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Naturwissenschaften · Klasse 3

Ideen für aktives Lernen

Mein Körper und seine Teile

Bewegung und Berührung helfen Kindern, abstrakte Körperteile greifbar zu machen. Durch aktives Erleben wird das Gelernte nachhaltiger im Gedächtnis verankert als durch reines Benennen. Diese Aktivitäten nutzen genau diese Zugänge, um die Struktur und Funktion des Körpers konkret erfahrbar zu machen.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - Mensch und GemeinschaftKMK: Grundschule - Natur und Leben
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Placemat-Methode45 Min. · Kleingruppen

Stationsrotation: Körperteile tasten

Richten Sie vier Stationen ein: Spiegel zur Kopfbenennung, Stoffpuppe für Rumpf ertasten, Armbewegungen mit Bändern, Beinrennen mit Markierungen. Gruppen rotieren alle 7 Minuten und notieren Funktionen. Abschlussrunde teilt Beobachtungen.

Welche Hauptteile hat der menschliche Körper und wo befinden sie sich?

ModerationstippWährend der Stationsrotation: Bereiten Sie Blind-Tast-Säckchen mit weichen Materialien vor, die Körperteile symbolisieren, um taktile Wahrnehmung zu fördern.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine einfache Körperzeichnung. Sie sollen die Hauptteile (Kopf, Rumpf, Arme, Beine) beschriften. Zusätzlich schreiben sie für einen Teil eine Funktion auf, z.B. 'Arme: zum Greifen'.

VerstehenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Placemat-Methode30 Min. · Kleingruppen

Bewegungsrelais: Funktionen zeigen

Teilen Sie die Klasse in Teams ein. Jedes Team läuft zu Stationen: Kopf drehen, Rumpf dehnen, Arme greifen, Beine springen. Richtige Ausführung bringt Punkte. Diskutieren Sie danach die Zwecke.

Wozu brauchen wir unsere Arme und Beine?

ModerationstippBeim Bewegungsrelais: Legen Sie klare Regeln fest, z.B. dass jede Bewegung dreimal wiederholt werden muss, damit alle Kinder die Funktion nachvollziehen können.

Worauf zu achten istDer Lehrer zeigt auf verschiedene Körperteile und stellt Fragen wie: 'Wie heißt dieser Teil?' oder 'Wozu brauchen wir diesen Teil?'. Die Schülerinnen und Schüler antworten mündlich oder zeigen auf eine Tafel mit den Begriffen.

VerstehenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Placemat-Methode40 Min. · Partnerarbeit

Körpermodell basteln

Schülerinnen und Schüler zeichnen oder basteln eine große Körperpuppe aus Papier. Sie kleben Etiketten mit Namen und Funktionen auf. In Paaren erklären sie ihr Modell der Klasse.

Was ist der Unterschied zwischen Kopf, Rumpf und Gliedmaßen? Was macht jeder Teil?

ModerationstippBeim Basteln des Körpermodells: Bringen Sie vorgefertigte Teile mit, die die Schülerinnen und Schüler nur noch zusammenkleben müssen, um Frustration zu minimieren.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Stellt euch vor, ihr könntet einen Körperteil nicht benutzen. Welcher wäre das und warum?'. Die Schülerinnen und Schüler diskutieren in Kleingruppen und stellen ihre Ergebnisse der Klasse vor.

VerstehenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Placemat-Methode20 Min. · Partnerarbeit

Partnerbeschreibung: Teile finden

Paare nennen abwechselnd Körperteile des Partners und deren Funktion, z. B. 'Dein Arm greift den Ball'. Wechseln Sie Rollen, dann präsentieren Paare gemeinsam.

Welche Hauptteile hat der menschliche Körper und wo befinden sie sich?

ModerationstippBei der Partnerbeschreibung: Geben Sie den Kindern eine feste Satzstruktur vor, z.B. 'Ich sehe deinen ... am ... und er/sie hilft uns zu ...'.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine einfache Körperzeichnung. Sie sollen die Hauptteile (Kopf, Rumpf, Arme, Beine) beschriften. Zusätzlich schreiben sie für einen Teil eine Funktion auf, z.B. 'Arme: zum Greifen'.

VerstehenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Naturwissenschaften-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Achten Sie darauf, dass die Begriffe 'Kopf', 'Rumpf', 'Arme' und 'Beine' von Anfang an konsistent verwendet werden, um Verwirrung zu vermeiden. Vermeiden Sie umgangssprachliche Begriffe wie 'Popo' oder 'Armbeuge', da diese später zu Missverständnissen führen können. Nutzen Sie die natürliche Neugier der Kinder, indem Sie Fragen stellen wie 'Warum können wir mit den Beinen nicht greifen?' und so das eigenständige Denken anregen.

Am Ende der Einheit können die Schülerinnen und Schüler die Hauptkörperteile korrekt benennen und ihre Lage am Körper zeigen. Sie erklären mindestens eine Funktion eines Körperteils und erkennen, wie verschiedene Teile zusammenwirken. Die Kinder nutzen Fachbegriffe sicher und reflektieren ihre eigene Körperwahrnehmung.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationsrotation 'Körperteile tasten', könnte ein Kind behaupten: 'Arme und Beine dienen nur zum Spielen.'

    Fordern Sie das Kind auf, die gefundenen Körperteile zu benennen und zu beschreiben, was es gerade damit getan hat, z.B. 'Ich habe mit meinen Händen den Ball gehalten – also greifen meine Arme nicht nur zum Spielen, sondern auch zum Halten von Dingen'.

  • Während des Bewegungsrelais 'Funktionen zeigen', könnte ein Kind sagen: 'Der Kopf hat nichts mit Denken zu tun.'

    Zeigen Sie auf das Gehirn im selbstgebastelten Körpermodell und fragen Sie das Kind, welche Aufgaben der Kopf noch hat, z.B. 'Was passiert, wenn du mit deinen Augen siehst? Dein Kopf steuert das Sehen – also denkt er mit.'

  • Während der Partnerbeschreibung 'Teile finden', könnte ein Kind behaupten: 'Alle Körperteile sind gleich wichtig.'

    Lassen Sie die Kinder gemeinsam überlegen, was passiert, wenn ein Körperteil nicht mehr funktioniert, z.B. 'Was kannst du nicht mehr tun, wenn deine Beine wehtun?' und so die Abhängigkeiten aufzeigen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden