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Naturwissenschaften · Klasse 3

Ideen für aktives Lernen

Schwimmen und Sinken im Wasser

Aktive Experimente helfen Schülern, abstrakte Konzepte wie Dichte und Auftrieb greifbar zu machen. Durch eigenes Handeln und Beobachten verstehen sie, warum gleiche Materialien unterschiedlich schwimmen oder sinken. Das fördert nicht nur Fachwissen, sondern auch wissenschaftliche Denkweisen wie Vorhersagen und Überprüfung.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - Technik und ArbeitsweltKMK: Grundschule - Erkenntnisgewinnung
25–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Planen-Tun-Rückblick25 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Vorhersage und Test

Jedes Paar erhält eine Auswahl von Objekten wie Apfel, Stein, Schwamm und Korken. Zuerst prognostizieren sie gemeinsam per Daumen hoch/runter, dann testen sie im Wasserbehälter und notieren Ergebnisse in einer Tabelle. Abschließend vergleichen sie Vorhersagen mit Beobachtungen.

Warum schwimmen manche Gegenstände im Wasser, während andere sinken?

ModerationstippStellen Sie in der Paararbeit sicher, dass jedes Kind zuerst seine Vermutung aufschreibt, bevor es den Gegenstand testet, um den Vergleich zwischen Erwartung und Ergebnis zu stärken.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Kind eine Karte mit einem Gegenstand (z.B. Stein, Holzstück, leere Plastikflasche, Metallschraube). Die Kinder schreiben auf die Karte: 'Ich glaube, dieser Gegenstand wird ____ (schwimmen/sinken), weil ____.' Sie notieren ihre Beobachtung nach dem Versuch.

ErinnernAnwendenAnalysierenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeitSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Planen-Tun-Rückblick45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Formexperimente

Richten Sie drei Stationen ein: 1. Ton formen (Kugel vs. Boot), 2. Luftballons füllen und vergleichen, 3. Schaumstoff zuschneiden. Gruppen rotieren alle 10 Minuten, testen und skizzieren Veränderungen.

Wie verändert die Form eines Gegenstands, ob er schwimmt oder sinkt?

ModerationstippBei der Stationenrotation achten Sie darauf, dass Gruppen unterschiedliche Formen desselben Materials (z.B. Tonkugel vs. Tonplatte) direkt nebeneinander vergleichen, um den Formeffekt sichtbar zu machen.

Worauf zu achten istZeigen Sie den Kindern eine Tonkugel und eine flache Tonplatte. Fragen Sie: 'Was passiert, wenn ich diese beiden Objekte ins Wasser lege? Warum?' Bewerten Sie die Antworten auf Verständnis von Form und Verdrängung.

ErinnernAnwendenAnalysierenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeitSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Planen-Tun-Rückblick30 Min. · Ganze Klasse

Ganzer Unterricht: Sink-Schwimm-Wand

Schüler kleben Vorhersagekarten an eine Pinnwand, tauchen Objekte nacheinander ins Wasser und verschieben Karten. Gemeinsam kategorisieren sie nach Material und Form und ziehen Schlussfolgerungen.

Was denkst du: Wird dieser Gegenstand schwimmen oder sinken? Warum glaubst du das?

ModerationstippFühren Sie die Sink-Schwimm-Wand als gemeinsame Reflexion ein, indem Sie zunächst jedes Kind seine Beobachtung an die Tafel malt, bevor Sie die Klasse Muster finden lässt.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Warum schwimmt ein riesiges Schiff aus Stahl, aber ein kleiner Stein sinkt?' Leiten Sie eine Klassendiskussion, um die Rolle von Dichte, Form und verdrängtem Wasser zu erarbeiten. Notieren Sie Schlüsselbegriffe an der Tafel.

ErinnernAnwendenAnalysierenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeitSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Planen-Tun-Rückblick35 Min. · Einzelarbeit

Individuelle Herausforderung: Eigenes Schwimmobjekt

Jeder Schüler bastelt aus Ton und Stäbchen ein schwimmfähiges Objekt, testet es und passt bei Bedarf an. Sie zeichnen ihr Design und erklären den Erfolg.

Warum schwimmen manche Gegenstände im Wasser, während andere sinken?

ModerationstippFordern Sie in der individuellen Herausforderung Kinder explizit auf, ihre Idee zu skizzieren und zu beschreiben, bevor sie bauen, um die Verbindung zwischen Form und Funktion zu stärken.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Kind eine Karte mit einem Gegenstand (z.B. Stein, Holzstück, leere Plastikflasche, Metallschraube). Die Kinder schreiben auf die Karte: 'Ich glaube, dieser Gegenstand wird ____ (schwimmen/sinken), weil ____.' Sie notieren ihre Beobachtung nach dem Versuch.

ErinnernAnwendenAnalysierenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeitSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Dieses Thema lebt von konkreten Erfahrungen und anschließender Reflexion. Vermeiden Sie lange Erklärungen vor den Experimenten, sondern lassen Sie die Kinder zunächst selbst Vermutungen entwickeln. Nutzen Sie Alltagsbeispiele wie Schiffe oder Rettungsringe, um abstrakte Prinzipien an vertraute Objekte zu knüpfen. Wichtig ist, dass Schüler lernen, ihre Beobachtungen in eigenen Worten zu beschreiben und nicht nur die Begriffe Dichte oder Auftrieb zu wiederholen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn Kinder gezielt Vorhersagen treffen, ihre Beobachtungen präzise beschreiben und zwischen Material, Volumen und Form unterscheiden. Sie sollten erklären können, warum ein Gegenstand schwimmt oder sinkt, und ihre Aussagen mit Beobachtungen begründen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Paararbeit beobachten Sie, dass Kinder oft glauben, ein Gegenstand sinkt, nur weil er schwer ist, und einen leichten Gegenstand automatisch als schwimmend einstufen.

    Lassen Sie die Kinder in der Paararbeit zuerst zwei Gegenstände aus demselben Material aber unterschiedlicher Größe (z.B. kleine und große Holzkugel) testen. Fordern Sie sie auf, zu beschreiben, warum beide schwimmen, obwohl das Gewicht anders ist.

  • Während der Stationenrotation hören Sie Kinder sagen, dass die Form eines Gegenstands keine Rolle spielt und nur das Material zählt.

    Geben Sie den Gruppen Ton in Kugel- und Plattenform und bitten Sie sie, vorherzusagen und dann zu beobachten. Fragen Sie gezielt: 'Warum schwimmt die Platte, obwohl sie aus demselben Material wie die Kugel besteht?'

  • Während der Sink-Schwimm-Wand äußern Kinder die Idee, dass Wasser schwere Dinge wegstößt oder magische Kräfte hat.

    Führen Sie mit der Klasse ein Verdrängungsexperiment durch: Legen Sie einen Stein ins Wasser und messen Sie, wie viel Wasser steigt. Fragen Sie: 'Warum steigt der Wasserspiegel? Was passiert mit dem Stein?' Zeigen Sie so den Zusammenhang zwischen verdrängtem Wasser und Auftrieb.


In dieser Übersicht verwendete Methoden