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Kunst · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Materialexperimente: Form und Textur

Aktive Materialexperimente ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, haptische Erfahrungen mit Form und Textur zu machen, die sonst nur schwer zu vermitteln sind. Durch direktes Erproben verstehen sie die Eigenschaften der Materialien nachhaltiger als durch bloße Erklärungen.

KMK BildungsstandardsBildnerische VerfahrenPlastik
20–40 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen25 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Materialvergleich

Schülerinnen und Schüler testen Ton und Gips nebeneinander: Kneten, Formen und Trocknen beobachten. Sie notieren Unterschiede in Bearbeitbarkeit. Abschließend teilen sie Ergebnisse.

Vergleichen Sie die Eigenschaften von Ton und Gips in Bezug auf ihre Bearbeitbarkeit.

ModerationstippStellen Sie während der Paararbeit klare Zeitlimits für das Vergleichen der Materialien, um Diskussionen zu fokussieren.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einem Material (Ton, Gips, Papier). Bitten Sie die Schüler, auf die Karte zu schreiben: 1. Eine Eigenschaft des Materials, die es für die Bildhauerei besonders macht. 2. Eine Frage, die sie noch zum Material oder zur Textur haben.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Lernen an Stationen40 Min. · Einzelarbeit

Individuelle Skulptur

Jede Schülerin und jeder Schüler baut eine Skulptur mit gemischten Materialien und variierten Texturen. Sie experimentieren mit Oberflächen. Reflexion folgt per Skizze.

Erklären Sie, wie die Textur eines Materials die haptische Wahrnehmung einer Plastik beeinflusst.

ModerationstippBeobachten Sie bei der individuellen Skulptur, ob die Schülerinnen und Schüler die Materialeigenschaften bewusst umsetzen oder zufällig arbeiten.

Worauf zu achten istZeigen Sie Bilder von verschiedenen Skulpturen mit unterschiedlichen Oberflächen. Stellen Sie die Frage: 'Welches Material vermuten Sie hier und welche Textur hat die Oberfläche? Begründen Sie Ihre Antwort anhand der visuellen Merkmale.'

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Lernen an Stationen20 Min. · Ganze Klasse

Klassenrunde: Texturpräsentation

Gruppen zeigen ihre Skulpturen vor und erklären haptische Wirkungen. Die Klasse berührt und diskutiert. So entsteht gemeinsames Wissen.

Gestalten Sie eine Skulptur, die bewusst verschiedene Oberflächenstrukturen kombiniert.

ModerationstippFühren Sie die Klassenrunde mit konkreten Fragen ein, z.B. 'Welche Textur hat euch am meisten überrascht?'

Worauf zu achten istLassen Sie die Schüler ihre Skulpturen mit kombinierten Texturen nebeneinanderstellen. Bitten Sie sie, einen Partner zu finden und sich gegenseitig Feedback zu geben: 'Welche Textur gefällt dir am besten und warum? Wie hat die Kombination der Texturen die Wirkung der Skulptur verändert?'

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Lernen an Stationen30 Min. · Kleingruppen

Kleingruppen: Oberflächenexperiment

Gruppen bearbeiten Papier mit Techniken wie Falten und Reißen für Texturen. Sie kombinieren mit Ton. Ergebnisse werden fotografiert.

Vergleichen Sie die Eigenschaften von Ton und Gips in Bezug auf ihre Bearbeitbarkeit.

ModerationstippGeben Sie bei den Oberflächenexperimenten klare Anweisungen zur Materialkombination, um Chaos zu vermeiden.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einem Material (Ton, Gips, Papier). Bitten Sie die Schüler, auf die Karte zu schreiben: 1. Eine Eigenschaft des Materials, die es für die Bildhauerei besonders macht. 2. Eine Frage, die sie noch zum Material oder zur Textur haben.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Experimentieren Sie selbst vorab mit den Materialien, um die Grenzen und Möglichkeiten realistisch einzuschätzen. Vermeiden Sie zu viele Vorgaben, damit die Schülerinnen und Schüler eigene Lösungen entwickeln können. Nutzen Sie die Unterschiede zwischen den Materialien als Gesprächsanlass, z.B. warum Gips nicht knetbar ist, obwohl er weiß und pulvrig wirkt.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler Materialien gezielt nach ihren Eigenschaften auswählen und ihre Skulpturen mit bewussten Texturentscheidungen gestalten. Sie können ihre Wahl begründen und Feedback zu den Wirkungen geben.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Paararbeit Materialvergleich beobachten Sie, dass einige Schülerinnen und Schüler Ton als immer weich und formbar einstufen.

    Führen Sie die Schülerinnen und Schüler dazu, den Ton bewusst zu trocknen zu lassen oder mit Wasser zu benetzen, um die Veränderung der Formbarkeit zu testen.

  • Während der individuellen Skulptur entsteht der Eindruck, dass Textur nur das Aussehen beeinflusst.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, ihre Skulptur blind zu ertasten und zu beschreiben, bevor sie sie zeigen – so wird der haptische Aspekt bewusst.

  • Während der Oberflächenexperimente wird Gips mit Ton verwechselt und geknetet.

    Zeigen Sie an einem Beispiel, wie Gips in Wasser angerührt und in eine Form gegossen wird, um die Unterschiede zum Kneten zu verdeutlichen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden