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Kunst · Klasse 4

Ideen für aktives Lernen

Skulpturen aus Alltagsmaterialien

Aktive Lernformen helfen den Kindern, die Grundidee von Ready-mades zu verstehen, weil sie selbst erleben, wie Alltagsgegenstände durch Auswahl, Anordnung und Kontext zu Kunst werden. Die praktische Auseinandersetzung mit Materialien und Ideen macht den abstrakten Gedanken der Konzeptkunst greifbar und nachvollziehbar.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - Dreidimensionales GestaltenKMK: Grundschule - Werkzeuge und Materialien
25–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Planspiel45 Min. · Kleingruppen

Planspiel: Das Museum der seltsamen Dinge

Jedes Kind bringt einen wertlosen Alltagsgegenstand mit. In Kleingruppen erfinden sie eine neue, fantastische Funktion und einen hochtrabenden Titel für das Objekt und präsentieren es wie ein wertvolles Exponat.

Erkläre, wie die Wahl des Materials die Form und Stabilität einer Skulptur beeinflusst.

ModerationstippWährend der Simulation 'Das Museum der seltsamen Dinge' achten Sie darauf, dass die Kinder ihre Skulpturen nicht nur beschreiben, sondern auch erklären, warum sie bestimmte Materialien gewählt haben.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schüler auf einer Karte ein Foto ihrer fertigen Skulptur kleben. Bitten Sie sie dann, zwei Sätze zu schreiben: 1. Welches Material hat die Form meiner Skulptur am meisten beeinflusst? 2. Wie habe ich die Teile meiner Skulptur verbunden, damit sie stabil ist?

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Kontext-Wechsel

Paare wählen einen Gegenstand (z. B. eine Brille). Sie überlegen: Wo erwartet man ihn? Wo wäre er völlig deplatziert? Sie skizzieren eine Szene, in der der Gegenstand durch den falschen Ort eine neue Bedeutung bekommt.

Zeige, wie du verschiedene Materialien miteinander verbinden und stabilisieren kannst.

ModerationstippBeim Think-Pair-Share zum Kontext-Wechsel ermutigen Sie die Kinder, konkrete Beispiele aus ihrer Alltagswelt zu nennen, die sie mit Kunst in Verbindung bringen.

Worauf zu achten istDie Schüler präsentieren ihre Skulpturen in kleinen Gruppen. Jeder Schüler erklärt kurz, welche Eigenschaft seine Skulptur zeigen soll. Die anderen Gruppenmitglieder geben ein mündliches Feedback: 'Ich sehe, dass deine Skulptur leicht aussieht, weil...' oder 'Die Verbindung zwischen diesem Teil und jenem Teil wirkt sehr stabil, weil...'

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Museumsgang30 Min. · Ganze Klasse

Museumsgang: Die Titel-Werkstatt

Die Kinder stellen ihre Ready-mades ohne Namen auf. Die Mitschüler gehen herum und kleben Post-its mit Titelvorschlägen daneben. Am Ende diskutiert die Klasse, wie ein Titel die Wahrnehmung des Objekts verändert.

Gestalte eine Skulptur, die eine bestimmte Eigenschaft (z.B. Leichtigkeit, Schwere, Bewegung) zeigt.

ModerationstippBeim Gallery Walk in der 'Titel-Werkstatt' fordern Sie die Kinder auf, nicht nur den Titel zu lesen, sondern auch zu erklären, wie der Titel die Wahrnehmung ihrer Skulptur verändert.

Worauf zu achten istStellen Sie während des Arbeitsprozesses gezielte Fragen: 'Warum hast du dich für dieses Material entschieden, um diesen Teil zu bauen?' oder 'Wie stellst du sicher, dass deine Skulptur nicht umfällt?' Beobachten Sie die Antworten und die Handlungen der Schüler, um das Verständnis zu prüfen.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit einer klaren Einführung in den Dadaismus und die Pop Art, um den historischen Kontext zu schaffen. Sie vermeiden es, die Bedeutung der Konzepte vorwegzunehmen, sondern lassen die Kinder durch praktische Erfahrungen selbst entdecken, wie Alltagsgegenstände zu Kunst werden können. Wichtig ist, eine offene, wertschätzende Atmosphäre zu schaffen, in der auch ungewöhnliche Ideen Raum haben.

Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass Kunst nicht nur aus handwerklicher Fertigkeit entsteht, sondern auch aus der bewussten Entscheidung und dem neuen Kontext. Sie können Alltagsgegenstände gezielt auswählen und in humorvolle oder überraschende Zusammenhänge bringen, um ihre ästhetischen Qualitäten zu betonen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Simulation 'Das Museum der seltsamen Dinge' hören Sie den Satz: 'Das ist keine Kunst, das ist nur Müll.'

    Fordern Sie die Kinder auf, die Skulptur genau zu betrachten und zu beschreiben, welche Eigenschaften des Materials sie als ästhetisch empfinden. Fragen Sie nach, warum der Gegenstand ausgewählt wurde und wie er durch den neuen Kontext eine Bedeutung erhält.

  • Während der Think-Pair-Share-Phase zum Kontext-Wechsel hören Sie den Satz: 'Man darf an einem Ready-made nichts verändern.'

    Zeigen Sie Beispiele von Objektmontagen und fordern Sie die Kinder auf, zwei unpassende Gegenstände zu kombinieren. Diskutieren Sie gemeinsam, wie diese Veränderung eine neue, humorvolle oder überraschende Qualität schafft.


In dieser Übersicht verwendete Methoden