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Biologie · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Das Ohr: Hören und Gleichgewicht

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil das Ohr ein komplexes Sinnesorgan ist, bei dem Struktur und Funktion eng verknüpft sind. Durch praktische Experimente und Modellbau können Schülerinnen und Schüler mechanische Prozesse wie die Schallübertragung oder die Reizumwandlung direkt erfahrbar machen und so nachhaltiger verinnerlichen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Struktur und FunktionKMK: Sekundarstufe I - Information und Kommunikation
30–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Museumsgang45 Min. · Kleingruppen

Modellbau: Ohr-Aufbau nachbauen

Teilen Sie Materialien wie Strohhalme, Ballons und Ton aus. Gruppen bauen Außen-, Mittel- und Innenohr, labeln Teile und erklären Funktionen. Präsentieren Sie Modelle der Klasse.

Erklären Sie, wie Schallwellen in elektrische Signale umgewandelt werden.

ModerationstippLegen Sie beim Modellbau Wert auf die korrekte Darstellung der Gehörknöchelchen-Kette, damit der Hebelmechanismus sichtbar wird.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Skizze eines Ohres mit beschrifteten Teilen. Sie sollen für drei ausgewählte Teile (z.B. Trommelfell, Cochlea, Bogengänge) jeweils eine Funktion im Hör- oder Gleichgewichtsprozess notieren.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Museumsgang30 Min. · Partnerarbeit

Experiment: Schallwellen mit Stimmgabeln

Schlagen Sie Stimmgabeln an und halten Sie sie ans Trommelfell-Modell oder Kiefer. Schüler messen Vibrationen mit Sand auf Blech und diskutieren Übertragung. Notieren Sie Beobachtungen.

Analysieren Sie die Funktion der verschiedenen Abschnitte des Ohres (Außen-, Mittel-, Innenohr).

ModerationstippBeobachten Sie während des Stimmgabel-Experiments genau, wie die Schülerinnen und Schüler Vibrationen und deren Übertragung auf Flüssigkeit beschreiben.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Wie werden Schallwellen im Ohr in etwas umgewandelt, das das Gehirn verstehen kann?' Die Schülerinnen und Schüler schreiben ihre Antwort auf einen kleinen Zettel und geben ihn ab. Überprüfen Sie, ob die Kernkonzepte (Schwingung, Flüssigkeit, Haarzellen, Nervenimpuls) genannt werden.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Lernen an Stationen40 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Gleichgewicht testen

Richten Sie Stationen ein: Einbeinstand mit Augen zu, Drehstuhl für Coriolis-Effekt, Schaukel für Bogengänge. Gruppen rotieren, protokollieren Effekte und verknüpfen mit Vestibularorgan.

Beurteilen Sie die Bedeutung des Gleichgewichtssinns für die Körperhaltung und Bewegung.

ModerationstippFordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, bei den Gleichgewichtsstationen gezielt zu dokumentieren, welche Sinne sie wahrnehmen und wie diese zusammenwirken.

Worauf zu achten istLeiten Sie eine Diskussion mit der Frage: 'Warum ist es wichtig, dass wir sowohl hören als auch ein Gleichgewicht haben? Nennt Beispiele, bei denen beide Sinne zusammenarbeiten müssen.' Sammeln Sie die Antworten an der Tafel und diskutieren Sie die Verbindungen.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Museumsgang35 Min. · Ganze Klasse

Hörtest: Frequenzen unterscheiden

Spielen Sie Töne in verschiedenen Frequenzen ab. Schüler markieren minimale Hörschwelle, vergleichen Ergebnisse und diskutieren Cochlea-Funktion. Ergänzen Sie mit App-Simulation.

Erklären Sie, wie Schallwellen in elektrische Signale umgewandelt werden.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Skizze eines Ohres mit beschrifteten Teilen. Sie sollen für drei ausgewählte Teile (z.B. Trommelfell, Cochlea, Bogengänge) jeweils eine Funktion im Hör- oder Gleichgewichtsprozess notieren.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Unterrichten Sie dieses Thema handlungsorientiert, um die abstrakten Prozesse greifbar zu machen. Vermeiden Sie reine Frontalunterrichtsphasen, da die Mechanik des Ohres schwer vorstellbar ist. Nutzen Sie stattdessen kooperative Lernformen wie Gruppenexperimente und Modellbau, um die Zusammenarbeit zu fördern. Achten Sie darauf, dass Schülerfehlvorstellungen gezielt durch Experimente und Diskussionen korrigiert werden, bevor sie sich festigen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn die Schülerinnen und Schüler die drei Ohrbereiche mit ihren Funktionen erklären können, die Umwandlung von Schallwellen in Nervensignale beschreiben und den Gleichgewichtssinn als Zusammenspiel verschiedener Sinnesorgane verstehen. Sie sollen sowohl theoretische Zusammenhänge als auch praktische Anwendungen sicher anwenden.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Experiments mit Stimmgabeln hören einige Schülerinnen und Schüler, dass das Ohr Schallwellen direkt verarbeitet, ohne weitere Umwandlung.

    Nutzen Sie die Vibrationen der Stimmgabel, um zu zeigen, wie Schallwellen über das Trommelfell und die Gehörknöchelchen verstärkt werden. Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, die Kette der mechanischen Übertragung zu skizzieren und die Rolle der Flüssigkeit in der Cochlea zu erklären.

  • Beim Gleichgewichts-Test glauben manche, dass allein das Innenohr für den Gleichgewichtssinn zuständig ist.

    Beobachten Sie während der Stationenarbeit, ob Schülerinnen und Schüler die Augen als wichtigen Partner des Vestibularsystems erkennen. Fragen Sie gezielt nach Situationen, in denen visuelle Informationen das Gleichgewicht beeinflussen, z.B. beim Drehen mit geschlossenen Augen.

  • Beim Bau des Ohrmodells wird das Mittelohr oft nur auf das Trommelfell reduziert, die Gehörknöchelchen bleiben unberücksichtigt.

    Lenken Sie die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler beim Modellbau explizit auf die Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel. Lassen Sie sie den Hebelmechanismus zwischen Trommelfell und ovalem Fenster nachbauen und dessen Verstärkungsfunktion beschreiben.


In dieser Übersicht verwendete Methoden