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Das Ready-made: Kunst aus dem AlltagAktivitäten & Unterrichtsstrategien

Aktive Lernformen eignen sich besonders für dieses Thema, weil die Schülerinnen und Schüler durch praktische Auseinandersetzung mit Alltagsgegenständen den Kunstbegriff selbst hinterfragen. Die Idee, dass Kunst auch im Finden und Umdeuten liegen kann, wird durch handlungsorientierte Methoden nachhaltiger verankert als durch reine Theorie.

Klasse 7Perspektiven und Ausdruck: Kunst im Wandel3 Aktivitäten20 Min.60 Min.

Lernziele

  1. 1Klassifizieren Sie Marcel Duchamps Ready-mades anhand ihrer ursprünglichen Funktion und ihres neuen künstlerischen Kontexts.
  2. 2Analysieren Sie die Rolle des Betrachters bei der Zuschreibung von Kunstwerken im Ready-made-Konzept.
  3. 3Erklären Sie, wie sich die Bedeutung eines Objekts durch seine Platzierung in einem musealen Raum verändert.
  4. 4Entwerfen Sie ein eigenes Ready-made-Konzept, indem Sie einen Alltagsgegenstand auswählen und ihm einen neuen Titel geben, der seine Bedeutung verändert.

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45 Min.·Ganze Klasse

Debatte: Ist das Kunst?

Der Lehrer präsentiert verschiedene Objekte (ein signiertes Rad, einen Mülleimer, ein Gemälde). Die Schüler müssen in Teams argumentieren, warum ein Objekt Kunst ist oder nicht, basierend auf Kriterien wie Idee, Handwerk und Ort.

Vorbereitung & Details

Wann wird ein gewöhnlicher Gegenstand zur Kunst?

Moderationstipp: Bereiten Sie für die Debatte konkrete Beispiele von Ready-mades und Nicht-Ready-mades vor, damit die Schüler ihre Argumente an echten Kunstwerken schärfen können.

Setup: Zwei sich gegenüberstehende Teams, Sitzplätze für das Publikum

Materials: Thesenkarte für die Debatte, Recherche-Dossier für jede Seite, Bewertungsbogen für das Publikum, Stoppuhr

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
60 Min.·Kleingruppen

Planspiel: Die Museums-Kuratoren

Schüler wählen einen Gegenstand aus ihrem Schulranzen aus. Sie müssen dafür einen Sockel bauen, einen Titel finden und einen kurzen Museumstext schreiben, der erklärt, warum dieser Gegenstand nun ein Kunstwerk ist.

Vorbereitung & Details

Wie verändert der Kontext im Museum die Bedeutung eines Objekts?

Moderationstipp: Lassen Sie die Schüler in der Museumssimulation selbst entscheiden, welches Objekt sie ausstellen möchten, um die Bedeutung von Auswahl und Präsentation zu erleben.

Setup: Flexibler Raum für verschiedene Gruppenstationen

Materials: Rollenkarten mit Zielen und Ressourcen, Spielwährung oder Token, Rundenprotokoll

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit

Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Kontext-Wechsel

Schüler überlegen sich einen Gegenstand und zwei völlig verschiedene Orte (z.B. Baustelle vs. Juwelier). Sie diskutieren mit dem Partner, wie sich die Wahrnehmung des Gegenstands an diesen Orten verändert.

Vorbereitung & Details

Welche Rolle spielt die Idee im Vergleich zum handwerklichen Können?

Moderationstipp: Geben Sie beim Think-Pair-Share klare Zeitlimits vor, damit die Schüler zügig zwischen Einzel-, Partner- und Plenumsarbeit wechseln und nicht in Diskussionen verharren.

Setup: Standard-Klassenzimmer; die Lernenden wenden sich dem Sitznachbarn zu

Materials: Diskussionsimpuls (projiziert oder gedruckt), Optional: Notizblatt für die Partnerarbeit

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit

Dieses Thema unterrichten

Erfahrene Lehrkräfte betonen, dass der Kunstbegriff der Schülerinnen und Schüler durch das direkte Erleben von Ready-mades nachhaltiger verändert wird als durch theoretische Erklärungen. Vermeiden Sie es, den Kunstbegriff zu früh zu definieren, sondern lassen Sie die Schüler durch eigene Erfahrungen zu Einsichten kommen. Wichtig ist, dass die Schüler verstehen, dass Kunst nicht nur im Handwerk, sondern auch im Konzept liegt. Forschungsergebnisse zeigen, dass Schüler durch die eigene kreative Umdeutung von Alltagsgegenständen ein tieferes Verständnis für moderne Kunst entwickeln.

Was Sie erwartet

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schüler den Kunstbegriff erweitern und Alltagsgegenstände bewusst als ästhetische Objekte wahrnehmen. Sie können Duchamps Konzept erklären und die Rolle von Kontext und Auswahl in der Kunst begründen. Diskussionen und kreative Umdeutungen helfen, diese Einsichten zu festigen.

Diese Aktivitäten sind ein Ausgangspunkt. Die vollständige Mission ist das Erlebnis.

  • Vollständiges Moderationsskript mit Lehrkraft-Dialogen
  • Druckfertige Schülermaterialien, bereit für den Unterricht
  • Differenzierungsstrategien für jeden Lerntyp
Mission erstellen

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungWährend der Debatte 'Ist das Kunst?' achten Sie darauf, dass einige Schüler annehmen, Kunst müsse immer schwierig herzustellen sein.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Lenken Sie die Diskussion gezielt auf Duchamps radikale Idee, indem Sie fragen: 'Welche Leistung liegt hier vor, wenn der Künstler das Objekt nur auswählt und benennt?' Nutzen Sie die Debatte, um den Fokus auf den Wert der Idee zu lenken.

Häufige FehlvorstellungWährend der Simulation 'Die Museums-Kuratoren' könnte der Eindruck entstehen, jeder Müll sei automatisch ein Ready-made.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Beobachten Sie, ob die Schüler Objekte ohne bewussten Kontext ausstellen. Fordern Sie sie auf, jedem Objekt einen Namen und eine Bedeutung zu geben, um den Unterschied zwischen Gebrauchsgegenstand und Kunstwerk zu verdeutlichen.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Nach der Debatte 'Ist das Kunst?' erhalten die Schüler ein Bild eines Alltagsgegenstands. Sie notieren: 1. Den ursprünglichen Namen des Objekts. 2. Einen künstlerischen Titel und die damit verbundene Bedeutung. 3. Eine Begründung, warum die Idee wichtiger ist als die handwerkliche Ausführung.

Diskussionsfrage

Während der Simulation 'Die Museums-Kuratoren' fragen Sie die Schüler: 'Warum ist die Auswahl des Objekts und seine Präsentation im Museum entscheidend für seine Einordnung als Kunst? Beziehen Sie sich auf Duchamps Konzept.' Bewerten Sie die Antworten auf Basis der logischen Argumentation und des Bezugs zum Thema.

Kurze Überprüfung

Nach dem Think-Pair-Share 'Kontext-Wechsel' zeigen Sie verschiedene Bilder von Objekten. Die Schüler heben eine Karte mit 'Kunst' oder 'Keine Kunst' hoch und begründen ihre Wahl im Plenum. Achten Sie darauf, ob sie den Kontext und die künstlerische Intention erkennen.

Erweiterungen & Unterstützung

  • Fordern Sie schnelle Schüler auf, ein eigenes Ready-made zu Hause zu gestalten und in der Klasse zu präsentieren, inklusive Titel und kurzer Erklärung.
  • Unterstützen Sie Schüler mit Schwierigkeiten, indem Sie ihnen konkrete Beispiele von Alltagsgegenständen zeigen und gemeinsam überlegen, wie diese umgedeutet werden könnten.
  • Vertiefen Sie das Thema, indem Sie einen Künstlerbesuch oder ein virtuelles Museumsexkurs organisieren, um den Kontext von Ready-mades in der Kunstwelt zu erkunden.

Schlüsselvokabular

Ready-madeEin von Marcel Duchamp geprägter Begriff für ein vorgefertigtes Objekt, das der Künstler auswählt und als Kunstwerk deklariert.
KontextualisierungDie Veränderung der Wahrnehmung und Bedeutung eines Objekts durch seine Platzierung in einem neuen Umfeld, wie z.B. einer Galerie oder einem Museum.
IntentionDie Absicht oder der Gedanke des Künstlers hinter der Auswahl und Präsentation eines Objekts als Kunstwerk.
ObjektkunstEine Kunstform, bei der dreidimensionale Objekte, oft aus dem Alltag, im Mittelpunkt des Werkes stehen.

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