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Kunst · Klasse 9

Ideen für aktives Lernen

Land Art: Kunst mit der Natur

Aktives Gestalten fördert das Verständnis für Land Art, weil Schüler:innen Natur nicht nur theoretisch analysieren, sondern ihre Wirkung durch haptisches Erleben begreifen. Die körperliche Auseinandersetzung mit Materialien und Raum sensibilisiert für ökologische und ästhetische Zusammenhänge.

KMK BildungsstandardsPlastikÖkologische Ästhetik
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Erfahrungsorientiertes Lernen30 Min. · Kleingruppen

Outdoor-Suche: Materialerfassung

Schüler suchen in der Natur passende Materialien wie Äste, Steine oder Blätter, notieren Eigenschaften und potenzielle Verwendung. In der Gruppe besprechen sie Auswahlkriterien bezüglich Haltbarkeit und Ästhetik. Sie skizzieren ein erstes Konzept für ein Werk.

Wie verändert ein Eingriff in die Natur unsere Wahrnehmung der Landschaft?

ModerationstippBei der Outdoor-Suche begleite gezielt Gruppen, die unsicher sind, und weise auf die Vielfalt von Materialien wie Steinen, Ästen oder Blättern hin.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einem Bild eines Land-Art-Werkes. Sie sollen zwei Sätze schreiben: Einer erklärt, wie das Werk die Landschaft verändert, und ein weiterer beschreibt, welche Rolle die Vergänglichkeit spielt.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Erfahrungsorientiertes Lernen45 Min. · Kleingruppen

Gruppenbau: Temporäres Werk

Gruppen konzipieren und bauen eine Land-Art-Installation vor Ort, integrieren Elemente wie Form und Balance. Sie testen die Stabilität und beobachten erste Veränderungen durch Wind oder Feuchtigkeit. Nach 20 Minuten erfolgt eine erste Reflexionsrunde.

Welche Bedeutung hat die Vergänglichkeit in der Land Art?

ModerationstippGib beim Gruppenbau klare Zeitlimits und Materialbegrenzungen vor, um kreative Lösungen unter Ressourcenknappheit zu fördern.

Worauf zu achten istNachdem die Schüler ihre Entwürfe für ein Land-Art-Werk vorgestellt haben, tauschen sie diese mit einem Partner aus. Jeder Partner bewertet den Entwurf anhand von zwei Kriterien: 1. Werden Naturmaterialien kreativ eingesetzt? 2. Wird die Idee der Vergänglichkeit berücksichtigt? Die Partner geben schriftliches Feedback mit jeweils einem Verbesserungsvorschlag.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Erfahrungsorientiertes Lernen25 Min. · Partnerarbeit

Dokumentation: Foto-Story

Schüler dokumentieren ihr Werk mit Fotos aus verschiedenen Perspektiven, inklusive Before-After-Aufnahmen. Sie erstellen eine kurze Story mit Beschreibung der Intention und erwarteten Vergänglichkeit. Im Plenum präsentieren sie die Ergebnisse.

Wie dokumentiert man Kunst, die nicht von Dauer ist?

ModerationstippZeige während der Foto-Story konkrete Techniken wie Perspektivwechsel oder Close-ups, um die Dokumentation zu professionalisieren.

Worauf zu achten istDiskutieren Sie im Plenum: 'Welche ethischen Überlegungen sind wichtig, wenn man Kunst in der Natur schafft?'. Sammeln Sie die Antworten der Schüler an der Tafel und ordnen Sie sie den Schlüssel-Fragen der Einheit zu.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Erfahrungsorientiertes Lernen20 Min. · Ganze Klasse

Reflexionskreis: Wahrnehmung

Ganze Klasse spaziert zu den Werken, notiert veränderte Landschaftswahrnehmung. In einem Kreisgespräch teilen sie Beobachtungen und diskutieren Schlüssel-Fragen. Jeder notiert eine persönliche Erkenntnis.

Wie verändert ein Eingriff in die Natur unsere Wahrnehmung der Landschaft?

ModerationstippLeite den Reflexionskreis mit Leitfragen ein, die auf persönliche Wahrnehmungsveränderungen abzielen, z.B. 'Wie hat sich eure Sicht auf die Wiese durch das Werk verändert?'

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einem Bild eines Land-Art-Werkes. Sie sollen zwei Sätze schreiben: Einer erklärt, wie das Werk die Landschaft verändert, und ein weiterer beschreibt, welche Rolle die Vergänglichkeit spielt.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Starten Sie mit einer kurzen Bildbetrachtung realer Land-Art-Werke, um Erwartungen zu klären. Vermeiden Sie zu frühe theoretische Vertiefungen, da Schüler:innen über das eigene Gestalten erst Zugang zur Thematik finden. Nutzen Sie die Methodik des 'sokratischen Fragens', um Reflexionsprozesse anzuregen und Missverständnisse direkt im Tun zu korrigieren.

Erfolgreich sind Schüler:innen, wenn sie natürliche Materialien sinnvoll einsetzen, temporäre Werke bewusst gestalten und ihre Vergänglichkeit reflektieren. Sie dokumentieren ihre Projekte nachvollziehbar und diskutieren die Wechselwirkung zwischen Kunst und Natur kritisch.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Outdoor-Suche beobachten manche Schüler:innen, dass große Äste transportiert oder Pflanzen beschädigt werden.

    Nutze die Materialerfassung als Anlass, um gemeinsam Regeln zu formulieren: 'Wir nehmen nur, was am Boden liegt, und legen alles nach dem Bau zurück.' Halte diese Vereinbarung mit einer Checkliste fest.

  • In der Gruppenbau-Phase argumentieren einige, dass teure Farben oder Werkzeuge nötig seien, um ein 'richtiges' Kunstwerk zu schaffen.

    Fordere die Gruppen auf, ihre Materialien zu präsentieren und zu begründen, warum sie gerade diese Elemente gewählt haben. Zeige Beispiele aus der Land Art, die mit einfachen Mitteln auskommen.

  • Bei der Foto-Story wird die Dokumentation als reine 'Erinnerung' abgetan und oberflächlich behandelt.

    Gib konkrete Aufgaben vor, z.B. 'Macht drei Fotos: eines aus der Froschperspektive, eines mit Spiegelung und eines, das den Prozess zeigt.' Besprecht im Anschluss, wie die Wahl der Perspektive die Wirkung verändert.


In dieser Übersicht verwendete Methoden