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Kunst · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Relief und Flachplastik

Aktives Gestalten überwindet die Hürde zwischen zweidimensionalem Denken und räumlicher Vorstellungskraft. Beim Modellieren von Tonreliefs oder Experimentieren mit Licht und Schatten erleben Schülerinnen und Schüler die Wirkung von Tiefe und Form am eigenen Material.

KMK BildungsstandardsPlastikProduktion
30–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Erfahrungsorientiertes Lernen45 Min. · Partnerarbeit

Paarbeit: Tonrelief modellieren

Paare skizzieren eine einfache Geschichte auf Papier. Sie modellieren ein Relief aus Lufttrocknendem Ton, indem sie Formen aus einer Platte herausarbeiten. Nach dem Trocknen beleuchten sie es mit Taschenlampen und notieren Schattenwirkungen.

Vergleichen Sie die Darstellungsmöglichkeiten von Relief und vollplastischer Skulptur.

ModerationstippFordern Sie die Paare in der Tonrelief-Aktivität auf, vor dem Modellieren eine Skizze anzufertigen, um räumliche Entscheidungen bewusst zu machen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einem Bild eines Reliefs. Sie sollen auf der Rückseite zwei Sätze schreiben: einen, der erklärt, ob es sich um Hoch- oder Tiefrelief handelt, und einen, der beschreibt, wie Licht und Schatten die Wirkung beeinflussen.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Erfahrungsorientiertes Lernen50 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Licht und Schatten

Richten Sie vier Stationen ein: hohes Relief, tiefes Relief, flaches Relief und Negativrelief. Gruppen testen jedes mit wechselnden Lichtquellen, zeichnen Schattenmuster auf und vergleichen Tiefeneindrücke. Abschließende Plenumdiskussion.

Erklären Sie, wie Licht und Schatten die Tiefenwirkung eines Reliefs beeinflussen.

ModerationstippLegen Sie in der Stationenrotation klare Beobachtungsaufträge fest, z.B. 'Notiert, wie sich der Schatten bei 3 cm Tiefe verändert'.

Worauf zu achten istNachdem die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Reliefentwürfe angefertigt haben, tauschen sie diese mit einem Partner aus. Jeder Partner gibt Feedback zu zwei Punkten: 1. Ist die Geschichte im Relief klar erkennbar? 2. Gibt es eine Stelle, die durch eine andere Bearbeitung (z.B. mehr Tiefe, andere Schattenführung) besser zur Geltung käme?

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Erfahrungsorientiertes Lernen60 Min. · Ganze Klasse

Ganzer Unterricht: Relief-Geschichtenerzähler

Die Klasse plant gemeinsam Themen für narrative Reliefs. Jede Schülerin und jeder Schüler gestaltet individuell ein kleines Relief aus Schaumstoff. Alle präsentieren und bewerten gegenseitig die Tiefenwirkung unter einheitlichem Licht.

Gestalten Sie ein Relief, das eine Geschichte erzählt.

ModerationstippNutzen Sie in der Gruppenarbeit 'Relief-Geschichtenerzähler' gezielte Impulsfragen wie 'Welche Szene würde im Hochrelief besonders wirken?' um die Verbindung von Form und Inhalt zu vertiefen.

Worauf zu achten istDer Lehrer zeigt verschiedene Beispiele von Reliefs (Bilder oder reale Objekte). Die Schülerinnen und Schüler halten eine vorbereitete Karte hoch, auf der 'Hochrelief' oder 'Tiefrelief' steht, um ihre Fähigkeit zur Klassifizierung zu demonstrieren.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Erfahrungsorientiertes Lernen30 Min. · Einzelarbeit

Individuelle Arbeit: Skizzen zu Reliefs

Schülerinnen und Schüler analysieren Fotos von Reliefs und Skulpturen. Sie zeichnen Umwandlungen von Flach zu Plastik und planen ein eigenes Relief. Die Skizzen dienen als Vorlage für die praktische Umsetzung.

Vergleichen Sie die Darstellungsmöglichkeiten von Relief und vollplastischer Skulptur.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einem Bild eines Reliefs. Sie sollen auf der Rückseite zwei Sätze schreiben: einen, der erklärt, ob es sich um Hoch- oder Tiefrelief handelt, und einen, der beschreibt, wie Licht und Schatten die Wirkung beeinflussen.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Der beste Einstieg gelingt über das eigene Erleben: Lassen Sie Schüler erst schneiden, drücken oder ritzen, bevor Sie Fachbegriffe wie Hoch- oder Tiefrelief einführen. Vermeiden Sie lange Frontalphasen, da das Thema durch praktische Erfahrungen am nachhaltigsten vermittelt wird. Studien zeigen, dass Materialexperimente mit Licht die visuelle Wahrnehmung schärfen und nachhaltiger im Gedächtnis bleiben als theoretische Erklärungen.

Erfolg zeigt sich in der Fähigkeit, Reliefs als Übergangsform zwischen Fläche und Plastik zu begreifen und gezielt mit Licht, Schatten und Materialstärke zu arbeiten. Eigenständige Entwürfe und Reflexionen belegen das Verständnis für narrative und optische Wirkung.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Viele Schüler sehen Reliefs während der Paarbeit 'Tonrelief modellieren' nur als flache Bilder.

    Fordern Sie die Paare auf, nach dem Modellieren ihre Werke mit einer Lampe aus verschiedenen Winkeln zu beleuchten. Die sichtbaren Schatten und Lichtreflexe zeigen deutlich den Übergang zur Plastik und korrigieren das Bild nachdrücklich.

  • Schüler unterschätzen während der Stationenrotation 'Licht und Schatten' oft optische Effekte.

    Bitten Sie die Schüler, ihre Beobachtungen direkt an ihren eigenen Werken zu überprüfen. Ein Vergleich der Ergebnisse in Kleingruppen macht die Veränderungen der Tiefenwirkung durch Lichtquellen konkret erlebbar.

  • Manche halten Reliefs während der Gruppenarbeit 'Relief-Geschichtenerzähler' für rein dekorativ.

    Lenken Sie die Aufmerksamkeit in der Reflexionsrunde auf die narrativen Elemente. Fragen Sie gezielt: 'Wo beginnt die Geschichte im Relief? Wo endet sie?' und lassen Sie die Schüler die Verbindung von Form und Inhalt in ihren Präsentationen herausarbeiten.


In dieser Übersicht verwendete Methoden