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Kunst · Klasse 7 · Farbe und Emotion: Expressionistische Tendenzen · 1. Halbjahr

Material und Farbauftrag

Die Schülerinnen und Schüler experimentieren mit verschiedenen Malmaterialien (Aquarell, Acryl, Pastell) und deren spezifischen Auftragstechniken.

KMK BildungsstandardsBildnerische VerfahrenProduktion

Über dieses Thema

Das Thema 'Material und Farbauftrag' lädt Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 ein, mit Aquarell, Acryl und Pastellkreiden zu experimentieren. Sie vergleichen Eigenschaften wie Transparenz und Deckkraft von Aquarell- und Acrylfarben, erkunden, wie der Farbauftrag Textur und Haptik eines Bildes formt, und gestalten Werke mit kombinierten Techniken. Dies knüpft direkt an die Key Questions an und stärkt die Kompetenz 'Bildnerische Verfahren, Produktion' der KMK-Standards. Praktische Übungen zeigen, wie Aquarell durch Wasser fließende Schichten erzeugt, Acryl feste, opake Flächen bildet und Pastell weiche, pudrige Oberflächen schafft.

Im Rahmen der Unit 'Farbe und Emotion: Expressionistische Tendenzen' lernen Schüler, wie Materialien emotionale Ausdrucksstärke verstärken. Expressionistische Künstler nutzten ähnliche Techniken, um innere Zustände sichtbar zu machen. Durch Beobachtung eigener Proben verstehen Schüler den Zusammenhang zwischen Werkzeug, Material und Wirkung, was sensorisches und analytisches Denken fördert.

Aktives Lernen eignet sich hervorragend, weil Schüler durch eigenhändiges Ausprobieren Unterschiede hautnah erleben. Solche Experimente wandeln theoretisches Wissen in handfestes Können um, regen Kreativität an und machen den expressionistischen Stil greifbar.

Leitfragen

  1. Vergleichen Sie die Eigenschaften von Aquarell- und Acrylfarben in Bezug auf Transparenz und Deckkraft.
  2. Erklären Sie, wie der Farbauftrag die Textur und Haptik eines Bildes beeinflusst.
  3. Gestalten Sie ein Bild, das bewusst verschiedene Maltechniken kombiniert.

Lernziele

  • Vergleichen Sie die Transparenz und Deckkraft von Aquarell- und Acrylfarben anhand von Testflächen.
  • Erklären Sie, wie unterschiedliche Auftragstechniken (z.B. Lasieren, Spachteln, Verwischen) die Oberflächenstruktur eines Bildes verändern.
  • Entwerfen Sie eine Skizze, die die bewusste Kombination von mindestens zwei verschiedenen Malmaterialien und Auftragstechniken zur Darstellung eines Motivs vorsieht.
  • Bewerten Sie die Eignung von Aquarell, Acryl und Pastell für die Darstellung von Licht und Schatten in einem expressionistischen Kontext.

Bevor es losgeht

Grundlagen der Malerei: Farbenlehre und Mischverhältnisse

Warum: Schüler müssen die Grundlagen der Farbmischung und die Wirkung von Primär- und Sekundärfarben kennen, um die Eigenschaften verschiedener Malmaterialien zu verstehen.

Einführung in künstlerische Ausdrucksformen

Warum: Ein grundlegendes Verständnis dafür, wie Kunst Emotionen transportieren kann, hilft den Schülern, die Verbindung zwischen Materialwahl und Ausdrucksstärke zu erkennen.

Schlüsselvokabular

LasierenDas Auftragen von verdünnter Farbe in mehreren transparenten Schichten übereinander, wodurch sich die Farbtöne mischen und eine Leuchtkraft entsteht.
DeckkraftDie Fähigkeit einer Farbe, den Untergrund vollständig zu überdecken, sodass die darunterliegende Schicht nicht mehr sichtbar ist.
SpachteltechnikDas Auftragen von Farbe mit einem Spachtel oder Messer, wodurch eine reliefartige, strukturierte Oberfläche entsteht.
VerwischenDas Verreiben von Farbpigmenten, oft bei Pastellkreiden, um weiche Übergänge und eine pudrige Textur zu erzielen.
HaptikDie fühlbare Beschaffenheit einer Oberfläche, die durch die Art des Farbauftrags und das verwendete Material bestimmt wird.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungAquarellfarben sind immer transparent und Acrylfarben absolut deckend.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Beide Farben variieren je nach Verdünnung und Schichten. Paarvergleiche mit Wasserproben klären Nuancen, da Schüler Unterschiede direkt sehen und fühlen. Diskussionen in Gruppen festigen das Verständnis.

Häufige FehlvorstellungFarbauftrag beeinflusst nur das Aussehen, nicht die Haptik.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Der Auftrag formt taktile Eigenschaften wie Rauheit oder Glätte. Stationenrotationen lassen Schüler Oberflächen berühren und vergleichen, was Vorstellungen korrigiert und sensorisches Lernen vertieft.

Häufige FehlvorstellungPastell eignet sich nicht für expressionistische Effekte.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Pastell erzeugt weiche, emotionale Übergänge. Freie Experimente zeigen seine Stärke bei Haptik, Gruppenfeedback hilft, es mit anderen Materialien zu kombinieren.

Ideen für aktives Lernen

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Bezüge zur Lebenswelt

  • Restauratoren arbeiten mit verschiedenen Maltechniken und Materialien, um beschädigte Kunstwerke zu erhalten. Sie müssen die Eigenschaften von Ölfarben, Tempera oder Fresken genau kennen, um historische Techniken nachahmen und Schäden reparieren zu können.
  • Grafikdesigner nutzen die unterschiedlichen Effekte von digitalen Pinseln, die Aquarell-, Acryl- oder Pastelltexturen simulieren, um Illustrationen für Bücher, Websites oder Werbekampagnen zu erstellen. Die Wahl des 'Materials' beeinflusst die Stimmung und den Stil des Designs.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Legen Sie für jeden Schüler eine Karteikarte bereit. Bitten Sie die Schüler, auf der einen Seite die wichtigsten Unterschiede zwischen Aquarell- und Acrylfarben in Bezug auf Transparenz und Deckkraft aufzulisten. Auf der anderen Seite sollen sie eine Technik beschreiben, wie sie mit Pastellkreiden eine weiche Textur erzeugen können.

Kurze Überprüfung

Zeigen Sie den Schülern drei verschiedene Bildausschnitte, die durch unterschiedliche Farbauftragstechniken (z.B. lasierend, pastos, verwischt) gekennzeichnet sind. Stellen Sie die Frage: 'Welche Technik und welches Material vermuten Sie hier und wie beeinflusst dies die Wirkung des Bildes?' Lassen Sie die Schüler kurz ihre Vermutungen äußern und begründen.

Gegenseitige Bewertung

Die Schüler präsentieren ihre experimentellen Arbeiten, auf denen sie verschiedene Materialien und Techniken kombiniert haben. Bitten Sie die Schüler, sich gegenseitig Feedback zu geben: 'Welche Kombination von Material und Technik finde ich am wirkungsvollsten und warum? Wurde die Aufgabe, verschiedene Techniken zu kombinieren, gut umgesetzt?'

Häufig gestellte Fragen

Wie vergleiche ich Transparenz und Deckkraft von Aquarell und Acryl?
Malen Sie Schichten aufeinander: Aquarell bleibt transparent und lässt Untergründe schimmern, Acryl deckt vollständig ab. Testen Sie mit verschiedenem Wasseranteil. Solche Proben fördern präzise Beobachtung und Verständnis für expressionistische Schichtungen, die Tiefe erzeugen.
Wie beeinflusst der Farbauftrag die Textur eines Bildes?
Dünne Pinselstriche mit Aquarell erzeugen Glätte, dicke Acrylaufschläge Rauheit, Pastellreiben Pudrigkeit. Schüler experimentieren mit Werkzeugen wie Schwämmen oder Fingern. Dies verbindet Technik mit Emotion, wie bei Expressionisten, und macht Bilder haptisch wirkungsvoll.
Wie gestalte ich ein Bild mit kombinierten Maltechniken?
Wählen Sie ein emotionales Motiv, nutzen Sie Aquarell für fließende Hintergründe, Acryl für starke Formen und Pastell für Nuancen. Planen Sie den Aufbau in Skizzen. Reflexion nach dem Malen vertieft das Bewusstsein für Materialwirkungen im expressionistischen Stil.
Wie fördert aktives Lernen das Verständnis von Malmaterialien?
Durch Stationen und Paararbeiten probieren Schüler Techniken aus, spüren Unterschiede und entdecken Eigenheiten selbst. Das schafft bleibendes Wissen, da abstrakte Begriffe wie Transparenz konkret werden. Gruppenaustausch motiviert und verbindet Materialkunde mit kreativem Ausdruck, passend zu KMK-Standards.