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Naturwissenschaften · Klasse 1

Ideen für aktives Lernen

Tasten: Haut und Berührung

Aktive Erfahrungen mit Haut und Berührung helfen Kindern, ihren Körper und die Umwelt besser zu verstehen. Durch gezielte Sinneserfahrungen verknüpfen sie theoretisches Wissen mit konkreten Empfindungen, was das Lernen nachhaltig macht.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - Mensch und GesundheitKMK: Grundschule - Erkenntnisgewinnung
15–35 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Erfahrungsorientiertes Lernen35 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Textur-Entdeckung

Richten Sie vier Stationen ein: rau (Sandpapier), glatt (Seide), weich (Baumwolle), hart (Stein). Kinder fühlen blindlings und beschreiben die Empfindungen auf Karten. Gruppen rotieren alle 7 Minuten und teilen am Ende Erkenntnisse.

Was spürst du, wenn du zuerst etwas Warmes und dann etwas Kaltes anfasst? Wie fühlt sich das an?

ModerationstippStellen Sie in der Stationenrotation mindestens fünf verschiedene Materialien bereit, damit Kinder Vergleiche ziehen können.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Kind eine Karte mit einem Bild eines Objekts (z. B. Feder, Stein, Wattebausch). Die Kinder schreiben oder malen zwei Wörter, die beschreiben, wie sich das Objekt anfühlt, und eine Körperstelle, an der sie es am deutlichsten spüren würden.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Erfahrungsorientiertes Lernen20 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Warm-Kalt-Test

Paare tauchen Finger nacheinander in warmes und kaltes Wasser, dann in neutrales. Sie vergleichen Gefühle und zeichnen Smileys für die Intensität. Diskutieren Sie, warum das kalte Wasser nach dem Warmen kälter wirkt.

An welchen Körperstellen spürst du eine leichte Berührung besonders deutlich? Teste es mit einer Feder.

ModerationstippLassen Sie die Kinder beim Warm-Kalt-Test ihre Beobachtungen direkt auf einem einfachen Protokollblatt vermerken.

Worauf zu achten istStellen Sie den Kindern eine Kiste mit verschiedenen Materialien (z. B. Sandpapier, Seide, Holz, Stoff). Bitten Sie sie, die Materialien zu ertasten und zu beschreiben, wie sie sich unterscheiden. Fragen Sie: 'Welche dieser Oberflächen würdet ihr für eine weiche Decke verwenden und warum?'

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Erfahrungsorientiertes Lernen25 Min. · Ganze Klasse

Ganzklasse: Feder-Sensitivität

Verteilen Sie Federn, Kinder testen leichte Berührung an Handrücken, Lippen, Arm. Jede*r markiert empfindliche Stellen auf einem Körpermodell. Gemeinsame Präsentation zeigt Muster.

Wie könnten blinde Menschen mit ihren Fingern Dinge erkennen? Was könntest du so herausfinden?

ModerationstippVerwenden Sie in der Feder-Sensitivität eine weiche Feder und achten Sie darauf, dass die Kinder ihre Ergebnisse in der Klasse teilen.

Worauf zu achten istZeigen Sie auf verschiedene Körperteile (Finger, Ellenbogen, Rücken) und fragen Sie die Kinder: 'Wo spürt man eine leichte Berührung am besten?' Lassen Sie die Kinder mit den Fingern nach oben oder unten zeigen, um ihre Antwort zu geben.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Erfahrungsorientiertes Lernen15 Min. · Einzelarbeit

Individuelle: Blindtasten-Box

Jedes Kind tastet Objekte in einer Box ab und rät, was drin ist. Notieren Sie Trefferquote. Später teilen alle Tipps für besseres Tasten.

Was spürst du, wenn du zuerst etwas Warmes und dann etwas Kaltes anfasst? Wie fühlt sich das an?

ModerationstippFüllen Sie die Blindtasten-Box mit Alltagsgegenständen, die sich in Textur und Temperatur unterscheiden.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Kind eine Karte mit einem Bild eines Objekts (z. B. Feder, Stein, Wattebausch). Die Kinder schreiben oder malen zwei Wörter, die beschreiben, wie sich das Objekt anfühlt, und eine Körperstelle, an der sie es am deutlichsten spüren würden.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Bei diesem Thema ist es wichtig, den Kindern Raum für freies Entdecken zu geben, aber auch klare Struktur vorzugeben. Vermeiden Sie zu viele Erklärungen im Voraus, stattdessen fördern Sie das selbstständige Ausprobieren. Forschung zeigt, dass multisensorische Erfahrungen die Gedächtnisbildung stärken, daher sollten alle Sinne aktiviert werden. Achten Sie darauf, dass die Sprache der Kinder im Mittelpunkt steht – ihre Beschreibungen sind wertvoller als vorgefertigte Begriffe.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass Kinder Texturen und Temperaturen präzise beschreiben können und verstehen, dass die Haut an verschiedenen Körperstellen unterschiedlich empfindsam ist. Sie nutzen Fachbegriffe wie 'rau', 'glatt' oder 'kalt' sicher und reflektieren ihre Wahrnehmungen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation zur Textur-Entdeckung beobachten Sie, ob Kinder glauben, alle Materialien fühlten sich gleich an.

    Fordern Sie die Kinder auf, ihre Empfindungen laut zu beschreiben und vergleichen Sie gemeinsam, warum einige Materialien rau und andere glatt sind.

  • Während der Paararbeit zum Warm-Kalt-Test meinen manche Kinder, Temperaturgefühle seien immer gleich.

    Lassen Sie die Kinder ihre Hände nacheinander in unterschiedlich temperiertes Wasser tauchen und fragen Sie: 'Spürst du einen Unterschied? Warum?'.

  • Während der Feder-Sensitivität in der Ganzklasse glauben Kinder, die Haut an den Händen sei überall gleich empfindsam.

    Zeigen Sie den Kindern, dass die Feder an verschiedenen Körperstellen unterschiedlich stark wahrgenommen wird und notieren Sie die Ergebnisse auf einer gemeinsamen Liste.


In dieser Übersicht verwendete Methoden