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Naturwissenschaften · Klasse 1

Ideen für aktives Lernen

Schwimmen und Sinken im Wasser

Aktives Lernen hilft Kindern, das Thema Schwimmen und Sinken durch direkte Erfahrungen zu begreifen. Experimente und praktische Aktivitäten machen abstrakte Konzepte wie Auftrieb und Dichte greifbar und helfen, Fehlvorstellungen schrittweise zu korrigieren.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - Unbelebte NaturKMK: Grundschule - Erkenntnisgewinnung
25–40 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen35 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Material-Schwimmtest

Richten Sie vier Stationen mit Materialien wie Holz, Stein, Feder und Plastik ein. Gruppen testen jedes Material im Wasserbecken, zeichnen Ergebnisse in eine Tabelle und rotieren alle 7 Minuten. Abschließende Plenumdiskussion vergleicht Beobachtungen.

Warum schwimmt ein großes Schiff auf dem Wasser, obwohl es so schwer ist? Was denkst du?

ModerationstippStellen Sie bei der Station Rotation sicher, dass jedes Kind mindestens einen Gegenstand testet und das Ergebnis in einer gemeinsamen Tabelle festhält.

Worauf zu achten istLegen Sie den Kindern eine Knetkugel und eine flachgedrückte Knetform vor. Bitten Sie sie, auf einem Zettel zu malen oder kurz zu schreiben, was mit beiden Formen im Wasser passiert und warum.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Planen-Tun-Rückblick25 Min. · Partnerarbeit

Knet-Experiment: Form verändern

Jede Gruppe formt Knetmasse zu Kugel und Platte, testet das Schwimmen in Wasser. Sie messen das Volumen grob mit einem Maßband und notieren Veränderungen. Diskutieren Sie, warum die flache Form schwimmt.

Was passiert, wenn du eine Knetkugel flach drückst und sie dann ins Wasser legst? Probier es aus.

ModerationstippFordern Sie die Kinder beim Knet-Experiment auf, ihre Vermutungen vor dem Eintauchen in eine einfache Skizze festzuhalten.

Worauf zu achten istZeigen Sie den Kindern eine Auswahl von 5-6 Gegenständen (z.B. Stein, Holzstück, Feder, Münze, Plastikente). Bitten Sie sie, vor dem Experimentieren zu raten, welche Gegenstände schwimmen und welche sinken werden, und begründen Sie kurz ihre Vermutung.

ErinnernAnwendenAnalysierenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeitSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Planen-Tun-Rückblick40 Min. · Kleingruppen

Schiffsbau-Challenge: Schwimmkonstruktionen

Schüler bauen aus Knetmasse, Stöckern und Folie kleine Schiffe, testen Stabilität im Wasser. Sie verändern Formen iterativ und notieren beste Designs. Gruppen präsentieren Erfolge.

Was geht im Wasser unter und was schwimmt oben? Sortiere die Gegenstände und schau, was passiert.

ModerationstippLegen Sie bei der Schiffsbau-Challenge klare Materialgrenzen fest, aber lassen Sie die Kinder frei experimentieren, um kreative Lösungen zu finden.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Warum schwimmt ein riesiges Schiff, aber ein kleiner Stein sinkt?' Bitten Sie die Kinder, ihre Ideen in Kleingruppen zu diskutieren und dann die besten Erklärungen im Plenum zu teilen.

ErinnernAnwendenAnalysierenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeitSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Planen-Tun-Rückblick30 Min. · Ganze Klasse

Sortier-Spiel: Vorhersage und Test

Legen Sie 20 Gegenstände bereit, Schüler sortieren vorab in 'schwimmt' und 'sinkt'. Testen Sie gemeinsam und korrigieren Vorhersagen. Erstellen Sie eine Klassenliste mit Ergebnissen.

Warum schwimmt ein großes Schiff auf dem Wasser, obwohl es so schwer ist? Was denkst du?

ModerationstippBeim Sortier-Spiel achten Sie darauf, dass jedes Kind mindestens einmal eine falsche Vorhersage trifft und diese im Anschluss überprüft.

Worauf zu achten istLegen Sie den Kindern eine Knetkugel und eine flachgedrückte Knetform vor. Bitten Sie sie, auf einem Zettel zu malen oder kurz zu schreiben, was mit beiden Formen im Wasser passiert und warum.

ErinnernAnwendenAnalysierenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeitSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Nutzen Sie die natürliche Neugier der Kinder durch offene Fragen und lassen Sie sie eigene Hypothesen aufstellen. Vermeiden Sie zu frühe Erklärungen, sondern begleiten Sie sie durch gezielte Impulse, etwa mit der Frage: 'Was verändert sich, wenn du die Knetmasse flach drückst?' Gehen Sie von konkreten Beobachtungen aus und bauen Sie erst dann abstrakte Begriffe auf. Forschung zeigt, dass Kinder in diesem Alter durch Handeln und Sprechen lernen – kombinieren Sie daher Beobachtungen mit dem Austausch in Partner- oder Gruppenarbeit.

Die Kinder erkennen, dass nicht das Gewicht allein, sondern das Zusammenspiel von Volumen, Form und Materialdichte über das Schwimmen oder Sinken entscheidet. Sie formulieren erste Erklärungen und nutzen Fachbegriffe wie 'verdrängen' oder 'Auftrieb' im Alltagskontext.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Station Rotation beobachten Sie, wie Kinder schwere Gegenstände wie Steine oder Metallstücke automatisch als 'sinkend' einordnen.

    Nutzen Sie die Station Rotation für gezielte Vergleiche: Lassen Sie die Kinder z.B. einen großen Holzklotz und einen kleinen Stein wiegen und ins Wasser legen, um die Rolle des Volumens zu verdeutlichen. Fragen Sie konkret: 'Warum schwimmt der Holzklotz, obwohl er schwerer ist?'

  • Während des Sortier-Spiels hören Sie Kinder sagen, dass nur leichte Materialien schwimmen können.

    Fordern Sie die Kinder auf, im Sortier-Spiel gezielt Gegenstände mit unterschiedlichem Gewicht aber gleichem Material zu vergleichen, z.B. eine große und eine kleine Plastikflasche. Lassen Sie sie das verdrängte Wasser sichtbar machen und messen.

  • Während des Knet-Experiments sehen Sie Kinder, die annehmen, dass die Knetform selbst nichts am Schwimmverhalten ändert.

    Lassen Sie die Kinder ihre Vermutungen in Partnerarbeit formulieren und direkt überprüfen: 'Was passiert, wenn du die Kugel flach drückst?' Nutzen Sie die Ergebnisse für eine gemeinsame Besprechung.


In dieser Übersicht verwendete Methoden