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Politik · Klasse 13

Ideen für aktives Lernen

Politische Parteien: Funktionen und Wandel

Politische Parteien sind komplexe Akteure, die sich nicht allein durch Theorie begreifen lassen. Aktive Methoden wie Programmvergleiche oder Rollenspiele machen ihre Funktionen und Wandlungsprozesse greifbar. So erkennen Schülerinnen und Schüler, wie Parteien Interessen bündeln und gleichzeitig auf gesellschaftlichen Wandel reagieren müssen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - SystemverständnisKMK: Sekundarstufe II - Handlungskompetenz
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Expertenrunde35 Min. · Kleingruppen

Gruppenanalyse: Parteiprogramme

Schüler vergleichen aktuelle Parteiprogramme zu einem Thema wie Klimaschutz. Sie identifizieren Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Interessenvertretung. Ergebnisse werden in einer Präsentation besprochen.

Erklären Sie die Bedeutung von Parteien für die politische Partizipation der Bürger.

ModerationstippTeilen Sie die Parteiprogramme in überschaubare Abschnitte ein, damit Gruppen sich auf konkrete Themen wie Sozialpolitik oder Umwelt konzentrieren können.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit dem Begriff 'Parteienfunktion'. Sie sollen zwei Funktionen benennen und kurz erklären, wie eine aktuelle politische Debatte (z.B. Klimaschutz, Migration) diese Funktionen widerspiegelt.

VerstehenAnwendenAnalysierenBewertenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Rollenspiel45 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Parteitag

In Gruppen simulieren Schüler einen Parteitag mit Debatte über ein kontroverses Thema. Jede Gruppe vertritt eine Partei und muss Kompromisse finden. Abschluss: Reflexion über Willensbildung.

Analysieren Sie, wie Parteien unterschiedliche Interessen in der Gesellschaft bündeln und vertreten.

ModerationstippGeben Sie den Schülerinnen und Schülern klare Rollen vor (z.B. Parteivorsitzende, Basisaktivisten, Medienvertreter), um das Rollenspiel strukturiert ablaufen zu lassen.

Worauf zu achten istLehrerfrage: 'Angenommen, Sie wären Mitglied einer Partei. Welche drei konkreten Maßnahmen würden Sie vorschlagen, um die sinkende Mitgliederzahl Ihrer Partei zu bekämpfen und jüngere Wähler stärker zu binden?'

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Expertenrunde20 Min. · Einzelarbeit

Individuelle Recherche: Mitgliederzahlen

Schüler erforschen den Wandel der Parteimmitgliedschaft seit 1990. Sie erstellen eine Grafik und ziehen Schlüsse zu Herausforderungen. Gemeinsame Diskussion im Plenum.

Bewerten Sie die Herausforderungen, denen sich etablierte Parteien im Kontext neuer politischer Bewegungen stellen müssen.

ModerationstippFordern Sie die Lernenden auf, bei der Recherche nach Mitgliederzahlen nicht nur absolute Zahlen, sondern auch prozentuale Veränderungen über die letzten 20 Jahre zu vergleichen.

Worauf zu achten istLehrer präsentiert drei kurze Fallbeispiele von politischen Forderungen (z.B. 'Wir fordern ein bedingungsloses Grundeinkommen', 'Wir wollen die Steuern für Unternehmen senken'). Schüler ordnen jeder Forderung die primäre Parteifunktion (Interessenartikulation, Interessenaggregation) zu und begründen kurz.

VerstehenAnwendenAnalysierenBewertenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Expertenrunde25 Min. · Partnerarbeit

Paardiskussion: Neue Bewegungen

In Paaren debattieren Schüler, ob neue Parteien die Demokratie bereichern oder schwächen. Sie notieren Pro- und Contra-Argumente. Plenum fasst zusammen.

Erklären Sie die Bedeutung von Parteien für die politische Partizipation der Bürger.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit dem Begriff 'Parteienfunktion'. Sie sollen zwei Funktionen benennen und kurz erklären, wie eine aktuelle politische Debatte (z.B. Klimaschutz, Migration) diese Funktionen widerspiegelt.

VerstehenAnwendenAnalysierenBewertenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit Alltagsbezug: Sie fragen die Klasse, welche Parteien sie kennen und welche Themen sie aktuell bewegen. So wird die abstrakte Theorie mit Lebensrealität verknüpft. Vermeiden Sie reine Faktenvermittlung – stattdessen lenken Sie die Aufmerksamkeit auf Konflikte zwischen Stabilität und Wandel in Parteien. Studien zeigen, dass Schülerinnen und Schüler politische Prozesse besser verstehen, wenn sie diese selbst nachspielen oder analysieren können.

Am Ende können die Lernenden die Hauptfunktionen von Parteien benennen, historische Entwicklungen einordnen und aktuelle Herausforderungen wie Mitgliederverlust oder neue Bewegungen analysieren. Sie wenden ihr Wissen in Diskussionen und Rollenspielen an, statt es nur auswendig zu lernen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • During Gruppenanalyse: Parteiprogramme, watch for statements that parties only represent elite interests without considering the input of ordinary members.

    Lenken Sie die Diskussion gezielt auf Basisdemokratie: Fordern Sie die Gruppen auf, in den Programmen nach Formulierungen zu suchen, die auf Mitgliederversammlungen, Vorwahlen oder Bürgerbeteiligung verweisen, und diese zu dokumentieren.

  • During Rollenspiel: Parteitag, watch for rigid statements claiming parties never change their core positions.

    Nutzen Sie die Debatten im Rollenspiel: Fragen Sie nach konkreten Beispielen, bei denen Parteien in der Vergangenheit ihre Positionen angepasst haben, z.B. bei der SPD zur Agenda 2010 oder der CDU zur Energiewende.

  • During Paardiskussion: Neue Bewegungen, watch for oversimplified views that parties hold ultimate power in decision-making.

    Nutzen Sie die Fallbeispiele aus der Diskussion: Fordern Sie die Paare auf, die Rolle von Verfassungsgericht, Medien oder Protestbewegungen zu benennen, die Parteien in ihrer Macht begrenzen oder beeinflussen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden