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Naturwissenschaften · Klasse 1 · Pflanzen und Tiere im Jahreslauf · 1. Halbjahr

Tiere im Winter: Überleben in der Kälte

Die Schülerinnen und Schüler erforschen die Überlebensstrategien von heimischen Tieren im Winter, wie Winterschlaf, Winterruhe und Winterstarre.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - Tiere und PflanzenKMK: Grundschule - Raum und Umwelt

Über dieses Thema

Die Schülerinnen und Schüler untersuchen die Überlebensstrategien heimischer Tiere im Winter, wie Vorratshaltung beim Eichhörnchen, Winterschlaf beim Igel, Vogelzug oder Bleiben mit angepasstem Verhalten. Sie beantworten Fragen zu Vorbereitungen im Herbst, Gründen für Wanderungen und dem Schlafprozess. Diese Inhalte verknüpfen Beobachtungen aus dem Jahreslauf mit Anpassungen an Kälte und Nahrungsknappheit.

Im KMK-Lehrplan für Grundschule zu Tieren und Pflanzen sowie Raum und Umwelt fördert das Thema Sensibilität für natürliche Rhythmen. Kinder lernen Unterschiede zwischen Winterschlaf, Winterruhe und Winterstarre: Der Igel senkt Herzschlag und Temperatur, Vögel sparen Energie durch Futterhochs. Solche Vergleiche schulen systematisches Denken und fördern Empathie für Tierwelten.

Aktives Lernen ist ideal, weil Kinder Strategien durch Rollenspiele, Modelle oder Naturobservationen nachstellen. Hands-on-Aktivitäten machen Verhaltensweisen greifbar, stärken Neugier und verbinden Wissen mit Alltagserfahrungen.

Leitfragen

  1. Was macht das Eichhörnchen im Herbst, damit es im Winter genug zu essen hat?
  2. Was machen manche Vögel im Winter , warum fliegen einige in wärmere Länder, während andere bleiben?
  3. Was macht der Igel, wenn es sehr kalt wird? Wie schläft er und warum?

Lernziele

  • Klassifizieren heimische Tiere nach ihren Überlebensstrategien im Winter (Winterschlaf, Winterruhe, Winterstarre, Zugvogel, Standvogel).
  • Erklären Sie, wie sich die Körperfunktionen (z. B. Herzschlag, Körpertemperatur) bei Tieren im Winterschlaf verändern.
  • Vergleichen Sie die Vorbereitungen, die verschiedene Tiere im Herbst treffen, um den Winter zu überstehen.
  • Beschreiben Sie, warum einige Vögel in wärmere Regionen ziehen und andere nicht.

Bevor es losgeht

Jahreszeiten und ihre Merkmale

Warum: Grundkenntnisse über die Veränderungen der Natur im Laufe des Jahres sind notwendig, um die Anpassungen der Tiere an den Winter zu verstehen.

Grundlegende Bedürfnisse von Lebewesen (Nahrung, Schutz)

Warum: Das Verständnis, dass Tiere Nahrung und Schutz benötigen, ist die Basis, um ihre Strategien zur Bewältigung von Nahrungsknappheit und Kälte zu erfassen.

Schlüsselvokabular

WinterschlafEin tiefer Schlaf, bei dem die Körpertemperatur und der Herzschlag von Tieren stark sinken, um Energie zu sparen. Sie wachen während dieser Zeit kaum auf.
WinterruheEine Ruhephase im Winter, in der Tiere zwar weniger aktiv sind, aber zwischendurch aufwachen, um zu fressen oder sich zu bewegen. Die Körpertemperatur sinkt nur leicht.
WinterstarreEin Zustand bei wechselwarmen Tieren (z. B. Amphibien, Reptilien), bei dem alle Lebensvorgänge auf ein Minimum reduziert sind. Sie sind äußerlich erstarrt und reagieren kaum.
VogelzugDie jährliche Wanderung vieler Vogelarten von ihren Brutgebieten in wärmere Gebiete, um dort zu überwintern und bessere Nahrungsbedingungen zu finden.
StandvogelEin Vogel, der das ganze Jahr über in derselben Region bleibt und nicht in wärmere Gebiete zieht.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungAlle Tiere schlafen den ganzen Winter durch.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Viele Tiere ruhen nur teilweise oder bleiben aktiv. Rollenspiele helfen Kindern, Strategien wie Vorratssuche zu erproben und Unterschiede zu entdecken. Peer-Diskussionen klären, dass Winterschlaf Energie spart, aber nicht bei allen Tieren vorkommt.

Häufige FehlvorstellungVögel fliegen alle in den Süden.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Einige heimische Vögel bleiben und passen Verhalten an. Kartenarbeiten und Beobachtungen im Winterhof zeigen Anpassungen. Aktive Simulationen von Zug und Bleiben fördern genaues Differenzieren.

Häufige FehlvorstellungTiere brauchen im Winter kein Futter.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Vorräte und angepasste Jagd sind essenziell. Sammelspiele machen Knappheit erlebbar und korrigieren durch Gruppenreflexion.

Ideen für aktives Lernen

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Bezüge zur Lebenswelt

  • Tierärzte und Zoologen beobachten und erforschen das Verhalten von Tieren im Winter, um ihre Gesundheit und ihr Überleben zu sichern. Sie dokumentieren zum Beispiel die Gewichtsabnahme von Tieren im Winterschlaf oder die Futteraufnahme von Vögeln im Winter.
  • Förster und Naturschützer legen im Herbst Futterstellen für Vögel an oder schaffen Unterschlupfmöglichkeiten für Igel, um die Tiere durch die kalte Jahreszeit zu bringen. Sie achten dabei auf die Bedürfnisse der verschiedenen Tierarten.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit dem Bild eines Tieres (z. B. Igel, Eichhörnchen, Meise, Schwalbe). Sie schreiben auf die Rückseite, welche Überlebensstrategie das Tier im Winter nutzt und warum.

Diskussionsfrage

Stellen Sie folgende Frage in die Klasse: 'Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Tier im Winter. Was müssten Sie tun, damit Sie gut durch die Kälte kommen?' Lassen Sie die Kinder ihre Ideen mit Bezug auf die gelernten Strategien austauschen.

Kurze Überprüfung

Zeigen Sie Bilder von verschiedenen Tieren und fragen Sie die Kinder, ob es sich um einen Winterschläfer, einen Standvogel oder einen Zugvogel handelt. Begründen Sie kurz Ihre Antwort.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Winterschlaf, Winterruhe und Winterstarre?
Winterschlaf senkt Temperatur und Herzschlag stark, wie beim Igel, für Monate. Winterruhe ist leichtere Phase mit Erwachen, z.B. bei Bären. Winterstarre friert Insekten ein. Kinder lernen das durch Modelle und Vergleichstabellen, was Beobachtungsfähigkeiten schult und Anpassungen verständlich macht. (62 Wörter)
Wie bereitet das Eichhörnchen den Winter vor?
Eichhörnchen sammelt Nüsse im Herbst und versteckt Tausende. Es wacht im Winter auf, um zu fressen. Kinder simulieren das durch Versteckspiele, messen Mengen und diskutieren Energiebedarf. Solche Aktivitäten verbinden Rechnen mit Naturwissen. (58 Wörter)
Wie kann aktives Lernen das Verständnis für Tierüberwinterung fördern?
Aktives Lernen macht Strategien erfahrbar: Rollenspiele lassen Kinder frieren simulieren, Stationen erproben Vorratshaltung. Naturobservationen entdecken Spuren vor Ort. Gruppenarbeiten fördern Austausch und Korrektur von Ideen. Ergebnis: Langes Erinnern und echtes Verständnis statt Auswendiglernen. (64 Wörter)
Warum bleiben manche Vögel im Winter hier?
Vögel wie Meisen finden Futter an Futterstellen und haben dickes Gefieder. Zugvögel meiden Kälte und Knappheit. Beobachtungen mit Fernglas und Futterhäusern zeigen Anpassungen. Kinder zeichnen Verhaltensdiagramme und vergleichen mit Zugkarten. (56 Wörter)

Planungsvorlagen für Naturwissenschaften