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Kunst · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Skulptur im öffentlichen Raum

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil Schülerinnen und Schüler dreidimensionale Zusammenhänge zwischen Form, Material und Raum erst durch eigenes Erleben begreifen. Die Kombination aus Bewegung, praktischem Gestalten und Diskussion macht abstrakte Konzepte wie Raumwirkung greifbar und nachhaltig verständlich.

KMK BildungsstandardsPlastikRezeption
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Museumsgang50 Min. · Partnerarbeit

Stadtspaziergang: Skulptur-Jagd

Teilen Sie die Klasse in Paare auf und geben Sie Karten mit lokalen Skulpturen. Jede Gruppe dokumentiert per Foto und Notiz die Interaktion mit der Umgebung, notiert Passantenreaktionen. Im Plenum präsentieren sie Funde und diskutieren Veränderungen des Platzes.

Analysieren Sie, wie eine Skulptur den Charakter eines öffentlichen Platzes verändert.

ModerationstippFordern Sie die Schüler beim Stadtspaziergang auf, gezielt Skizzen von Blickachsen oder Materialeffekten anzufertigen, statt nur Fotos zu machen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Postkarte mit einem Bild einer Skulptur im öffentlichen Raum. Sie schreiben auf die Rückseite: 1. Wie verändert diese Skulptur den Platz? 2. Nennen Sie ein Material, das für diese Skulptur verwendet wurde, und erklären Sie kurz, warum es passt.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Museumsgang45 Min. · Kleingruppen

Design-Workshop: Eigene Skulptur

Schüler wählen einen Stadtplatz und entwerfen in kleinen Gruppen eine Skulptur mit Skizzen und Materialvorschlägen. Sie begründen, wie sie den Ort verändert. Abschluss: Pinnwand-Präsentation mit Abstimmung.

Bewerten Sie die Rolle von Kunst im öffentlichen Raum für die Gemeinschaft.

ModerationstippIm Design-Workshop achten Sie darauf, dass die Materialauswahl mit den Skizzen aus dem Stadtspaziergang verknüpft wird – so wird der Transfer zwischen Analyse und Gestaltung sichtbar.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in Kleingruppen ein. Geben Sie jeder Gruppe ein Foto einer Skulptur an einem bestimmten Ort. Die Aufgabe lautet: Diskutieren Sie, ob die Skulptur den Ort bereichert oder stört. Begründen Sie Ihre Meinung mit mindestens zwei Beobachtungen zur Interaktion von Skulptur und Raum.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Museumsgang30 Min. · Ganze Klasse

Diskussionsrunde: Kunst und Gemeinschaft

Im Kreis analysieren Gruppen eine Skulptur-Foto-Sammlung. Jeder notiert zunächst individuell Wirkungen, dann teilen sie aus. Lehrer moderiert zu Vor- und Nachteilen öffentlicher Kunst.

Entwerfen Sie eine Skulptur für einen bestimmten Ort in Ihrer Stadt und begründen Sie Ihre Wahl.

ModerationstippIn der Diskussionsrunde weisen Sie die Gruppen an, ihre Argumente mit konkreten Beobachtungen aus den Fotos zu untermauern, etwa zu Lichtverhältnissen oder Platzierungswinkeln.

Worauf zu achten istStellen Sie eine Liste mit Begriffen wie 'Interaktion', 'Raumwahrnehmung', 'Materialität' und 'Kontextualisierung' bereit. Bitten Sie die Schüler, zu jedem Begriff ein Beispiel aus einer ihnen bekannten Skulptur im öffentlichen Raum zu nennen.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Museumsgang40 Min. · Einzelarbeit

Modellbau: Rauminteraktion

Mit Karton und Draht bauen Individuen Miniatur-Skulpturen für einen gegebenen 'Platz' (Tischmodell). Testen Sie Licht und Blickwinkel, notieren Veränderungen. Teilen Sie im Plenum.

Analysieren Sie, wie eine Skulptur den Charakter eines öffentlichen Platzes verändert.

ModerationstippBeim Modellbau lassen Sie die Schüler mit einfachen Materialien wie Pappe oder Draht experimentieren, um räumliche Effekte ohne technische Hürden zu testen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Postkarte mit einem Bild einer Skulptur im öffentlichen Raum. Sie schreiben auf die Rückseite: 1. Wie verändert diese Skulptur den Platz? 2. Nennen Sie ein Material, das für diese Skulptur verwendet wurde, und erklären Sie kurz, warum es passt.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrungsgemäß lernt man am besten, wenn Schülerinnen und Schüler Kunst nicht nur betrachten, sondern selbst gestalten und diskutieren. Vermeiden Sie Frontalunterricht zu theoretischen Aspekten – stattdessen führt aktives Erleben zu tieferem Verständnis. Studien zeigen, dass räumliche Wahrnehmung durch haptische Erfahrungen und soziale Interaktion verstärkt wird. Halten Sie die Aufgaben konkret und verknüpfen Sie Theorie stets mit Praxisbeispielen aus dem direkten Umfeld.

Am Ende der Einheit können die Schülerinnen und Schüler erklären, wie Skulpturen in öffentlichen Räumen die Wahrnehmung lenken und Emotionen auslösen. Sie analysieren Beispiele fundiert, entwickeln eigene Designideen und argumentieren sachlich über kontroverse Kunst im Stadtbild.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Skulpturen sind nur dekorative Objekte ohne Einfluss auf den Raum.

    Während des Stadtspaziergangs achten Sie darauf, dass Schüler gezielt Skizzen von Blicklenkungen oder Umgehungswegen anfertigen. In der anschließenden Präsentation vergleichen sie ihre Notizen und erkennen, wie Positionierung und Material die Raumwirkung verändern.

  • Öffentliche Kunst muss allen gefallen.

    Während der Diskussionsrunde geben Sie jeder Gruppe ein Foto einer umstrittenen Skulptur. Die Schüler sammeln in Rollenspielen verschiedene Perspektiven (Anwohner, Touristen, Künstler) und reflektieren, warum Kunst unterschiedliche Emotionen auslöst.

  • Skulpturen verändern Plätze nicht nachhaltig.

    Während des Modellbaus vergleichen die Schüler ihre Entwürfe mit Fotos realer Plätze vor und nach der Skulpturenplatzierung. Sie dokumentieren schriftlich, welche räumlichen oder sozialen Veränderungen sie in ihrer Arbeit umsetzen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden