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Psychologie · Klasse 13

Ideen für aktives Lernen

Identitätsentwicklung im Jugend- und Erwachsenenalter

Die Identitätsentwicklung ist das Kernthema des Jugendalters. Die Schüler setzen sich intensiv mit Eriksons Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung auseinander, insbesondere mit dem Konflikt zwischen Identität und Identitätskonfusion. Ergänzend dazu untersuchen sie Marcias Identitätsstati, um die verschiedenen Wege der Selbstfindung (z.B. Moratorium oder erarbeitete Identität) zu verstehen.

KMK BildungsstandardsKLP Psychologie NRW: Entwicklungspsychologie - IdentitätEPA Psychologie: Fachwissen - Entwicklungsmodelle
45–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Forschungskreis45 Min. · Kleingruppen

Forschungskreis: Identitätsstati nach Marcia

Schüler erhalten Fallbeschreibungen von Jugendlichen in verschiedenen Lebensphasen. Sie ordnen diese den vier Identitätsstati zu und begründen ihre Entscheidung anhand der Kriterien Krise und Verpflichtung.

Wie entwickelt sich die menschliche Identität?
AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Museumsgang60 Min. · Ganze Klasse

Museumsgang: Identität 2.0

Die Lernenden erstellen Collagen oder digitale Präsentationen darüber, wie Profile in sozialen Medien die Identitätsbildung unterstützen oder behindern. Die Klasse diskutiert die Ergebnisse im Rundgang.

Welche Krisen prägen das Jugend- und junge Erwachsenenalter?
VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Mein Lebenslauf nach Erikson

Schüler reflektieren anonym über eine bereits bewältigte Entwicklungsstufe (z.B. Autonomie vs. Scham). In Paaren tauschen sie sich darüber aus, welche Faktoren ihnen beim Meistern der Krise geholfen haben.

Welchen Einfluss haben soziale Medien auf die Identitätsfindung?
VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Identität ist mit dem Ende der Pubertät fertig ausgebildet.

    Identitätsentwicklung ist ein lebenslanger Prozess. Die Arbeit mit Eriksons Modell für das Erwachsenenalter zeigt Schülern, dass auch später noch Krisen und Veränderungen zur Persönlichkeitsreifung gehören.

  • Eine 'Identitätskrise' ist immer etwas Negatives.

    Nach Erikson und Marcia ist die Krise eine notwendige Phase der Auseinandersetzung, um zu einer stabilen Identität zu gelangen. Rollenspiele zu Entscheidungssituationen verdeutlichen den produktiven Charakter der Krise.


In dieser Übersicht verwendete Methoden