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Kunst · Klasse 7 · Kunst und Umwelt: Land Art und Naturmaterialien · 2. Halbjahr

Gestalten mit Naturmaterialien

Die Schülerinnen und Schüler sammeln Naturmaterialien und gestalten daraus Skulpturen oder Installationen.

KMK BildungsstandardsPlastikProduktion

Über dieses Thema

Das Thema Gestalten mit Naturmaterialien führt Schülerinnen und Schüler in die Welt der Land Art ein. Sie sammeln Materialien wie Zweige, Steine, Blätter oder Kiefernnadeln auf Spaziergängen und gestalten daraus Skulpturen oder Installationen. Dabei erkunden sie die ästhetischen Qualitäten dieser Materialien, wie Textur, Farbe und Form, und nutzen sie künstlerisch, um ausdrucksstarke Werke zu schaffen. Dies knüpft direkt an die KMK-Standards für Plastik und Produktion an und fördert handwerkliches Können.

Im Kontext der Unit Kunst und Umwelt reflektieren die Schüler die Nachhaltigkeit und Vergänglichkeit solcher Kunstwerke. Sie diskutieren, wie Naturmaterialien im Vergleich zu industriellen Alternativen wirken und warum ihre Werke oft temporär sind. Diese Auseinandersetzung schärft das Bewusstsein für Umweltthemen und verbindet künstlerische Gestaltung mit ökologischer Verantwortung. Die Key Questions leiten zu tieferem Verständnis: Welche ästhetischen Qualitäten haben Naturmaterialien? Wie kann man ihre Beschaffenheit künstlerisch einsetzen?

Aktives Lernen eignet sich hervorragend, da das Sammeln und Experimentieren direkt erlebbar ist. Schülerinnen und Schüler bauen Modelle vor Ort, testen Stabilität und verändern Formen iterativ. Solche praktischen Ansätze machen abstrakte Konzepte wie Vergänglichkeit greifbar und motivieren durch Eigeninitiative.

Leitfragen

  1. Welche ästhetischen Qualitäten besitzen Naturmaterialien?
  2. Wie kann man die Form und Beschaffenheit von Naturmaterialien künstlerisch nutzen?
  3. Reflektieren Sie die Nachhaltigkeit und Vergänglichkeit von Kunst aus Naturmaterialien.

Lernziele

  • Klassifizieren gesammelte Naturmaterialien nach ihren haptischen und visuellen Eigenschaften (z.B. Rauheit, Farbe, Form).
  • Entwerfen eine Skulptur oder Installation unter Verwendung von mindestens drei verschiedenen Naturmaterialien, die deren spezifische Eigenschaften hervorheben.
  • Analysieren die strukturelle Stabilität ihrer Naturmaterial-Skulptur und begründen die Wahl der Verbindungstechniken.
  • Bewerten die Vergänglichkeit ihres Kunstwerks im Kontext der Land Art und formulieren mögliche Veränderungen über die Zeit.

Bevor es losgeht

Grundlagen der Form und Farbe in der Kunst

Warum: Schüler müssen grundlegende Kenntnisse über Formen und Farben haben, um diese bewusst in ihren Naturmaterial-Skulpturen einsetzen zu können.

Einführung in verschiedene Kunstmaterialien

Warum: Ein grundlegendes Verständnis dafür, dass Kunst mit unterschiedlichen Materialien geschaffen werden kann, erleichtert die Auseinandersetzung mit Naturmaterialien.

Schlüsselvokabular

Land ArtEine Kunstform, bei der die Natur selbst als Material und Ort für künstlerische Eingriffe dient. Oft sind die Werke temporär und verändern sich mit der Zeit.
HaptikDie Beschaffenheit eines Materials, die durch Tasten wahrgenommen wird, wie z.B. Rauheit, Glätte, Kühle oder Wärme.
InstallationEin räumliches Kunstwerk, das oft aus verschiedenen Materialien und Objekten besteht und in einem bestimmten Kontext präsentiert wird.
VergänglichkeitDie Eigenschaft, nicht dauerhaft zu bestehen, sondern sich zu verändern, zu verrotten oder zu verschwinden. In der Kunst bezieht sich dies oft auf die temporäre Natur eines Werkes.
StrukturDer innere Aufbau oder die Anordnung von Teilen eines Objekts, die dessen Stabilität und Form beeinflusst.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungNaturmaterialien eignen sich nicht für dauerhafte Kunst.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Viele Schülerinnen und Schüler glauben, Kunst müsse ewig halten. Aktive Experimente zeigen jedoch die Stärke der Vergänglichkeit: Werke verändern sich durch Regen oder Wind, was zu Diskussionen über Nachhaltigkeit führt. Praktisches Bauen hilft, diese Idee zu internalisieren.

Häufige FehlvorstellungÄsthetik entsteht nur durch Farbe und Glanz.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Schüler überschätzen oft glänzende Materialien. Durch Sammeln und Gestalten entdecken sie, dass raue Texturen und natürliche Formen eigene Schönheit haben. Gruppenreflexionen klären dies und fördern vielfältige Wertschätzungen.

Häufige FehlvorstellungSkulpturen brauchen Kleber oder Werkzeuge.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Viele denken, Naturmaterialien müssten fixiert werden. Freies Balancieren und Stapeln lehrt natürliche Stabilität. Iterative Anpassungen in der Gruppe zeigen, wie Kreativität ohne Hilfsmittel entsteht.

Ideen für aktives Lernen

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Bezüge zur Lebenswelt

  • Landschaftsarchitekten und Gartengestalter nutzen Naturmaterialien wie Steine, Holz und Pflanzen, um ästhetisch ansprechende und funktionale Außenräume zu schaffen, beispielsweise in öffentlichen Parks oder privaten Gärten.
  • Umweltkünstler wie Andy Goldsworthy schaffen vergängliche Kunstwerke direkt in der Natur, indem sie Blätter, Steine und Äste so arrangieren, dass sie mit der Umgebung interagieren und sich im Laufe der Zeit verändern.
  • Museen und Galerien präsentieren manchmal Installationen aus Naturmaterialien, die Besucher dazu anregen, über Materialität, Nachhaltigkeit und die Beziehung zwischen Kunst und Natur nachzudenken.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Die Schüler erhalten eine Karte mit der Frage: 'Nenne zwei Naturmaterialien, die du verwendet hast, und beschreibe jeweils eine ästhetische Qualität, die du künstlerisch genutzt hast.' Sie schreiben ihre Antwort auf die Karte.

Diskussionsfrage

Lehrer: 'Betrachtet eure fertigen Skulpturen. Wie spiegelt die Wahl der Materialien und ihre Anordnung die Idee der Vergänglichkeit wider? Nennt ein Beispiel aus eurer Arbeit.'

Kurze Überprüfung

Lehrer geht durch die Arbeitsplätze und stellt gezielte Fragen zur Stabilität der Konstruktion: 'Wie hast du sichergestellt, dass dieser Teil der Skulptur nicht umfällt? Welche Materialien sind besonders stabil und warum?'

Häufig gestellte Fragen

Wie fördert Gestalten mit Naturmaterialien Nachhaltigkeit?
Schülerinnen und Schüler lernen, vorhandene Ressourcen kreativ zu nutzen, ohne neuen Abfall zu erzeugen. Die Vergänglichkeit der Werke unterstreicht Kreisläufe in der Natur. Durch Reflexion verbinden sie Kunst mit Umweltschutz und entwickeln ein Bewusstsein für ressourcenschonende Praktiken in der Gestaltung.
Welche ästhetischen Qualitäten haben Naturmaterialien?
Naturmaterialien bieten vielfältige Texturen, organische Formen und wechselnde Farben je nach Licht und Feuchtigkeit. Schüler experimentieren damit, um Kontraste zu schaffen, wie glatte Steine neben rauen Zweigen. Dies trainiert das Auge für natürliche Schönheit und erweitert künstlerische Ausdrucksweisen.
Wie hilft aktives Lernen beim Gestalten mit Naturmaterialien?
Aktives Lernen macht das Thema durch Sammeln vor Ort und direktes Bauen erfahrbar. Schülerinnen und Schüler testen Materialeigenschaften selbst, passen Skulpturen an und beobachten Veränderungen. Diese haptischen Erfahrungen vertiefen das Verständnis für Ästhetik und Nachhaltigkeit stärker als bloße Beobachtung, fördern Kreativität und Teamarbeit.
Wie reflektiert man die Vergänglichkeit von Land Art?
Nach dem Bau dokumentieren Schüler Werke mit Fotos und notieren Vorhersagen zu Veränderungen. Nach Tagen oder Wochen vergleichen sie die Zustände in der Klasse. Diese Methode macht Vergänglichkeit sichtbar und regt Diskussionen über die Schönheit des Werdens und Vergehens an.