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Kunst · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Pantomime: Geschichten ohne Worte

Aktive Pantomime-Arbeit trainiert nicht nur die Feinmotorik und Körperwahrnehmung, sondern auch die Fähigkeit, abstrakte Konzepte wie Emotionen und Handlungen präzise zu kommunizieren. Durch das direkte Ausprobieren erkennen Schülerinnen und Schüler sofort, wie wichtig klare Isolation von Bewegungen und präzise Intention für das Verständnis sind.

KMK BildungsstandardsKMK Bildungsstandards Kunst: Kompetenzbereich Gestalten, Szenische und performative Verfahren erprobenLehrplanPLUS Bayern Kunst Gymnasium 5: Lernbereich 2, Den eigenen Körper als bildnerisches Ausdrucksmittel einsetzenKernlehrplan NRW Kunst Sek I: Inhaltsfeld Bildgestaltung, Körper, Mimik und Gestik zur szenischen Interpretation von Bildern nutzen
15–30 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Rollenspiel20 Min. · Ganze Klasse

Pantomime: Alltagsobjekte

Schüler stellen unsichtbare Objekte wie einen Ball oder Regenschirm dar. Die Klasse rät, was dargestellt wird. Danach diskutieren sie Techniken.

Analysieren Sie, wie Pantomime komplexe Geschichten ohne verbale Sprache vermitteln kann.

ModerationstippLegen Sie während 'Pantomime: Alltagsobjekte' unsichtbare Objekte mit markanten Eigenschaften vor (z.B. eine schwere Kiste oder ein glatter Ball), um die Illusion zu verstärken.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einer einfachen Handlung (z.B. 'einen Ball werfen', 'eine Tür öffnen'). Sie schreiben auf die Rückseite: 1. Zwei Schlüsselgesten, die sie dafür verwenden würden. 2. Eine Emotion, die sie mit dieser Handlung verbinden könnten.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Rollenspiel15 Min. · Partnerarbeit

Pantomime: Emotionen zeigen

In Paaren mimen Schüler Gefühle wie Freude oder Wut. Partner beschreiben die Wirkung. Abschluss: Gruppenpräsentation.

Erklären Sie, welche Techniken Pantomimen nutzen, um unsichtbare Objekte darzustellen.

ModerationstippFordern Sie die Klasse bei 'Pantomime: Emotionen zeigen' auf, je eine neutrale und eine übertriebene Mimik derselben Emotion zu demonstrieren, um Nuancen zu verdeutlichen.

Worauf zu achten istZeigen Sie einen kurzen Ausschnitt einer Pantomime (z.B. von Charlie Chaplin oder einem modernen Mimen). Fragen Sie die Klasse: 'Welche Geschichte erzählt der Künstler hier? Welche drei Gesten oder Mimiken sind für das Verständnis am wichtigsten und warum?'

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Rollenspiel30 Min. · Kleingruppen

Pantomime: Kurze Geschichte

Gruppen erfinden und proben eine 1-minütige Geschichte ohne Worte. Präsentation vor der Klasse mit Zuschauerfeedback.

Gestalten Sie eine kurze Pantomime, die eine alltägliche Situation darstellt.

ModerationstippBegrenzen Sie die Zeit bei 'Pantomime: Kurze Geschichte' auf drei Minuten, um klare Handlungsabfolgen zu erzwingen und Überforderung zu vermeiden.

Worauf zu achten istBitten Sie die Schüler, in Kleingruppen eine alltägliche Situation (z.B. 'im Regen stehen', 'etwas Schweres tragen') pantomimisch darzustellen. Beobachten Sie die Gruppen und geben Sie direktes Feedback, welche Darstellungen am klarsten waren und warum.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Rollenspiel25 Min. · Einzelarbeit

Pantomime: Beobachtungsspiel

Ein Schüler pantomimiert, andere skizzieren die Szene. Vergleich der Zeichnungen mit der Originaldarstellung.

Analysieren Sie, wie Pantomime komplexe Geschichten ohne verbale Sprache vermitteln kann.

ModerationstippFühren Sie beim 'Pantomime: Beobachtungsspiel' eine Runde ein, in der nur die Hände sichtbar sind, um die Bedeutung von Präzision in einzelnen Körperteilen zu betonen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einer einfachen Handlung (z.B. 'einen Ball werfen', 'eine Tür öffnen'). Sie schreiben auf die Rückseite: 1. Zwei Schlüsselgesten, die sie dafür verwenden würden. 2. Eine Emotion, die sie mit dieser Handlung verbinden könnten.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Pantomime lebt von sofortigem Feedback und Wiederholung. Vermeiden Sie lange Erklärungen vor der Praxis, sondern lassen Sie die Schülerinnen und Schüler zunächst intuitiv experimentieren. Beobachten Sie, wo Unsicherheiten entstehen, und greifen Sie diese gezielt auf. Nutzen Sie Videoaufnahmen kurzer Szenen, um gemeinsam Techniken zu analysieren und zu verfeinern.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler komplexe Handlungen oder Emotionen in klaren, isolierten Gesten darstellen können und dabei bewusst Körpersprache und Mimik einsetzen. Sie reflektieren ihre Darstellungen und geben konstruktives Feedback zu anderen Performances.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während 'Pantomime: Alltagsobjekte' beobachten Sie, ob Schülerinnen und Schüler die Darstellung auf isolierte Bewegungen beschränken oder versuchen, ganze Geschichten zu erzählen. Korrigieren Sie mit dem Hinweis: 'Zeigen Sie zuerst die grundlegende Geste – die Größe und das Gewicht des Objekts bestimmen den Rest.'

    Während 'Pantomime: Emotionen zeigen' achten Sie auf übertriebene oder verwaschene Mimik. Fordern Sie die Schüler auf, eine Emotion zunächst bewusst zu übertreiben und dann schrittweise zu nuancieren, bis sie natürlich wirkt.

  • Während 'Pantomime: Kurze Geschichte' beobachten Sie, ob die Darstellung durch unklare Übergänge stockt. Korrigieren Sie mit dem Hinweis: 'Eine klare Anfangs- und Schlussgeste gibt der Szene Struktur – wie ein unsichtbares Drehbuch.'


In dieser Übersicht verwendete Methoden