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Geschichte · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Verlauf und Folgen der Kreuzzüge

Aktives Lernen hilft Schülerinnen und Schülern, die komplexen Zusammenhänge der Kreuzzüge zu verstehen, indem sie historische Ereignisse nicht nur hören, sondern selbst erleben und reflektieren. Durch konkrete Handlungen wie Rollenspiele oder Zeitstrahlen werden abstrakte Inhalte greifbar und nachhaltig verankert.

KMK BildungsstandardsKMK Bildungsstandards Mittlerer Schulabschluss: Europa im Mittelalter, Die christlich-abendländische Einheit und ihre AuflösungLehrplanPLUS Bayern G 7.2: Begegnung von Christen, Juden und Muslimen, Die KreuzzügeKernlehrplan NRW G9 Sek I: Inhaltsfeld 3, Leben und Herrschen im mittelalterlichen Europa (Begegnung mit dem Islam)
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Zeitstrahl-Challenge45 Min. · Kleingruppen

Gruppenzeitstrahl: Verlauf der Kreuzzüge

Teilen Sie die Klasse in Gruppen auf, jede übernimmt einen Kreuzzug. Schüler recherchieren Etappen, Akteure und Daten anhand von Quellen, zeichnen eine gemeinsame Zeitstrahlwand und präsentieren. Schließen Sie mit einer Klassendiskussion ab.

Beschreiben Sie die wichtigsten Etappen und Akteure eines ausgewählten Kreuzzuges.

ModerationstippLassen Sie die Gruppen beim Gruppenzeitstrahl ihre Stationen selbstständig vorbereiten, aber kontrollieren Sie die Fakten vor der Präsentation.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit dem Namen eines Kreuzzuges (z.B. Erster Kreuzzug). Sie sollen auf der Rückseite zwei wichtige Akteure und eine zentrale Folge dieses Kreuzzuges notieren.

ErinnernVerstehenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Rollenspiel30 Min. · Partnerarbeit

Rollenspiel: Verhandlungen im Heiligen Land

Paare verkörpern Figuren wie Richard Löwenherz und Saladin, bereiten Argumente vor und führen Verhandlungen über Waffenstillstand. Die Klasse bewertet die Debatten auf Plausibilität und historische Genauigkeit.

Analysieren Sie die militärischen und politischen Herausforderungen der Kreuzfahrer im Heiligen Land.

ModerationstippBeim Rollenspiel sollten Sie klare Rollenkarten mit konkreten Vorgaben aushändigen, um die Schüler auf die Verhandlungen vorzubereiten.

Worauf zu achten istLehrerfrage: 'Stellt euch vor, ihr seid ein Händler in Venedig im 12. Jahrhundert. Welche Chancen und Risiken seht ihr durch die Kreuzzüge für euer Geschäft?' Die Schülerinnen und Schüler diskutieren in Kleingruppen und präsentieren ihre Ergebnisse.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Zeitstrahl-Challenge50 Min. · Kleingruppen

Stationenrunde: Militärische Herausforderungen

Richten Sie Stationen ein: Logistik (Karten zeichnen), Krankheiten (Tagebuch schreiben), Belagerungen (Modelle bauen). Gruppen rotieren, notieren Beobachtungen und diskutieren Lösungsansätze.

Bewerten Sie die kurz- und langfristigen Folgen der Kreuzzüge für die beteiligten Regionen.

ModerationstippIn der Stationenrunde müssen Sie die Materialien so aufbereiten, dass die Schüler die Herausforderungen selbstständig erschließen können, ohne zu sehr geführt zu werden.

Worauf zu achten istDie Lehrkraft zeigt Bilder von zwei verschiedenen Burgen (eine europäische Ritterburg, eine arabische Festung). Die Schülerinnen und Schüler identifizieren Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Bauweise und diskutieren, welche militärischen Zwecke sie erfüllten.

ErinnernVerstehenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Zeitstrahl-Challenge35 Min. · Partnerarbeit

Folgenkarten: Kurz- und Langfristig

Jeder Schüler erstellt Karten mit Pro- und Contra-Folgen für Europa und Naher Osten, sortiert sie thematisch und bewertet in Partnerarbeit die Gewichtung.

Beschreiben Sie die wichtigsten Etappen und Akteure eines ausgewählten Kreuzzuges.

ModerationstippBei den Folgenkarten achten Sie darauf, dass die Schüler nicht nur Listen erstellen, sondern die Folgen in eigenen Worten erklären.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit dem Namen eines Kreuzzuges (z.B. Erster Kreuzzug). Sie sollen auf der Rückseite zwei wichtige Akteure und eine zentrale Folge dieses Kreuzzuges notieren.

ErinnernVerstehenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen auf eine Mischung aus narrativen Elementen und handlungsorientierten Methoden, um die Kreuzzüge als multiperspektivisches Geschehen erfahrbar zu machen. Wichtig ist, religiöse, wirtschaftliche und politische Motive gleichwertig zu behandeln, um Vorurteile abzubauen. Vermeiden Sie eine einseitige Darstellung der Kreuzfahrer als Helden oder Täter. Nutzen Sie Quellenmaterial, das verschiedene Perspektiven sichtbar macht, und fördern Sie die Reflexion über die langfristigen Auswirkungen auf Kultur und Gesellschaft.

Am Ende der Einheit können die Schülerinnen und Schüler die Etappen ausgewählter Kreuzzüge benennen, zentrale Akteure und ihre Motive beschreiben sowie die militärischen und kulturellen Folgen differenziert bewerten. Sie erkennen die Vielfalt der Ziele und die Ambivalenz der Ergebnisse.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Rollenspiels 'Verhandlungen im Heiligen Land' achten Sie darauf, dass einige Schüler religiösen Fanatismus als alleiniges Motiv darstellen.

    Nutzen Sie die Rollenkarten, um gezielt wirtschaftliche und politische Ziele einzubauen. Fordern Sie die Schüler auf, ihre Motive zu begründen und mit anderen Perspektiven zu vergleichen.

  • Während der Stationenrunde 'Militärische Herausforderungen' könnte der Eindruck entstehen, dass die Kreuzfahrer in den meisten Schlachten siegten.

    Verweisen Sie auf die Kartenmaterialien mit Misserfolgen und betonen Sie die Überlegenheit der sarazenischen Truppen. Lassen Sie die Schüler die Ergebnisse in Kleingruppen diskutieren und hinterfragen.

  • Bei der Station 'Folgenkarten' könnte die Annahme entstehen, dass die Kreuzzüge ausschließlich negative kulturelle Folgen hatten.

    Fordern Sie die Schüler auf, Quellen zu Medizin und Wissenschaft zu analysieren und die Wissensvermittlung nach Europa zu dokumentieren. Lassen Sie sie in der Gruppe über positive und negative Effekte diskutieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden