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Physik · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Auftrieb in Flüssigkeiten

Aktives Handeln und Experimentieren helfen den Schülerinnen und Schülern, den Auftrieb als abstrakte Kraft greifbar zu machen. Durch eigenes Ausprobieren und Messen erfahren sie, wie die verdrängte Flüssigkeitsmenge die Auftriebskraft bestimmt – ein Prinzip, das sich durch wiederholte praktische Anwendung besser einprägt als durch theoretische Erklärungen allein.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - FachwissenKMK: Sekundarstufe I - Erkenntnisgewinnung
15–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Forschungskreis45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Auftriebs-Stationen

Richten Sie vier Stationen ein: 1. Holz- und Metallwürfel wiegen und tauchen, 2. Ballon mit Luft und Wasser füllen, 3. Schiffsmodell mit Gewichten beladen, 4. Dichte von Flüssigkeiten vergleichen. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und protokollieren Messungen.

Warum schwimmt ein Schiff, obwohl es aus Stahl gebaut ist?

ModerationstippStellen Sie bei der Stationenrotation sicher, dass jedes Experiment mit einer klaren Fragestellung und Messvorgabe beginnt, damit die Schüler gezielt beobachten und protokollieren.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler ein kleines Objekt (z. B. einen Stein, ein Stück Holz, einen Korken) und eine Schüssel mit Wasser. Bitten Sie die Schüler, zu notieren, ob das Objekt schwimmt oder sinkt, und eine kurze Erklärung zu geben, warum dies mit dem Archimedischen Prinzip zusammenhängt.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Forschungskreis30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Schiffsmodell bauen

Paare konstruieren aus Folie und Ton ein schwimmfähiges Modell, beladen es schrittweise und messen das maximale Gewicht. Sie berechnen die verdrängte Wassermenge und vergleichen mit dem Archimedischen Prinzip.

Erklären Sie das Archimedische Prinzip und seine Anwendung.

ModerationstippFordern Sie bei der Paararbeit zum Schiffsmodell die Schüler auf, ihre Modelle vorzustellen und zu erklären, wie die Form des Modells den Auftrieb beeinflusst.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Ein Schiff aus massivem Stahl sinkt nicht. Erklären Sie mit eigenen Worten, warum das so ist, und verwenden Sie dabei die Begriffe Auftriebskraft und verdrängte Flüssigkeit.'

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Forschungskreis20 Min. · Ganze Klasse

Ganzer Unterricht: Waagen-Demonstration

Zeigen Sie mit einer Präzisionswaage den Gewichtsverlust beim Eintauchen von Objekten. Die Klasse diskutiert Vorhersagen, misst gemeinsam und zieht Rückschlüsse auf die Auftriebskraft.

Berechnen Sie die Auftriebskraft auf einen Körper in Wasser.

ModerationstippNutzen Sie bei der Waagen-Demonstration die Gelegenheit, den Unterschied zwischen tatsächlichem und scheinbarem Gewicht zu thematisieren und die Schüler aktiv in die Messung einzubinden.

Worauf zu achten istLeiten Sie eine Diskussion mit der Frage: 'Wenn Sie einen Eiswürfel in ein Glas Wasser legen, schwimmt er. Wenn Sie denselben Eiswürfel in ein Glas Alkohol legen, sinkt er tiefer. Was sagt uns dieser Unterschied über die Dichte des Alkohols im Vergleich zu Wasser und Eis?'

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Forschungskreis15 Min. · Einzelarbeit

Individuelle Berechnung: Auftrieb rechnen

Schüler erhalten Daten zu Volumen und Dichte eines Körpers, berechnen die Auftriebskraft und entscheiden, ob er schwimmt oder sinkt. Ergebnisse werden in einer Tabelle festgehalten.

Warum schwimmt ein Schiff, obwohl es aus Stahl gebaut ist?

ModerationstippGeben Sie bei den individuellen Berechnungen konkrete Werte vor und lassen Sie die Schüler ihre Ergebnisse mit Partnern vergleichen, um Fehler sofort zu erkennen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler ein kleines Objekt (z. B. einen Stein, ein Stück Holz, einen Korken) und eine Schüssel mit Wasser. Bitten Sie die Schüler, zu notieren, ob das Objekt schwimmt oder sinkt, und eine kurze Erklärung zu geben, warum dies mit dem Archimedischen Prinzip zusammenhängt.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Beginne mit einfachen, alltagsnahen Beispielen wie schwimmenden Gegenständen im Bad oder sinkenden Steinen im See. Vermeide zu frühe Formeln und lasse die Schüler zunächst mit Messgeräten und Flüssigkeiten experimentieren. Nutze die Partnerarbeit, um Fehlvorstellungen direkt zu korrigieren, indem du gezielte Fragen stellst, die zum Nachdenken anregen. Vermeide es, die Antworten vorwegzunehmen – gib den Schülern Zeit, ihre eigenen Schlüsse zu ziehen.

Die Schülerinnen und Schüler erklären das Archimedische Prinzip in eigenen Worten, wenden es bei konkreten Berechnungen an und begründen mit Fachbegriffen, warum Objekte schwimmen oder sinken. Sie nutzen dabei die Begriffe Auftriebskraft, Gewicht der verdrängten Flüssigkeit und Dichte korrekt.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation achten Sie darauf, dass Schüler nicht nur auf das Gewicht, sondern auch auf das Volumen der Objekte achten und diese gezielt vergleichen.

    Legen Sie bei der Stationenrotation zwei Objekte mit gleichem Gewicht, aber unterschiedlichem Volumen bereit und lassen Sie die Schüler messen, wie stark sich die Auftriebskraft in Abhängigkeit vom Volumen ändert.

  • Während der Stationenrotation beobachten Sie, ob Schüler Auftrieb nur bei schwimmenden Objekten erwarten.

    Fordern Sie die Schüler auf, bei der Stationenrotation auch sinkende Objekte zu untersuchen und den scheinbaren Gewichtsverlust zu messen, um zu zeigen, dass Auftrieb auch bei sinkenden Körpern wirkt.

  • Während der Paararbeit zum Schiffsmodell können Schüler die Annahme entwickeln, das Prinzip gelte nur für Wasser.

    Geben Sie den Schülern bei der Paararbeit verschiedene Flüssigkeiten (Wasser, Öl, Salzlösung) und lassen Sie sie die Auftriebskraft in den unterschiedlichen Flüssigkeiten vergleichen, um die universelle Gültigkeit zu erkennen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden