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Geographie · Klasse 9

Ideen für aktives Lernen

Fossile Energieträger und Energiewende

Aktive Lernformen machen die komplexen Zusammenhänge zwischen fossilen Energieträgern und der Energiewende für Schüler greifbar. Durch handlungsorientierte Methoden wie Rollenspiele oder Kartenarbeit begreifen Lernende geographische, ökonomische und politische Dimensionen, die im Frontalunterricht oft abstrakt bleiben.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - SystemcheckKMK: Sekundarstufe I - Bewertung
40–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen50 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Energieträger analysieren

Richten Sie Stationen ein: Kohleabbau (Videos und Karten), Ölkonflikte (Zeitungsartikel), Windenergie (Windkarten Deutschlands), Solarenergie (Einstrahlungskarten). Gruppen rotieren alle 10 Minuten, notieren Vor- und Nachteile und präsentieren am Ende.

Warum fällt der Abschied von fossilen Brennstoffen trotz Klimawandel so schwer?

ModerationstippBeim Stationenlernen die Materialien so vorbereiten, dass jede Station eine klare Frage oder einen klaren Auftrag enthält, der direkt zur Analyse führt.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in Kleingruppen auf. Jede Gruppe erhält eine der Kernfragen. Geben Sie jeder Gruppe 15 Minuten Zeit, um Argumente zu sammeln und eine gemeinsame Antwort zu formulieren. Diskutieren Sie anschließend die Antworten im Plenum und vergleichen Sie die unterschiedlichen Perspektiven.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Rollenspiel60 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Energiewende-Gipfel

Teilen Sie Rollen zu (Politiker, Unternehmer, Umweltschützer). Jede Gruppe bereitet Argumente vor, diskutiert in Plenum den Übergang und stimmt über Maßnahmen ab. Schließen Sie mit Reflexion ab.

Welche geographischen Faktoren bestimmen die Eignung für Wind- und Solarenergie?

ModerationstippIm Rollenspiel die Rollenbeschreibungen mit konkreten Interessen und Argumenten ausstatten, damit die Diskussionen realistisch und zielführend verlaufen.

Worauf zu achten istErstellen Sie eine Tabelle mit zwei Spalten: 'Vorteile fossiler Energieträger' und 'Nachteile erneuerbarer Energien'. Bitten Sie die Schüler, jeweils drei Stichpunkte einzutragen. Sammeln Sie die Antworten und besprechen Sie die häufigsten Nennungen im Plenum.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Entscheidungsmatrix40 Min. · Partnerarbeit

Kartenarbeit: Geofaktoren kartieren

Schüler markieren auf Weltkarten geeignete Regionen für Wind und Solar, begründen mit Daten zu Windgeschwindigkeit und Sonne. Paare vergleichen und erstellen Legende.

Wie verändert die Energiewende die geopolitische Machtverteilung?

ModerationstippBei der Kartenarbeit die Schüler zunächst mit einfachen Kartentypen arbeiten lassen, bevor sie komplexe Datensätze wie Windgeschwindigkeiten oder Sonneneinstrahlung auswerten.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schüler auf einem Zettel eine geographische Region benennen, die sich gut für Solarenergie eignet, und begründen Sie dies mit zwei geographischen Faktoren. Nennen Sie außerdem eine Herausforderung, die bei der Energiewende in Deutschland besteht.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 04

Entscheidungsmatrix45 Min. · Kleingruppen

Energiemix-Simulation

Verwenden Sie Online-Tools oder Karten, um nationale Energiemixe zu simulieren. Gruppen testen Szenarien ohne fossile Brennstoffe und diskutieren Machbarkeit.

Warum fällt der Abschied von fossilen Brennstoffen trotz Klimawandel so schwer?

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in Kleingruppen auf. Jede Gruppe erhält eine der Kernfragen. Geben Sie jeder Gruppe 15 Minuten Zeit, um Argumente zu sammeln und eine gemeinsame Antwort zu formulieren. Diskutieren Sie anschließend die Antworten im Plenum und vergleichen Sie die unterschiedlichen Perspektiven.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen auf eine Mischung aus kognitiver Aktivierung und affektivem Lernen, um die oft emotional besetzte Energiewende sachlich zu diskutieren. Vermeiden Sie es, die Energiewende als rein technische oder wirtschaftliche Herausforderung darzustellen. Vielmehr sollten die Schüler lernen, dass der Übergang auch soziale und ökologische Konflikte birgt, die nur durch Abwägung und Kompromisse zu lösen sind. Nutzen Sie lokale Beispiele und regionale Daten, um die Relevanz für die Schüler erlebbar zu machen.

Erfolgreich gelernt hat die Klasse, wenn sie regionale Unterschiede bei erneuerbaren Energien erklärt, Interessenkonflikte in der Energiewende analysiert und die Langfristigkeit des Übergangs von fossilen zu regenerativen Quellen begründet. Die Schüler argumentieren sachlich und beziehen geographische Daten in ihre Bewertungen ein.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Erneuerbare Energien sind überall gleich effizient.

    Während des Stationenlernens 'Energieträger analysieren' erhalten die Schüler Datenblätter zu regionalen Geofaktoren wie Sonneneinstrahlung oder Windverhältnissen. Sie vergleichen diese direkt mit den Angaben zur Effizienz verschiedener erneuerbarer Energien und korrigieren so ihre Annahme anhand konkreter Zahlen.

  • Die Energiewende löst den Klimawandel sofort.

    Im Rollenspiel 'Energiewende-Gipfel' vertreten die Schüler unterschiedliche Stakeholder mit gegensätzlichen Interessen. Durch die argumentative Auseinandersetzung mit langfristigen Planungsprozessen und technischen Hürden erkennen sie, dass der Übergang Jahrzehnte benötigt.

  • Fossile Brennstoffe sind nur ein Wirtschaftsproblem.

    Während der Kartenarbeit 'Geofaktoren kartieren' analysieren die Schüler globale Lieferketten und Konfliktherde im Zusammenhang mit fossilen Energieträgern. Die Visualisierung von Fördergebieten und Transportrouten macht die geopolitischen und ökologischen Dimensionen sichtbar.


In dieser Übersicht verwendete Methoden