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Naturwissenschaften · Klasse 1

Ideen für aktives Lernen

Wasser in seinen Aggregatzuständen

Aktive Experimente und Beobachtungen sind besonders wirksam, weil sie Kindern der ersten Klasse konkrete Sinneserfahrungen mit Wasser in seinen Zuständen ermöglichen. Die Stationenarbeit und Pfützenmessungen machen abstrakte Vorgänge wie Verdampfung greifbar und verankern das Thema im Alltag der Kinder.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - Unbelebte NaturKMK: Grundschule - Kommunikation
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Zustandswechsel beobachten

Richten Sie vier Stationen ein: Gefrieren (Wasser in Eiswürfelformen), Schmelzen (Eis mit Salz bestreuen), Verdampfen (Wasser erhitzen und abdecken), Kondensieren (Dampf auf kalte Flasche blasen). Gruppen rotieren alle 10 Minuten und notieren Veränderungen in Malblättern. Abschließende Plenumrunde teilt Highlights.

Wohin verschwindet die Pfütze auf dem Schulhof, wenn die Sonne scheint? Was denkst du?

ModerationstippBei Stationenlernen: Stellen Sie sicher, dass jedes Kind an jeder Station mindestens einmal aktiv wird, indem Sie Materialien wie Lupen oder Thermometer gezielt verteilen.

Worauf zu achten istDie Kinder erhalten ein Blatt mit drei Bildern: eine Pfütze, eine Eiswürfelform und eine dampfende Teekanne. Sie sollen zu jedem Bild ein Wort schreiben, das den Zustand oder die Veränderung beschreibt (z.B. 'verschwindet', 'gefriert', 'dampft').

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Planen-Tun-Rückblick30 Min. · Partnerarbeit

Pfützen-Tracking: Verdampfung messen

Markieren Sie eine Pfütze auf dem Schulhof mit Kreide und messen Sie täglich mit Lineal die Tiefe. Schüler zeichnen den Rückgang und diskutieren in Paaren, warum sie schrumpft. Ergänzen Sie mit Innenexperiment: Wasser in Schalen bei Sonne und Schatten.

Was passiert, wenn Dampf auf einen kalten Spiegel trifft? Was siehst du?

ModerationstippBeim Pfützen-Tracking: Nutzen Sie eine Stoppuhr oder markieren Sie die Pfützengröße mit Kreide, um den Fortschritt sichtbar zu machen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Was passiert mit dem Wasser in der Tiefkühltruhe, wenn die Flasche platzt?' Sammeln Sie die Antworten der Kinder und lenken Sie die Diskussion auf die Ausdehnung von Eis beim Gefrieren. Fragen Sie: 'Warum ist das so?'

ErinnernAnwendenAnalysierenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeitSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Planen-Tun-Rückblick20 Min. · Kleingruppen

Spiegel-Dampf-Experiment

Halten Sie einen kalten Spiegel in Dampf aus einer Teekanne. Schüler beobachten Tropfenbildung, wischen und wiederholen. In Kleingruppen erklären sie, was passiert, und malen den Prozess. Variieren Sie mit warmem und kaltem Spiegel.

Was passiert mit einer vollen Wasserflasche in der Tiefkühltruhe? Was entdeckst du?

ModerationstippBeim Spiegel-Dampf-Experiment: Achten Sie darauf, dass die Kinder die Gläser mit heißem Wasser vorsichtig halten und ihre Beobachtungen direkt auf einem Beobachtungsbogen festhalten.

Worauf zu achten istZeigen Sie den Kindern verschiedene Gegenstände (Eiswürfel, Wasserglas, Dampf aus einem Wasserkocher). Bitten Sie sie, mit den Händen zu zeigen, ob sie fest, flüssig oder gasförmig sind. Wiederholen Sie dies mit Beispielen für Zustandswechsel (schmelzendes Eis, verdampfendes Wasser).

ErinnernAnwendenAnalysierenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeitSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Planen-Tun-Rückblick35 Min. · Ganze Klasse

Gefrierflasche-Test

Füllen Sie Plastikflaschen halb mit Wasser, verschließen und in den Gefrierschrank legen. Nach 2 Stunden beobachten und messen Schüler die Ausdehnung. Diskutieren Sie in der Klasse, warum sie nicht ganz voll war, und vergleichen mit leeren Flaschen.

Wohin verschwindet die Pfütze auf dem Schulhof, wenn die Sonne scheint? Was denkst du?

ModerationstippBeim Gefrierflasche-Test: Stellen Sie Plastikflaschen bereit, die gerade so viel Wasser enthalten, dass sie beim Gefrieren platzen können, um Enttäuschungen zu vermeiden.

Worauf zu achten istDie Kinder erhalten ein Blatt mit drei Bildern: eine Pfütze, eine Eiswürfelform und eine dampfende Teekanne. Sie sollen zu jedem Bild ein Wort schreiben, das den Zustand oder die Veränderung beschreibt (z.B. 'verschwindet', 'gefriert', 'dampft').

ErinnernAnwendenAnalysierenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeitSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Beginnen Sie mit einfachen Alltagsbeispielen wie der Pfütze oder dem Eiswürfel, um Vorwissen abzurufen. Vermeiden Sie komplexe Fachbegriffe und nutzen Sie stattdessen kindgerechte Formulierungen wie 'flüssig' oder 'gasförmig'. Die Dichte von Eis sollte erst in höheren Klassen thematisiert werden, um Überforderung zu vermeiden. Wiederholte Rituale wie das gemeinsame Besprechen der Beobachtungen stärken das Verständnis und die Sprachentwicklung.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Kinder die drei Zustände von Wasser benennen und einfache Zustandswechsel beschreiben können. Sie erkennen Zusammenhänge zwischen Temperatur und Aggregatzustand und teilen ihre Beobachtungen in klaren Sätzen mit der Gruppe.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Aktivität 'Pfützen-Tracking' äußern einige Kinder, die Pfütze sei 'weg' oder 'verschwunden'.

    Nutzen Sie während der Aktivität ein Glas mit Wasser, das Sie unter die Sonne stellen, um zu zeigen, wie das Wasser langsam weniger wird. Fragen Sie die Kinder: 'Wo ist das Wasser jetzt? Was passiert mit dem Wasser in der Luft?' und lassen Sie sie ihre Ideen in Paaren besprechen.

  • Während des Experiments 'Spiegel-Dampf' glauben manche Kinder, der Dampf sei Rauch oder etwas anderes als Wasser.

    Führen Sie das Experiment mit zwei Spiegeln durch: Einer kalt, einer warm. Lassen Sie die Kinder beobachten, wie sich auf dem kalten Spiegel Tropfen bilden. Fragen Sie: 'Was passiert mit dem Dampf? Ist das immer noch Wasser?' und sammeln Sie die Antworten an der Tafel.

  • Während der Aktivität 'Gefrierflasche-Test' meinen einige Kinder, Eis sei schwerer als Wasser, weil es mehr Platz einnimmt.

    Wiegen Sie vor dem Gefrieren eine gefüllte Flasche und danach das geschmolzene Wasser in einem Messbecher. Lassen Sie die Kinder die Gewichte vergleichen und fragen: 'Warum ist das Eis leichter, obwohl es mehr Platz einnimmt?'


In dieser Übersicht verwendete Methoden