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Naturwissenschaften · Klasse 3

Ideen für aktives Lernen

Wasser als Lösungsmittel

Aktives Experimentieren eignet sich besonders gut für dieses Thema, weil Schülerinnen und Schüler durch eigenes Ausprobieren die Unterschiede zwischen löslichen und unlöslichen Stoffen unmittelbar erleben. Die Stationenrotation und Partnerarbeit fördern dabei nicht nur das Verständnis, sondern auch die Teamfähigkeit und präzise Beobachtungsgabe, die in den Naturwissenschaften zentral sind.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - Stoffe und ihre UmwandlungKMK: Grundschule - Erkenntnisgewinnung
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Planen-Tun-Rückblick45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Auflösungstests

Richten Sie fünf Stationen ein mit Stoffen wie Salz, Zucker, Sand, Öl und Kreide. Gruppen testen jeden Stoff: Vorhersage notieren, in Wasser rühren, nach 2 Minuten beobachten und filtern. Ergebnisse in Tabelle eintragen und Stationen rotieren.

Welche Stoffe lösen sich in Wasser auf und welche nicht? Nenne Beispiele.

ModerationstippBei der Stationenrotation die Materialien (Salz, Zucker, Sand, Mehl, Öl) so vorbereiten, dass jedes Kind sofort mit dem Experiment beginnen kann.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Kind eine Karte mit einem Bild von Salz, Sand und Öl. Bitten Sie die Kinder, auf die Rückseite zu schreiben, ob sich der Stoff in Wasser löst oder nicht, und ein kurzes 'Warum' anzugeben, basierend auf dem Experiment.

ErinnernAnwendenAnalysierenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeitSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Planen-Tun-Rückblick30 Min. · Partnerarbeit

Partnerarbeit: Vorhersage-Challenge

Paare erhalten unbekannte Stoffe in Beuteln. Sie prognostizieren Löslichkeit, testen in Wasser, rühren 1 Minute und vergleichen mit Partner. Gemeinsam Begründung notieren und Klasse präsentieren.

Was passiert, wenn du Zucker in Wasser rührst?

ModerationstippIn der Partnerarbeit klare Zeitvorgaben setzen, damit die Kinder ihre Vorhersagen schriftlich festhalten und diskutieren können.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Stellt euch vor, ihr wolltet eine leckere Limonade machen. Welche Zutaten würdet ihr in Wasser rühren und warum? Welche Zutaten würdet ihr vielleicht lieber nicht ins Wasser geben und warum?' Sammeln Sie die Antworten und diskutieren Sie die Rolle der Löslichkeit.

ErinnernAnwendenAnalysierenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeitSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Planen-Tun-Rückblick25 Min. · Ganze Klasse

Klassenexperiment: Sichtbare Grenzen

Ganze Klasse füllt Gläser mit gesättigter Zuckerlösung, fügt mehr Zucker hinzu und rührt. Beobachten, dass ab einer Grenze nichts mehr löst. Diskussion: Warum passiert das? Protokoll als Klasse erstellen.

Was denkst du: Löst sich dieser Stoff in Wasser auf? Begründe deine Vermutung.

ModerationstippBeim Klassenexperiment die 'sichtbaren Grenzen' mit einer Lupe sichtbar machen, um die Trennung von Öl und Wasser zu verdeutlichen.

Worauf zu achten istZeigen Sie den Kindern verschiedene Behälter mit Wasser, in denen jeweils ein anderer Stoff (z.B. Mehl, Zucker, kleine Steine) gegeben wurde. Bitten Sie die Kinder, durch Zeigen auf eine Zahlenskala (1=löst sich gar nicht, 5=löst sich vollständig) anzugeben, wie gut sich der Stoff ihrer Meinung nach aufgelöst hat, und begründen Sie kurz ihre Wahl.

ErinnernAnwendenAnalysierenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeitSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Planen-Tun-Rückblick20 Min. · Einzelarbeit

Individuelle Hausaufgabe: Küchenrecherche

Schüler suchen zu Hause löslich/unlösliche Stoffe, testen vorsichtig und fotografieren. Nächste Stunde Ergebnisse teilen und klassenweites Poster erstellen.

Welche Stoffe lösen sich in Wasser auf und welche nicht? Nenne Beispiele.

ModerationstippFür die Küchenrecherche konkrete Beispiele vorgeben, z.B. 'Findet drei Stoffe, die sich in Wasser lösen, und drei, die es nicht tun.'

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Kind eine Karte mit einem Bild von Salz, Sand und Öl. Bitten Sie die Kinder, auf die Rückseite zu schreiben, ob sich der Stoff in Wasser löst oder nicht, und ein kurzes 'Warum' anzugeben, basierend auf dem Experiment.

ErinnernAnwendenAnalysierenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeitSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit einer kurzen Einführung, in der sie den Begriff 'Lösungsmittel' mit Alltagserfahrungen verknüpfen, z.B. Zucker im Tee. Wichtig ist, die Experimente klar zu strukturieren und die Schülerinnen und Schüler anzuleiten, ihre Beobachtungen direkt zu dokumentieren. Vermeiden Sie zu lange theoretische Erklärungen vor dem Experiment, da das aktive Tun hier im Vordergrund steht. Die Lehrkraft sollte gezielt nachfragen, z.B. 'Was passiert, wenn ihr das Salz weiterrührt?' um die Beobachtung zu vertiefen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Kinder die Begriffe 'löslich' und 'unlöslich' sachlich korrekt anwenden und ihre Beobachtungen mit einfachen Erklärungen begründen können. Sie nutzen die Ergebnisse aus den Experimenten, um Vorhersagen zu treffen und diese zu überprüfen. Die Fähigkeit, Alltagsstoffe anhand ihrer Löslichkeit zu klassifizieren, ist ein sichtbares Ziel dieser Einheit.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation, achten Sie darauf, dass einige Kinder denken, 'alle Stoffe lösen sich irgendwann in Wasser auf'.

    Nutzen Sie die Station mit Sand und Öl, um gemeinsam zu filtern und zu zeigen, dass unlösliche Stoffe als Rückstand bleiben. Fragen Sie nach: 'Was bleibt im Filter? Warum löst sich das nicht?'

  • In der Partnerarbeit-Vorhersage-Challenge hören Sie oft 'Rühren macht jeden Stoff löslich'.

    Lassen Sie die Kinder Öl und Wasser intensiv rühren und beobachten, wie sich die Schichten sofort wieder trennen. Diskutieren Sie: 'Warum hilft Rühren hier nicht?'

  • Beim Verdampfen von Zuckerlösung glauben manche Schüler, der Zucker sei 'verschwunden' oder chemisch verändert.

    Führen Sie das Verdampfen gemeinsam durch und lassen die Kinder den Rückstand probieren oder betrachten. Fragen Sie: 'Ist der Zucker noch da? Wie?'


In dieser Übersicht verwendete Methoden