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Biologie · Klasse 9

Ideen für aktives Lernen

Pflanzenhormone und Wachstum

Aktives Lernen eignet sich hier, weil Pflanzenhormone unsichtbare Prozesse steuern, die Schülerinnen und Schüler durch Experimente sichtbar machen können. Durch das direkte Beobachten von Wachstumsreaktionen verstehen sie, wie fein reguliert und lokal Hormone wirken, statt abstrakte Theorien zu memorieren.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Fachwissen Struktur und FunktionKMK: Sekundarstufe I - Wechselwirkung
35–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Fallstudienanalyse45 Min. · Kleingruppen

Experiment: Phototropismus mit Bohnen

Keimen Sie Bohnensamen in Petrischalen und belichten Sie sie einseitig mit einer Lampe. Messen Sie täglich die Krümmung der Sprossachse und diskutieren Sie Auxin-Verteilung. Fotografieren Sie den Verlauf für eine Präsentation.

Erklären Sie die Funktion von Auxinen, Gibberellinen und Cytokininen.

ModerationstippSorgen Sie bei dem Phototropismus-Experiment für gleichmäßige Keimlinge und eine konstante Lichtquelle, um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülern drei kurze Fallstudien vor, die jeweils eine spezifische Pflanzenreaktion beschreiben (z. B. eine Pflanze, die sich einer Lichtquelle zuwendet). Die Schüler sollen das wahrscheinlichste beteiligte Hormon und den Tropismus-Typ identifizieren und ihre Wahl kurz begründen.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 02

Lernen an Stationen50 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Gravitropismus testen

Richten Sie Stationen ein: horizontale Wurzeln in Feuchtigkeit, vertikale Kontrolle, Dunkelstation. Gruppen rotieren, zeichnen Skizzen und notieren Veränderungen nach 24 Stunden. Erklären Sie Ergebnisse im Plenum.

Analysieren Sie, wie Pflanzen auf Licht und Schwerkraft reagieren (Phototropismus, Gravitropismus).

ModerationstippBereiten Sie bei den Stationen zum Gravitropismus verschiedene Ausrichtungen (horizontal, invertiert) vor und weisen Sie die Schüler an, die Wurzel- und Sprosswachstumsrichtung über mehrere Tage zu dokumentieren.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einem der Schlüsselbegriffe (Auxin, Gibberellin, Cytokinin). Die Schüler schreiben eine kurze Erklärung (1-2 Sätze), wie dieses Hormon das Pflanzenwachstum beeinflusst, und nennen ein Beispiel aus der Landwirtschaft, wo diese Wirkung genutzt wird.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Fallstudienanalyse40 Min. · Partnerarbeit

Gibberellin-Effekt beobachten

Tauchen Sie Zwergerbensamen in Gibberellin-Lösung und Kontrollproben in Wasser. Messen Sie Keimlingslängen nach 5 Tagen und vergleichen Sie in Diagrammen. Diskutieren Sie Anwendungen in der Landwirtschaft.

Bewerten Sie die Bedeutung von Pflanzenhormonen für die Landwirtschaft.

ModerationstippFühren Sie beim Gibberellin-Experiment eine Kontrollgruppe mit Wasser durch, um den Effekt des Hormons auf die Stängellänge klar herauszustellen.

Worauf zu achten istLeiten Sie eine Klassendiskussion mit der Frage: 'Wie könnten wir das Wissen über Pflanzenhormone nutzen, um Pflanzen in einer Marskolonie zum Wachsen zu bringen?' Ermutigen Sie die Schüler, die Rolle verschiedener Hormone und Umweltfaktoren zu berücksichtigen.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 04

Rollenspiel35 Min. · Kleingruppen

Hormon-Rollenspiel

Weisen Sie Gruppen Hormone zu und lassen Sie sie Szenarien wie Lichtreiz nachstellen. Jede Gruppe präsentiert Mechanismen mit Modellen aus Ton. Bewerten Sie gegenseitig die Erklärungen.

Erklären Sie die Funktion von Auxinen, Gibberellinen und Cytokininen.

ModerationstippBereiten Sie beim Hormon-Rollenspiel Rollenkarten mit Hormoneigenschaften vor und leiten Sie die Schüler an, die Karten in einer Kette zu ordnen, die die antagonistischen Wirkungen zeigt.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülern drei kurze Fallstudien vor, die jeweils eine spezifische Pflanzenreaktion beschreiben (z. B. eine Pflanze, die sich einer Lichtquelle zuwendet). Die Schüler sollen das wahrscheinlichste beteiligte Hormon und den Tropismus-Typ identifizieren und ihre Wahl kurz begründen.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Biologie-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Unterrichten Sie dieses Thema über Hands-on-Erfahrungen, da Pflanzenhormone oft in geringen Mengen wirken und lokale Effekte zeigen. Vermeiden Sie zu viele Fachbegriffe zu Beginn. Nutzen Sie stattdessen das Vorwissen der Schüler über Pflanzenwachstum und lassen Sie sie selbst Hypothesen entwickeln. Forschung zeigt, dass Lernende Konzepte besser behalten, wenn sie experimentell überprüfen, was sie sehen.

Am Ende können die Schülerinnen und Schüler die Funktionen der drei Hormongruppen benennen, ihre antagonistischen Wirkungen erklären und Tropismen als gerichtete Wachstumsreaktionen beschreiben. Sie nutzen Messdaten aus Experimenten, um Hypothesen zu überprüfen und Schlussfolgerungen zu ziehen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Experiments zum Phototropismus mit Bohnen könnte den Schülern auffallen, dass einige behaupten, Pflanzenhormone wirken wie Tierhormone mit schnellen Effekten.

    Nutzen Sie die Krümmungsmessungen aus diesem Experiment: Lassen Sie die Schüler die Geschwindigkeit der Reaktion über Tage hinweg diskutieren und mit Tierhormonen vergleichen, die schneller wirken.

  • Beim Hormon-Rollenspiel könnte ein Schüler äußern, dass alle Hormone nur das Wachstum fördern.

    Fordern Sie die Schüler auf, die Rollenkarten für Auxin und Cytokinin gegenüberzustellen und zu beschreiben, wie sie in der Pflanzenentwicklung gegensätzlich wirken.

  • Bei den Stationen zum Gravitropismus könnten einige Schüler annehmen, dass Pflanzen bewusst auf Reize reagieren.

    Nutzen Sie die Wachstumsdokumentation dieser Station: Lassen Sie die Schüler passive Mechanismen wie Auxin-Umlagerungen und deren Folgen beschreiben, um bewusste Reaktionen auszuschließen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden