Skip to content
Mathematik · Klasse 10

Ideen für aktives Lernen

Einführung in den Logarithmus

Führen Sie Ihre Klasse über das exponentielle Wachstum hinaus und entdecken Sie das Werkzeug, das es uns ermöglicht, nach dem 'x' in aˣ=b zu fragen: den Logarithmus.

KMK BildungsstandardsBayern LehrplanPLUS M 10.1: Logarithmus und Exponentialgleichungen
15–25 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Graphen spiegeln und entdecken

Die Schülerinnen und Schüler zeichnen den Graphen einer einfachen Exponentialfunktion, z.B. f(x) = 2ˣ. Anschließend vertauschen sie die x- und y-Koordinaten ausgewählter Punkte, tragen diese in ein neues Koordinatensystem ein und entdecken so die Form des Graphen der Logarithmusfunktion als Spiegelbild an der Geraden y = x.

Erkläre den Zusammenhang zwischen Potenzieren und Logarithmieren anhand eines konkreten Beispiels.

ModerationstippStellen Sie sicher, dass die Achsen beider Graphen im selben Maßstab gezeichnet werden, um die Symmetrie klar zu erkennen.

Worauf zu achten istEin 'Exit-Ticket' am Ende der Stunde: Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine Exponentialgleichung (z.B. 3ˣ = 81) und eine Logarithmusgleichung (z.B. log₅(25) = x) und müssen diese jeweils in die andere Form umwandeln und lösen.

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Logarithmus-Domino

Erstellen Sie Dominokarten, auf denen auf einer Seite eine logarithmische Form (z.B. log₂(8)) und auf der anderen Seite eine exponentielle Form (z.B. 3⁴ = 81) oder ein Wert (z.B. 3) steht. Die Schülerinnen und Schüler müssen die passenden Enden aneinanderlegen und bilden so eine Kette.

Identifiziere die Basis, den Numerus und den Logarithmuswert in der Gleichung log₂(8) = 3.

ModerationstippBeginnen Sie mit einfachen, ganzzahligen Logarithmen, um das Grundprinzip zu festigen, bevor Sie komplexere Beispiele einführen.

Worauf zu achten istEine kurze schriftliche Lernkontrolle, die das Skizzieren eines Logarithmusgraphen, das Benennen seiner Eigenschaften (Definitionsbereich, Nullstelle, Asymptote) und das Berechnen einfacher Logarithmen abfragt.

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Taschenrechner-Experiment

Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Aufgabe, mit ihrem Taschenrechner den Logarithmus von 1, 0 und -1 zu verschiedenen Basen zu berechnen. Sie dokumentieren die Ergebnisse (insbesondere die Fehlermeldungen) und formulieren eine Hypothese über den Definitionsbereich der Logarithmusfunktion.

Begründe, warum die Exponentialgleichung 5³ = 125 äquivalent zur logarithmischen Form log₅(125) = 3 ist.

ModerationstippFordern Sie die Schüler auf, ihre Hypothese mit der Definition des Logarithmus als Umkehrung der Exponentialfunktion zu begründen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler bewerten auf einer Skala von 1-4 ihr Vertrauen in ihre Fähigkeit, die Beziehung zwischen Exponential- und Logarithmusfunktion zu erklären, Gleichungen umzuformen und den Definitionsbereich zu begründen.

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Mathematik-Aktivitäten passen

Nutzen, bearbeiten, drucken oder teilen.

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Beginnen Sie mit einer motivierenden Frage wie 'Wie lange dauert es, bis sich eine Investition bei 5% Zinsen verdoppelt hat?', was auf eine Gleichung wie 1.05ˣ = 2 führt. Visualisieren Sie die Notwendigkeit einer neuen Operation, indem Sie den Graphen von y = 1.05ˣ und die Linie y = 2 schneiden. Leiten Sie die Logarithmusfunktion grafisch als Spiegelung der Exponentialfunktion an y=x her, bevor Sie die formale Definition einführen und festigen.

Nach dieser Einheit werden Ihre Schülerinnen und Schüler in der Lage sein, die Logarithmusfunktion als Umkehrung der Exponentialfunktion zu verstehen, ihren Graphen zu analysieren und ihre grundlegenden Eigenschaften zu begründen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Der Logarithmus von Null ist Eins (logₐ(0) = 1), weil jede Zahl hoch Null Eins ergibt (a⁰ = 1).

    Hier werden Ursache und Wirkung vertauscht. Die Regel a⁰ = 1 bedeutet, dass der Logarithmus von Eins Null ist (logₐ(1) = 0), da der Logarithmus ja der Exponent ist. Es gibt keine Potenz von a, die Null ergibt, daher ist logₐ(0) nicht definiert.

  • Die Basis, das Argument und das Ergebnis werden in der exponentiellen Form falsch zugeordnet, z.B. wird log₂(8) = 3 zu 3² = 8 umgeformt.

    Die korrekte Umwandlung lautet: Die Basis des Logarithmus (2) ist auch die Basis der Potenz. Das Ergebnis des Logarithmus (3) ist der Exponent. Das Argument des Logarithmus (8) ist das Ergebnis der Potenz. Also: 2³ = 8. Eine Eselsbrücke ist der 'Logarithmus-Kreis'.

  • Die Graphen von Logarithmus- und Exponentialfunktion sind identisch, nur andersherum gezeichnet.

    Die Graphen sind nicht identisch, sondern Spiegelbilder voneinander bezüglich der Winkelhalbierenden y = x. Das bedeutet, dass die Definitions- und Wertebereiche vertauscht sind und die Asymptoten von horizontal (Exponentialfunktion) zu vertikal (Logarithmusfunktion) wechseln.


In dieser Übersicht verwendete Methoden