzenart. Sie schreiben auf die Rückseite: 1. Den Gefährdungsstatus (z.B. 'gefährdet'). 2. Eine Hauptursache für die Gefährdung. 3. Eine konkrete Schutzmaßnahme.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen bei diesem Thema auf konkrete Erfahrungen und lokale Bezüge. Vermeiden Sie reine Theorievermittlung, da komplexe Zusammenhänge durch Handeln und Diskutieren besser verstanden werden. Nutzen Sie Alltagsbeispiele, um die Relevanz für die Lebenswelt der Schüler zu verdeutlichen. Exkursionen und praktische Methoden fördern nachhaltiges Lernen und motivieren die Klasse.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich daran, dass die Schülerinnen und Schüler die Zusammenhänge zwischen Artenvielfalt und Ökosystemstabilität erklären können. Sie begründen Schutzmaßnahmen mit konkreten Beispielen und erkennen menschliche Einflüsse als Hauptursache für Artensterben.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stationenlernens 'Ursachen und Folgen' hören einige Schüler die Aussage: 'Artenvielfalt ist nur schön anzusehen und nicht notwendig.'

    Fordern Sie die Schüler auf, die Nahrungskettenmodelle an Station 3 zu nutzen und zu zeigen, wie der Ausfall einer Art das gesamte System beeinflusst. Besprechen Sie gemeinsam, welche Konsequenzen dies für den Menschen hätte.

  • Während der lokalen Artenjagd argumentieren einige, dass Arten nur durch natürliche Prozesse aussterben.

    Nutzen Sie die gesammelten Beobachtungen und vergleichen Sie sie mit Karten des lokalen Lebensraums. Zeigen Sie gemeinsam auf, wie menschliche Einflüsse wie Bebauung oder Landwirtschaft die Beobachtungen beeinflussen.

  • Im Rollenspiel 'Schutzstrategien' vertreten einige Schüler die Meinung, dass einzelne Arten leicht ersetzt werden können.

    Führen Sie das Biodiversitätsspiel (Station 4) durch und lassen Sie die Schüler die Konsequenzen des Artenschwunds in einer Simulation erleben. Reflektieren Sie anschließend in einem Lerntagebuch, warum jede Art einzigartig ist.


In dieser Übersicht verwendete Methoden