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Psychologie · Klasse 11

Ideen für aktives Lernen

Grundbegriffe und Konzepte der Persönlichkeitspsychologie

Entdecken Sie mit Ihren Schülerinnen und Schülern die verborgenen Tiefen der menschlichen Psyche. Wir erforschen, wie Sigmund Freuds revolutionäre Ideen über unbewusste Triebe und Konflikte unser Verständnis der Persönlichkeit bis heute prägen.

KMK BildungsstandardsBayern LehrplanPLUS: Psy 11.4 PersönlichkeitspsychologieKMK Bildungsstandards: Persönlichkeit und ihre Entwicklung
25–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Rollenspiel25 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel der drei Instanzen

In Kleingruppen erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Szenario (z.B. 'Soll ich für die Klausur lernen oder auf die Party gehen?'). Jedes Mitglied übernimmt die Rolle von Es, Ich oder Über-Ich und argumentiert aus dieser Perspektive. Ziel ist es, eine Entscheidung zu finden, die das 'Ich' treffen würde.

Erkläre den Unterschied zwischen Persönlichkeitseigenschaften (Traits) und situationsbedingten Zuständen (States).

ModerationstippGeben Sie den Gruppen klare Rollenkarten, um die Perspektiven der einzelnen Instanzen zu verdeutlichen.

Worauf zu achten istEin kurzes 'Exit-Ticket', bei dem die Schülerinnen und Schüler ein Alltagsszenario erhalten und den darin wirkenden Abwehrmechanismus identifizieren und begründen müssen.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Concept-Mapping30 Min. · Ganze Klasse

Abwehrmechanismen im Film

Die Klasse schaut sich kurze, ausgewählte Clips aus bekannten Filmen oder Serien an. Die Schülerinnen und Schüler identifizieren und analysieren die von den Charakteren gezeigten Abwehrmechanismen und diskutieren deren Funktion in der jeweiligen Szene.

Vergleiche die alltagspsychologische und die wissenschaftliche Herangehensweise an das Konzept der Persönlichkeit.

ModerationstippWählen Sie eindeutige Beispiele, um zunächst ein Grundverständnis zu sichern, bevor Sie zu komplexeren Szenen übergehen.

Worauf zu achten istEine Klausuraufgabe, in der eine kurze Fallgeschichte oder ein literarischer Auszug mithilfe des Strukturmodells und der Abwehrmechanismen analysiert und kritisch bewertet werden muss.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
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Aktivität 03

Debatte45 Min. · Ganze Klasse

Debatte: Ist Freud noch relevant?

Die Klasse wird in zwei Lager aufgeteilt, die Pro- und Contra-Argumente für die heutige Bedeutung von Freuds Theorien sammeln. In einer strukturierten Debatte werden die Argumente ausgetauscht und die kritische Bewertungskompetenz geschult.

Analysiere, warum die Konsistenz des Verhaltens über verschiedene Situationen hinweg eine zentrale Frage der Persönlichkeitspsychologie ist.

ModerationstippStellen Sie sicher, dass beide Seiten sowohl die wissenschaftliche Kritik als auch den kulturhistorischen Einfluss berücksichtigen.

Worauf zu achten istDie Lernenden bewerten auf einer Skala ihr eigenes Verständnis der verschiedenen Abwehrmechanismen und identifizieren Bereiche, in denen sie noch Unsicherheiten haben.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Beginnen Sie mit dem Strukturmodell als Grundlage, da es die Dynamik der Psyche erklärt. Nutzen Sie dann konkrete, lebensnahe Beispiele und Rollenspiele, um die abstrakten Konzepte der Abwehrmechanismen greifbar zu machen. Fördern Sie eine kritische Diskussion über die Relevanz und die Schwächen der Theorie, um die wissenschaftliche Perspektive zu schärfen.

Am Ende dieser Lerneinheit können die Lernenden das Zusammenspiel von Es, Ich und Über-Ich erklären und Abwehrmechanismen in Alltagsbeispielen erkennen und analysieren.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Das 'Es' ist böse und das 'Über-Ich' ist gut.

    Es und Über-Ich sind keine moralischen Kategorien. Das Es repräsentiert wertfrei die angeborenen Triebe und Bedürfnisse, während das Über-Ich die internalisierten Normen und Werte der Gesellschaft vertritt, die auch übertrieben streng oder irrational sein können.

  • Abwehrmechanismen sind immer schlecht und ein Zeichen von psychischer Krankheit.

    Abwehrmechanismen sind normale, alltägliche und meist unbewusste psychische Vorgänge, die dem Ich helfen, mit Angst und Konflikten umzugehen. Sie werden erst dann problematisch, wenn sie exzessiv, unflexibel und auf Dauer die Realitätswahrnehmung stark verzerren.

  • Freuds Theorien sind wissenschaftlich bewiesene Fakten.

    Viele zentrale Annahmen Freuds, wie die Existenz des Es oder des Ödipuskomplexes, sind nicht oder nur schwer empirisch überprüfbar. Seine Theorien basieren auf Fallstudien und klinischen Beobachtungen, nicht auf kontrollierten Experimenten, weshalb sie in der modernen wissenschaftlichen Psychologie oft kritisiert werden.


In dieser Übersicht verwendete Methoden