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Zwingli und Calvin: Weitere ReformatorenAktivitäten & Unterrichtsstrategien

Aktive Methoden helfen Schülerinnen und Schülern, die komplexen Konflikte und Ideen der Reformatoren lebendig zu begreifen. Durch Rollenspiele und Quellenarbeit erleben sie die Spannungen zwischen Tradition und Innovation, Autorität und Freiheit direkt.

Klasse 7Vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit: Umbrüche und Begegnungen4 Aktivitäten35 Min.50 Min.

Lernziele

  1. 1Vergleichen Sie die zentralen Unterschiede in der Abendmahlslehre von Zwingli, Calvin und Luther.
  2. 2Analysieren Sie die Struktur und die Prinzipien der Genfer Kirchenordnung unter Calvin.
  3. 3Erklären Sie die Bedeutung der Prädestinationslehre Calvins für die individuelle Lebensführung und die Gemeinschaft.
  4. 4Bewerten Sie die politischen und sozialen Auswirkungen der Reformation in Zürich und Genf.

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45 Min.·Partnerarbeit

Vergleichstabelle: Reformatoren im Überblick

Schüler arbeiten in Paaren und erstellen eine Tabelle mit Spalten für Luther, Zwingli und Calvin. Sie notieren Positionen zu Abendmahl, Prädestination und Kirchenzucht basierend auf bereitgestellten Quellen. Abschließend präsentieren Paare ihre Tabellen der Klasse.

Vorbereitung & Details

Vergleichen Sie die theologischen Ansätze von Zwingli und Calvin mit denen Luthers.

Moderationstipp: Lassen Sie die Vergleichstabelle vorab als Hausaufgabe vorbereiten, damit die Diskussion im Unterricht nicht durch Recherchezeit unterbrochen wird.

Setup: Flexible Sitzordnung für Gruppenwechsel

Materials: Informationstexte für die Expertengruppen, Notizvorlagen, Strukturdiagramm für die Zusammenfassung

VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
50 Min.·Kleingruppen

Rollenspiel: Disputation in Zürich

Gruppen übernehmen Rollen als Zwingli, Katholiken und Lutheraner. Sie führen eine fiktive Disputation über Bilder und Abendmahl. Jede Gruppe bereitet Argumente vor und moderiert die Debatte. Abschluss: Reflexion der historischen Folgen.

Vorbereitung & Details

Analysieren Sie die politischen und sozialen Auswirkungen der Reformation in der Schweiz und in Genf.

Moderationstipp: Beim Rollenspiel in Zürich teilen Sie die Klasse in drei Gruppen auf: Zwingli-Anhänger, Katholiken und Lutheraner. Weisen Sie jeder Gruppe konkrete Argumentationshilfen aus den Lehrtexten zu.

Setup: Spielfläche oder entsprechend angeordnete Tische für das Szenario

Materials: Rollenkarten mit Hintergrundinfos und Zielen, Szenario-Briefing

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
40 Min.·Kleingruppen

Quellenkartei: Calvin in Genf

Individuell sortieren Schüler Quellenkarten zu Calving Lehren und Auswirkungen. Dann diskutieren kleine Gruppen, wie die Ethik den Alltag prägte. Gemeinsam erstellen sie eine Mindmap zu politischen und sozialen Effekten.

Vorbereitung & Details

Beurteilen Sie die Bedeutung der calvinistischen Ethik für die Entwicklung des Kapitalismus.

Moderationstipp: Bereiten Sie für die Quellenkartei von Calvin konkrete Textausschnitte aus der 'Institutio' vor, die sich auf die Prädestination und Kirchenzucht beziehen.

Setup: Flexible Sitzordnung für Gruppenwechsel

Materials: Informationstexte für die Expertengruppen, Notizvorlagen, Strukturdiagramm für die Zusammenfassung

VerstehenAnalysierenBewertenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
35 Min.·Ganze Klasse

Zeitstrahl-Challenge: Wirkungsgeschichte

Die ganze Klasse baut einen gemeinsamen Zeitstrahl auf, der Reformideen mit Ereignissen in Schweiz und Genf verknüpft. Jeder Schüler trägt ein Ereignis bei und begründet seine Bedeutung.

Vorbereitung & Details

Vergleichen Sie die theologischen Ansätze von Zwingli und Calvin mit denen Luthers.

Moderationstipp: Der Zeitstrahl sollte nicht nur Daten, sondern auch kurze Zitate der Reformatoren enthalten, um die Einordnung der Ereignisse zu erleichtern.

Setup: Lange Wand oder Bodenfläche für den Zeitstrahl

Materials: Ereigniskarten mit Daten und Beschreibungen, Basis für den Zeitstrahl (Klebeband oder Papierrolle), Verbindungspfeile oder Schnüre, Impulskarten für die Debatte

ErinnernVerstehenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit

Dieses Thema unterrichten

Erfahrene Lehrkräfte setzen bei diesem Thema auf kontrastierende Gegenüberstellungen und persönliche Involvierung. Wichtig ist, die Schülerinnen und Schüler dazu anzuregen, nicht nur Fakten zu lernen, sondern die Motivation und Wirkung der Reformatoren nachzuvollziehen. Vermeiden Sie dabei eine rein moralische Bewertung – stattdessen sollten die historischen Kontexte und gesellschaftlichen Folgen im Mittelpunkt stehen.

Was Sie erwartet

Am Ende der Einheit sollten die Lernenden die theologischen und politischen Unterschiede zwischen Zwingli, Calvin und Luther klar benennen können. Sie erkennen, wie ihre Lehren Gemeindeordnungen und Gesellschaften prägten.

Diese Aktivitäten sind ein Ausgangspunkt. Die vollständige Mission ist das Erlebnis.

  • Vollständiges Moderationsskript mit Lehrkraft-Dialogen
  • Druckfertige Schülermaterialien, bereit für den Unterricht
  • Differenzierungsstrategien für jeden Lerntyp
Mission erstellen

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungWährend des Rollenspiels 'Disputation in Zürich' achten Sie darauf, dass einige Schüler die Reformatoren nur als strenge Autoritäten wahrnehmen.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Nutzen Sie die Debatte, um gezielt nach den positiven Wirkungen der Reformen zu fragen, etwa nach den neu gegründeten Schulen oder der Armenfürsorge, die Zwingli in Zürich einführte.

Häufige FehlvorstellungWährend der Quellenarbeit zur 'Institutio Christianae Religionis' könnte der Eindruck entstehen, Calvin vertrete eine willkürliche Prädestination ohne menschliche Verantwortung.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Fordern Sie die Schüler auf, Calvins Aussagen zur Frömmigkeit und Disziplin mit den Quellen zu vergleichen und in einer kurzen Reflexion zu erklären, wie diese als Zeichen der Erwählung gelten sollten.

Häufige FehlvorstellungWährend der Tabelle 'Reformatoren im Überblick' könnte der Eindruck entstehen, die Unterschiede zwischen Zwingli, Calvin und Luther seien unwesentlich.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Lassen Sie die Schüler im Anschluss an die Tabelle in Partnerarbeit konkrete Beispiele nennen, in denen sich die Reformatoren widersprachen, etwa zur Abendmahlslehre oder zur Kirchenorganisation.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Nach der 'Quellenkartei: Calvin in Genf' erhalten die Schüler einen Zettel mit einem Zwingli- oder Calvin-Zitat. Sie ordnen es ein, erklären den Unterschied zu Luther und nennen eine mögliche politische Folge. Sammeln Sie die Karten, um die Antworten zu analysieren.

Diskussionsfrage

Nach dem Rollenspiel 'Disputation in Zürich' fragen Sie die Klasse: 'Stellen Sie sich vor, Sie leben im Genf Calvins. Welche Regel würde Ihnen am schwersten fallen und warum? Welche Vorteile könnte die strenge Kirchenzucht für die Gemeinschaft haben?' Dokumentieren Sie die Antworten, um die Argumentationsfähigkeit zu bewerten.

Kurze Überprüfung

Während der 'Vergleichstabelle: Reformatoren im Überblick' lassen Sie die Schüler die Tabelle in Einzelarbeit ausfüllen. Anschließend tauschen sie ihre Ergebnisse mit einem Partner aus und besprechen Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Die Lehrkraft sammelt die Tabellen ein, um die Vollständigkeit und Richtigkeit zu überprüfen.

Erweiterungen & Unterstützung

  • Fordern Sie frühfertige Schüler auf, eine fiktive Predigt Calvins über die Prädestination zu verfassen und sie vor der Klasse mit einer Begründung für ihre Argumentation zu halten.
  • Für Lernende mit Schwierigkeiten bereiten Sie eine vorstrukturierte Tabelle mit Lücken vor, die sie mit Begriffen aus dem Unterricht füllen.
  • Vertiefen Sie die Einheit, indem die Klasse eine Exkursion zu einer Kirche mit reformierter Geschichte plant und dort die Auswirkungen der Reformatoren recherchiert.

Schlüsselvokabular

AbendmahlslehreDie theologische Lehre über die Bedeutung und die Wirkungsweise des Sakraments des Abendmahls, insbesondere die Frage nach der Gegenwart Christi.
PrädestinationDie Lehre von der Vorherbestimmung, nach der Gott bereits vor der Erschaffung der Welt entschieden hat, wer gerettet wird und wer verloren geht.
KirchenzuchtDie Regeln und Maßnahmen, die eine Kirchengemeinde zur Aufrechterhaltung von Ordnung, Moral und Glaubenseinheit ergreift.
BilderverbotDas Verbot, religiöse Bilder in Kirchen oder im öffentlichen Gottesdienst zu verwenden, da sie als Götzendienst angesehen werden könnten.

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