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Mathematik · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Absolute und relative Häufigkeit

Aktive Lernformen wie Experimente und Umfragen helfen den Schülerinnen und Schülern, absolute und relative Häufigkeit nicht nur zu rechnen, sondern ihre Bedeutung für Wahrscheinlichkeiten zu verstehen. Durch das Handeln mit konkretem Material wird der abstrakte Unterschied zwischen den beiden Konzepten greifbar und nachvollziehbar.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Daten und Zufall
15–30 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen20 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Würfelversuch

Die Paare werfen einen Würfel 50 Mal und notieren absolute Häufigkeiten für jede Augenzahl. Sie berechnen relative Häufigkeiten und vergleichen mit der theoretischen Verteilung. Abschließend diskutieren sie Abweichungen.

Vergleichen Sie die absolute und relative Häufigkeit und erklären Sie deren jeweilige Aussagekraft.

ModerationstippFordern Sie die Paare beim Würfelversuch auf, ihre Ergebnisse direkt in eine gemeinsame Tabelle einzutragen, um Vergleiche zu erleichtern.

Worauf zu achten istGeben Sie den Schülerinnen und Schülern zwei kleine Datensätze (z.B. Ergebnisse von 10 Münzwürfen und 50 Münzwürfen). Bitten Sie sie, für beide Datensätze die absolute und relative Häufigkeit von 'Kopf' zu berechnen und eine kurze Erklärung zu schreiben, welcher Wert ihrer Meinung nach die Wahrscheinlichkeit für 'Kopf' besser widerspiegelt.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Lernen an Stationen25 Min. · Kleingruppen

Kleingruppen: Farbtopf-Experiment

Gruppen ziehen 100 Kugeln aus einem Topf mit bunten Kugeln und ermitteln absolute und relative Häufigkeiten. Sie erstellen eine Tabelle und prognostizieren für weitere Züge. Die Ergebnisse werden im Plenum präsentiert.

Erklären Sie, wann die relative Häufigkeit eine bessere Einschätzung der Wahrscheinlichkeit liefert.

ModerationstippLegen Sie beim Farbtopf-Experiment verschiedene Anzahlen an Kugeln in die Töpfe, damit die Schülerinnen und Schüler den Einfluss der Stichprobengröße auf die relative Häufigkeit selbst erkennen.

Worauf zu achten istStellen Sie eine Frage wie: 'Ein Würfel wurde 20 Mal geworfen und die Zahl 3 erschien 5 Mal. Was ist die absolute Häufigkeit von 3? Was ist die relative Häufigkeit von 3? Wie hoch ist die theoretische Wahrscheinlichkeit, eine 3 zu würfeln?' Die Schülerinnen und Schüler schreiben ihre Antworten auf kleine Kärtchen.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Lernen an Stationen15 Min. · Einzelarbeit

Individuell: Umfrage gestalten

Jede Schülerin und jeder Schüler plant eine Umfrage zu Vorlieben in der Klasse, erhebt Daten und berechnet Häufigkeiten. Die Ergebnisse werden in einer gemeinsamen Tabelle zusammengefasst.

Konstruieren Sie ein Experiment, bei dem die relative Häufigkeit von der theoretischen Wahrscheinlichkeit abweicht.

ModerationstippGeben Sie den Lernenden bei der individuellen Umfrage klare Leitfragen mit, damit die erhobenen Daten später sinnvoll ausgewertet werden können.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in Kleingruppen auf. Geben Sie jeder Gruppe ein Zufallsexperiment vor (z.B. Ziehen von Kugeln aus einem Beutel mit unterschiedlichen Farben). Lassen Sie sie das Experiment 15 Mal durchführen, die Ergebnisse notieren und dann die absolute und relative Häufigkeit für jede Farbe berechnen. Bitten Sie sie, ihre Ergebnisse zu vergleichen und zu diskutieren, ob die relative Häufigkeit der theoretischen Wahrscheinlichkeit nahekommt und warum.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Lernen an Stationen30 Min. · Ganze Klasse

Ganzer Unterricht: Vergleichsspiel

Die Klasse vergleicht Häufigkeiten aus verschiedenen Experimenten in einem großen Diagramm. Jeder Beitrag wird diskutiert, um Aussagekraft zu bewerten.

Vergleichen Sie die absolute und relative Häufigkeit und erklären Sie deren jeweilige Aussagekraft.

ModerationstippLassen Sie beim Vergleichsspiel die Gruppen ihre Ergebnisse an der Tafel sammeln, um gemeinsame Muster in den Abweichungen zu diskutieren.

Worauf zu achten istGeben Sie den Schülerinnen und Schülern zwei kleine Datensätze (z.B. Ergebnisse von 10 Münzwürfen und 50 Münzwürfen). Bitten Sie sie, für beide Datensätze die absolute und relative Häufigkeit von 'Kopf' zu berechnen und eine kurze Erklärung zu schreiben, welcher Wert ihrer Meinung nach die Wahrscheinlichkeit für 'Kopf' besser widerspiegelt.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Beginnen Sie mit einfachen, visuellen Beispielen, die den Unterschied zwischen absoluter und relativer Häufigkeit sofort sichtbar machen. Vermeiden Sie es, die Begriffe zu früh zu formalisieren; lassen Sie die Schülerinnen und Schüler die Zusammenhänge selbst entdecken. Nutzen Sie Alltagsbeispiele wie Sportstatistiken oder Wahlergebnisse, um die Relevanz der Konzepte zu betonen. Wiederholen Sie regelmäßig die Frage: 'Was sagt uns der Wert – und was nicht?', um Fehlvorstellungen direkt anzusprechen.

Am Ende des Themas können die Lernenden sicher zwischen absoluter und relativer Häufigkeit unterscheiden, beide Werte berechnen und ihre Aussagekraft in verschiedenen Situationen erklären. Sie erkennen, wann relative Häufigkeiten bessere Schätzungen liefern und können Experimente sachgerecht auswerten.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Würfelversuchs in der Paararbeit hören Sie Sätze wie: 'Absolute Häufigkeit ist immer wichtiger als relative.'

    Fordern Sie die Paare auf, ihre Ergebnisse sowohl absolut als auch relativ zu notieren und zu vergleichen, welche Aussage in diesem Kontext sinnvoller ist. Zeigen Sie, wie relative Häufigkeiten aus 20 und 200 Würfen verglichen werden können.

  • Während des Farbtopf-Experiments in Kleingruppen wird behauptet: 'Die relative Häufigkeit ist genau die Wahrscheinlichkeit.'

    Bitten Sie die Gruppen, ihre Ergebnisse mit der theoretischen Wahrscheinlichkeit zu vergleichen und zu diskutieren, warum die relative Häufigkeit nur eine Schätzung sein kann. Nutzen Sie kleine Stichproben als Beispiel für große Abweichungen.

  • Während des Vergleichsspiels im Plenum äußern Schülerinnen und Schüler: 'Mehr Versuche ändern nichts an den Häufigkeiten.'

    Zeigen Sie die gesammelten Ergebnisse des Spiels an der Tafel und lassen Sie die Klasse erkennen, dass sich relative Häufigkeiten bei mehr Versuchen stabilisieren, während absolute steigen. Nutzen Sie die visualisierte Entwicklung der Werte als Beleg.


In dieser Übersicht verwendete Methoden