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Mathematik · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Rechengesetze als Werkzeuge

Aktives Handeln festigt das Verständnis der Rechengesetze, weil Schülerinnen und Schüler die Gesetze nicht nur hören, sondern sofort an konkreten Aufgaben ausprobieren und selbst anwenden können. Durch das Umordnen von Zahlen und das Ausprobieren verschiedener Lösungswege wird der Nutzen dieser Werkzeuge direkt erlebbar und bleibt besser haften.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Zahlen und OperationenKMK: Sekundarstufe I - Mit symbolischen, formalen und technischen Elementen der Mathematik umgehen
25–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Kollaboratives Problemlösen25 Min. · Partnerarbeit

Kartenpaare: Kommutativgesetz

Teilen Sie Karten mit Aufgaben wie 8+5 und 5+8 aus. Paare matchen gleiche Ergebnisse und erklären die Vertauschbarkeit. Erweitern Sie auf Multiplikation und lassen Sie sie eigene Paare erstellen.

Wie helfen uns Rechengesetze dabei, komplexe Aufgaben im Kopf zu lösen?

ModerationstippBei den Kartenpaaren zum Kommutativgesetz sorgen Sie dafür, dass jedes Paar eine Rechenaufgabe und ihre vertauschte Version erhält, damit die Schülerinnen und Schüler die Gleichheit selbst überprüfen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einer Aufgabe, z.B. 'Berechne 15 + 28 + 5 im Kopf'. Die Schüler schreiben auf die Rückseite, welches Rechengesetz sie angewendet haben und wie sie die Aufgabe gelöst haben.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 02

Kollaboratives Problemlösen30 Min. · Kleingruppen

Gruppenketten: Assoziativgesetz

In kleinen Gruppen rechnen Schüler Ketten wie 2+(3+4) und (2+3)+4. Sie vergleichen Ergebnisse und gruppieren neu. Abschließend lösen sie gemischte Ketten mental.

Warum darf man beim Addieren die Reihenfolge vertauschen, beim Subtrahieren aber nicht?

ModerationstippBei der Gruppenketten-Aktivität zum Assoziativgesetz achten Sie darauf, dass jede Gruppe unterschiedliche Gruppierungen derselben Zahlen hat, um die Gleichheit der Ergebnisse sichtbar zu machen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Aufgabe 'Berechne 7 x 12 im Kopf'. Bitten Sie die Schüler, ihre Hand zu heben, wenn sie eine Lösung haben. Fragen Sie dann gezielt zwei Schüler, wie sie vorgegangen sind und welche Gesetze sie genutzt haben, um ihre Denkweise zu vergleichen.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 03

Kollaboratives Problemlösen35 Min. · Kleingruppen

Distributiv-Challenge: Rechteckmodelle

Schüler modellieren mit Würfeln Rechtecke wie 12×15 als (10+2)×15. Sie zerlegen, multiplizieren separat und addieren. Diskutieren Sie, wann das schneller ist als direkte Multiplikation.

In welchen Situationen ist das Ausmultiplizieren effizienter als das Rechnen in der Klammer?

ModerationstippBei der Distributiv-Challenge arbeiten die Schülerinnen und Schüler mit Rechteckmodellen aus Papier, um die Aufteilung der Flächen und die dazugehörigen Rechenwege nachzuvollziehen.

Worauf zu achten istLeiten Sie eine Diskussion mit der Frage: 'Warum ist das Kommutativgesetz beim Subtrahieren nicht erlaubt, aber beim Addieren schon? Geben Sie Beispiele, um Ihre Antwort zu erklären.' Sammeln Sie die Erklärungen der Schüler an der Tafel.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 04

Kollaboratives Problemlösen45 Min. · Ganze Klasse

Strategie-Rallye: Alle Gesetze

Ganze Klasse rotiert durch Stationen mit Aufgaben zu jedem Gesetz. Jede Gruppe notiert Strategien und präsentiert eine beste Lösung.

Wie helfen uns Rechengesetze dabei, komplexe Aufgaben im Kopf zu lösen?

ModerationstippBei der Strategie-Rallye geben Sie den Schülerinnen und Schülern kurze Zeitlimits, um sie zu zwingen, Rechengesetze bewusst einzusetzen, statt stur zu rechnen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einer Aufgabe, z.B. 'Berechne 15 + 28 + 5 im Kopf'. Die Schüler schreiben auf die Rückseite, welches Rechengesetz sie angewendet haben und wie sie die Aufgabe gelöst haben.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit konkreten Beispielen aus dem Alltag, etwa dem Vertauschen von Summanden beim Geldzählen oder dem Gruppieren von Gegenständen beim Einpacken. Vermeiden Sie abstrakte Erklärungen am Anfang und lassen Sie die Schülerinnen und Schüler selbst die Regeln entdecken. Nutzen Sie Fehler als Lernchance, etwa wenn jemand das Assoziativgesetz mit dem Kommutativgesetz verwechselt, und besprechen Sie gemeinsam, warum die Reihenfolge bei der Subtraktion nicht egal ist.

Am Ende der Einheit sollen die Schülerinnen und Schüler Rechengesetze gezielt einsetzen, um Aufgaben im Kopf schneller und sicherer zu lösen. Sie erklären anderen, warum bestimmte Strategien funktionieren und korrigieren sich gegenseitig bei Fehlern, besonders bei der Unterscheidung zwischen vertauschbaren und nicht vertauschbaren Operationen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während Kartenpaare: Kommutativgesetz, achten Sie darauf, dass einige Schülerinnen und Schüler Aufgaben wie 10 - 3 und 3 - 10 vertauschen wollen.

    Legen Sie den Schülerinnen und Schülern die beiden Aufgaben vor und fragen Sie: 'Was bedeutet das Ergebnis in einem Kontext, z.B. Äpfel?' Fordern Sie sie auf, die Unterschiede zu beschreiben und zu erklären, warum Vertauschen hier nicht möglich ist.

  • Während Distributiv-Challenge: Rechteckmodelle, beobachten Sie, ob Schülerinnen und Schüler das Gesetz nur für Multiplikation mit Addition anwenden.

    Fordern Sie sie auf, das Modell umzudrehen und die umgekehrte Richtung zu testen, z.B. a(b+c) und (b+c)a. Fragen Sie: 'Was fällt euch auf? Gilt die Regel in beide Richtungen?'

  • Bitten Sie die Gruppen, ihre Zwischenergebnisse an der Tafel zu notieren und vergleichen Sie sie. Fragen Sie: 'Warum ist das Ergebnis gleich, obwohl die Klammerung anders ist?' und lassen Sie die Schülerinnen und Schüler die Gleichheit begründen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden