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Psychologie · Klasse 11

Ideen für aktives Lernen

Wahrnehmungsorganisation und Täuschungen

Warum sehen wir Gesichter in Wolken oder glauben, dass Linien unterschiedlich lang sind, obwohl sie es nicht sind? Dieses Thema befasst sich mit der Organisation unserer Wahrnehmung durch Gestaltgesetze (wie Nähe, Ähnlichkeit und Kontinuität) und der Entstehung von optischen Täuschungen. Die Schüler lernen, dass unser Gehirn ständig versucht, Ordnung in das Chaos der Reize zu bringen.

KMK BildungsstandardsKLP Psychologie NRW, Sachkompetenz 5KLP Psychologie NRW, Urteilskompetenz 2
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Museumsgang40 Min. · Partnerarbeit

Museumsgang: Die Welt der Täuschungen

Im Raum sind verschiedene optische Täuschungen (Müller-Lyer, Ames-Raum etc.) ausgestellt. Schüler analysieren in Paaren, welches Prinzip (z.B. Größenkonstanz) hier vom Gehirn 'falsch' angewendet wird.

Warum sehen wir Dinge, die nicht da sind?
VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Kollaboratives Problemlösen45 Min. · Kleingruppen

Kollaboratives Problemlösen: Gestaltgesetze im Design

Schüler suchen in Zeitschriften oder auf Webseiten nach Beispielen für Gestaltgesetze in der Werbung. Sie erklären der Gruppe, wie diese Gesetze genutzt werden, um die Aufmerksamkeit des Betrachters zu lenken.

Wie strukturieren Gestaltgesetze unsere Wahrnehmung?
AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Realität vs. Konstruktion

Nach der Betrachtung einer komplexen Täuschung reflektieren Schüler über die Frage: 'Können wir unseren Sinnen trauen?'. Sie tauschen ihre philosophischen und psychologischen Argumente mit einem Partner aus.

Inwiefern ist Wahrnehmung ein Konstrukt des Gehirns?
VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Optische Täuschungen sind Anzeichen für schlechte Augen.

    Täuschungen entstehen meist im Gehirn, nicht im Auge. Sie sind das Resultat von eigentlich sinnvollen Verarbeitungsstrategien (wie der Tiefenwahrnehmung), die in speziellen Kontexten in die Irre führen. Das gemeinsame Analysieren dieser Mechanismen klärt diesen Irrtum auf.

  • Wahrnehmung ist bei allen Menschen identisch.

    Obwohl Gestaltgesetze universell wirken, beeinflussen Erfahrungen und Erwartungen unsere Wahrnehmungskonstruktion. Durch den Vergleich unterschiedlicher Interpretationen desselben Bildes im Unterricht wird die Subjektivität der Wahrnehmung deutlich.


In dieser Übersicht verwendete Methoden