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Collage und AssemblageAktivitäten & Unterrichtsstrategien

Aktive Materialerfahrung ist hier entscheidend, weil Collage und Assemblage sinnliches Begreifen verlangen. Wenn Schüler greifbare Fragmente kombinieren, verstehen sie Theorie wie Fragmentierung oder Kontextverschiebung intuitiv durch eigenes Tun, nicht durch bloße Erklärung.

Klasse 9Perspektiven und Provokationen: Kunst im Dialog mit der Moderne4 Aktivitäten30 Min.50 Min.

Lernziele

  1. 1Klassifizieren Sie verschiedene Materialien (Papier, Stoff, Alltagsgegenstände) hinsichtlich ihrer Eignung für Collage und Assemblage.
  2. 2Analysieren Sie die Wirkung von Fragmentierung und Kontextverschiebung in ausgewählten Werken der Collage und Assemblage.
  3. 3Entwerfen und erstellen Sie eine Collage oder Assemblage, die eine persönliche Erinnerung oder eine fiktive Erzählung visuell darstellt.
  4. 4Synthetisieren Sie verschiedene Techniken der Collage und Assemblage, um eine kohärente visuelle Botschaft zu vermitteln.

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50 Min.·Kleingruppen

Stationenrotation: Material-Exploration

Richten Sie fünf Stationen ein: Schneiden von Fragmenten, Kleben auf Untergründen, Textilien integrieren, Objekte fixieren, Kontext analysieren. Gruppen rotieren alle 10 Minuten, notieren Beobachtungen und erste Ideen. Abschließende Präsentation.

Vorbereitung & Details

Wie können disparate Elemente zu einer neuen Einheit verbunden werden?

Moderationstipp: Lassen Sie die Schüler während der Stationenrotation zunächst alle Materialien berühren und benennen, bevor sie planen – Sinnliche Wahrnehmung geht dem Gestalten voraus.

Setup: Im Raum verteilte Tische/Stationen

Materials: Stationskarten mit Arbeitsanweisungen, Unterschiedliche Materialien je Station, Timer für die Rotation

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
35 Min.·Partnerarbeit

Paararbeit: Persönliche Geschichte collagieren

Paare sammeln private Fotos und Objekte, die eine Erinnerung symbolisieren. Sie schneiden, ordnen und verbinden diese zu einer Collage. Danach erklären sie einander die gewählte Bedeutung der Verschiebung.

Vorbereitung & Details

Analysieren Sie die Bedeutung von Fragmenten und Kontextverschiebungen in Collage und Assemblage.

Moderationstipp: Fordern Sie die Paararbeit auf, eine klare Rollenverteilung zu vereinbaren: Wer sucht Materialien, wer gestaltet die Komposition, wer dokumentiert den Prozess.

Setup: Im Raum verteilte Tische/Stationen

Materials: Stationskarten mit Arbeitsanweisungen, Unterschiedliche Materialien je Station, Timer für die Rotation

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
30 Min.·Ganze Klasse

Whole class: Assemblage-Analyse

Zeigen Sie Beispiele von Schwitters vor. Die Klasse diskutiert gemeinsam Fragmente und Kontexte. Jeder notiert eine eigene Idee für eine Assemblage.

Vorbereitung & Details

Entwerfen Sie eine Collage oder Assemblage, die eine persönliche Geschichte erzählt.

Moderationstipp: Zeigen Sie Assemblage-Beispiele erst nach der Analysephase, damit die Schüler eigene Beobachtungen entwickeln, bevor sie Deutungen kennenlernen.

Setup: Im Raum verteilte Tische/Stationen

Materials: Stationskarten mit Arbeitsanweisungen, Unterschiedliche Materialien je Station, Timer für die Rotation

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
40 Min.·Einzelarbeit

Individual: Freie Assemblage-Entwurf

Schüler wählen Materialien aus einem Depot und bauen eine kleine Assemblage zu einem Thema. Fotografieren und reflektieren Sie den Prozess in einem Journal.

Vorbereitung & Details

Wie können disparate Elemente zu einer neuen Einheit verbunden werden?

Moderationstipp: Bitten Sie beim freien Entwurf die Schüler, ihre Materialwahl und Anordnung schriftlich zu begründen, um den Transfer von Theorie in Praxis zu sichern.

Setup: Im Raum verteilte Tische/Stationen

Materials: Stationskarten mit Arbeitsanweisungen, Unterschiedliche Materialien je Station, Timer für die Rotation

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit

Dieses Thema unterrichten

Erfahrene Lehrer beginnen mit einfachen, kostengünstigen Materialien, um Hemmschwellen abzubauen und den Fokus auf Konzept statt auf Materialkosten zu lenken. Alltagsgegenstände wie Verpackungen oder Stoffreste fördern Kreativität und machen Kunst zugänglich. Wichtig ist, Fragmentierung und Kontextverschiebung als Gestaltungsprinzipien zu betonen, nicht als zufällige Kombinationen. Vermeiden Sie vorgefertigte Schritt-für-Schritt-Anleitungen, da sie individuelle Lösungen einschränken. Forschung zeigt, dass offene Aufgabenstellungen zu nachhaltigerem Lernen führen als geschlossene Projekte.

Was Sie erwartet

Erfolgreich lernen die Schüler, wenn sie Materialien bewusst wählen und ihre Anordnung gezielt einsetzen, um Botschaften zu transportieren. Ihre Arbeiten zeigen dann, wie disparate Elemente durch Kontextverschiebung neue Bedeutungen erzeugen und persönliche Geschichten sichtbar machen.

Diese Aktivitäten sind ein Ausgangspunkt. Die vollständige Mission ist das Erlebnis.

  • Vollständiges Moderationsskript mit Lehrkraft-Dialogen
  • Druckfertige Schülermaterialien, bereit für den Unterricht
  • Differenzierungsstrategien für jeden Lerntyp
Mission erstellen

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungWährend der Stationenrotation wird Collage als sinnloses Basteln ohne Konzept wahrgenommen.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Fordern Sie die Schüler auf, für jede Station eine kurze Notiz zu machen, welche Materialkombination eine bestimmte Stimmung oder Aussage erzeugt – so wird bewusstes Gestalten sichtbar.

Häufige FehlvorstellungIn der Paararbeit entsteht der Eindruck, dass alle Elemente harmonisch kombiniert werden müssen.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Weisen Sie die Paare an, gezielt widersprüchliche Materialien bewusst einzusetzen und zu beschreiben, welche Spannung dadurch entsteht.

Häufige FehlvorstellungBei der freien Assemblage wird angenommen, dass teure oder besondere Materialien nötig sind.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Führen Sie eine Material-Inventur durch: Lassen Sie die Schüler vor dem Gestalten eine Liste mit Alltagsgegenständen aus der Umgebung erstellen und deren Potenzial für die Assemblage diskutieren.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Nach der Material-Exploration füllen die Schüler einen Zettel mit drei Materialien und jeweils einem Satz, warum sie diese für ihre Collage/Assemblage wählen würden. Stellen Sie die Frage: Welche Technik eignet sich besser für eine emotionale Erinnerung – Collage oder Assemblage?

Gegenseitige Bewertung

Während der Paararbeit präsentieren die Schüler ihre Entwürfe in Kleingruppen und geben sich gegenseitig Feedback zu zwei Aspekten: 1. Wie überzeugend wird die persönliche Geschichte durch Materialwahl und Anordnung erzählt? 2. Welche Fragmentierung oder Kontextverschiebung wirkt am stärksten?

Kurze Überprüfung

Nach der Whole-Class-Analyse erhalten die Schüler eine Bildtafel mit Beispielen für Collage und Assemblage. Sie füllen ein Arbeitsblatt aus, das zu jedem Bild zwei Fragen stellt: Handelt es sich um Collage oder Assemblage? Welche zwei Materialien/Objekte wurden besonders auffällig kombiniert? Fragen Sie: Welches Werk nutzt Kontextverschiebung am eindrücklichsten?

Erweiterungen & Unterstützung

  • Fordern Sie schnelle Schüler auf, eine zweite Version ihrer Assemblage zu erstellen, die dieselbe Geschichte mit gegensätzlichen Materialien erzählt.
  • Für unsichere Schüler bereiten Sie Material-Sets vor, die bereits thematische Cluster enthalten (z.B. Natur, Technik, Erinnerung), um den Einstieg zu erleichtern.
  • Vertiefen Sie mit einer Recherchephase: Lassen Sie interessierte Schüler Künstler wie Joseph Cornell oder Louise Nevelson vergleichen und Gemeinsamkeiten in ihrer Materialsprache herausarbeiten.

Schlüsselvokabular

CollageEine Technik, bei der verschiedene Materialien wie Papier, Fotos oder Stoffe auf eine Trägerfläche geklebt werden, um ein neues Bild zu schaffen.
AssemblageEine dreidimensionale Form der Collage, bei der Objekte und Materialien zu einem Gesamtkunstwerk zusammengefügt werden.
FragmentierungDie Zerteilung von Bildern oder Objekten in Teile, die dann neu arrangiert werden, um eine veränderte Bedeutung zu erzeugen.
KontextverschiebungDie Platzierung eines bekannten Objekts oder Bildes in einem unerwarteten Zusammenhang, um dessen Wahrnehmung zu verändern.
Ready-madeEin vorgefertigter Alltagsgegenstand, der von einem Künstler ausgewählt und als Kunstwerk präsentiert wird, oft in Assemblagen integriert.

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