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Biologie · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Haut, Nase und Zunge

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil die Sinne direkt erfahrbar sind und abstrakte Prozesse durch praktische Experimente greifbar werden. Die Schülerinnen und Schüler erkunden ihre eigenen Sinnesorgane und entwickeln so ein tiefes Verständnis für die physiologischen Abläufe.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Struktur und FunktionKMK: Sekundarstufe I - Information und Kommunikation
25–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Sinnesorgane erkunden

Richten Sie drei Stationen ein: Tastsinn mit Materialien wie Sandpapier, Feder und Eiswürfeln; Geruch mit bedeckten Gläsern (Zitrone, Kaffee, Seife); Geschmack mit markierten Lebensmitteln (Zucker, Salz, Zitrone). Gruppen rotieren alle 10 Minuten, notieren Wahrnehmungen und diskutieren.

Analysieren Sie die verschiedenen Funktionen der Haut (Schutz, Temperaturregulation, Tastsinn).

ModerationstippGeben Sie bei der Stationenarbeit klare Zeitvorgaben und Materiallisten pro Station an, um Chaos zu vermeiden.

Worauf zu achten istGeben Sie den Schülerinnen und Schülern eine Karte mit einer der folgenden Situationen: 'Sie berühren eine heiße Herdplatte', 'Sie riechen an einer Rose', 'Sie schmecken Zitrone'. Bitten Sie sie, die beteiligten Sinnesorgane und die Art des wahrgenommenen Reizes zu benennen.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Lernen an Stationen30 Min. · Partnerarbeit

Blindverkostung: Geschmack und Geruch trennen

Teilen Sie Zutaten wie Apfel und Kartoffel aus, die optisch ähnlich sind. Schüler verkosten erst mit Nase zugehalten, dann offen und beschreiben Unterschiede. Abschließende Plenumdiskussion klärt die Rolle des Geruchs.

Erklären Sie, wie Geruchs- und Geschmacksreize wahrgenommen und verarbeitet werden.

ModerationstippVerwenden Sie bei der Blindverkostung neutral schmeckende Lebensmittel wie Gurken oder Kartoffeln, um Geschmacksverzerrungen durch Vorlieben zu minimieren.

Worauf zu achten istStellen Sie folgende Frage an die Tafel: 'Nennen Sie zwei Funktionen der Haut, die nicht mit dem Tastsinn zu tun haben, und erklären Sie kurz, wie diese funktionieren.' Sammeln Sie die Antworten auf kleinen Zetteln.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Lernen an Stationen25 Min. · Partnerarbeit

Tastmapping: Hautrezeptoren lokalisieren

Schüler zeichnen Handriss auf Papier und testen mit Pinsel oder Nadel dichte Rezeptorfelder (Fingerkuppen vs. Handrücken). Paare markieren sensible Zonen und vergleichen Ergebnisse.

Vergleichen Sie die Bedeutung der verschiedenen Sinne für die Wahrnehmung der Umwelt.

ModerationstippAchten Sie beim Tastmapping darauf, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse auf Körperkarten eintragen, um Unterschiede sichtbar zu machen.

Worauf zu achten istLeiten Sie eine Diskussion mit der Frage: 'Wie würde sich Ihre Wahrnehmung der Welt verändern, wenn Sie Ihren Geruchssinn verlieren würden? Welche alltäglichen Aktivitäten wären am stärksten betroffen?'

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Lernen an Stationen35 Min. · Kleingruppen

Temperaturregulation: Hautreaktion beobachten

Schüler reiben Hände warm, halten eine kalt und messen Schwitzen mit Papiertuch. Gruppen protokollieren Veränderungen und erklären den Prozess.

Analysieren Sie die verschiedenen Funktionen der Haut (Schutz, Temperaturregulation, Tastsinn).

ModerationstippLassen Sie bei der Temperaturregulation gezielt Hypothesen aufstellen, bevor die Experimente durchgeführt werden.

Worauf zu achten istGeben Sie den Schülerinnen und Schülern eine Karte mit einer der folgenden Situationen: 'Sie berühren eine heiße Herdplatte', 'Sie riechen an einer Rose', 'Sie schmecken Zitrone'. Bitten Sie sie, die beteiligten Sinnesorgane und die Art des wahrgenommenen Reizes zu benennen.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Unterrichten Sie dieses Thema handlungsorientiert, da die Sinne konstant im Alltag genutzt werden und so eine direkte Verbindung zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler bestehen. Vermeiden Sie reine Frontalphasen, da das Thema durch eigenes Erleben viel nachhaltiger vermittelt wird. Nutzen Sie analoge und digitale Medien sinnvoll, etwa um Rezeptororte zu visualisieren oder Daten zu sammeln.

Am Ende können die Lernenden die Funktionen von Haut, Nase und Zunge erklären, Rezeptortypen unterscheiden und die Verknüpfung mit dem Nervensystem darstellen. Sie nutzen Fachbegriffe korrekt und wenden ihr Wissen in neuen Situationen an.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenarbeit 'Sinnesorgane erkunden' beobachten einige Schüler, dass die Haut nur als Schutzschicht wahrgenommen wird.

    Nutzen Sie die Stationen, um gezielt mit Texturtafeln und Pinseln zu arbeiten. Fordern Sie die Schüler auf, Unterschiede zwischen sanfter Berührung und festem Druck zu beschreiben und so die Rezeptorvielfalt bewusst zu machen.

  • Während der Blindverkostung 'Geschmack und Geruch trennen' wird Geruch oft als unwichtig für den Gesamteindruck wahrgenommen.

    Führen Sie die Verkostung mit und ohne Nasenklammer durch. Die Schüler vergleichen die Geschmackswahrnehmung und erkennen so die Bedeutung des Geruchssinns für den Geschmack.

  • Während des Tastmappings 'Hautrezeptoren lokalisieren' entsteht der Eindruck, dass alle Hautstellen gleich empfindlich sind.

    Lassen Sie die Schüler die Tastempfindlichkeit an verschiedenen Körperstellen mit einem Zirkel oder einer Büroklammer testen. Die Ergebnisse werden auf Körperkarten eingetragen und verglichen, um Unterschiede zu visualisieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden