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Kunst · Klasse 8

Ideen für aktives Lernen

Mimik und Gestik im Porträt

Aktive Lernformen eignen sich besonders gut für dieses Thema, weil Schülerinnen und Schüler Emotionen und Botschaften erst durch eigenes Erleben und Experimentieren wirklich verstehen. Durch das Nachstellen von Mimik und Gestik werden abstrakte Konzepte greifbar und die Analyse von Porträts gewinnt an Tiefe.

KMK BildungsstandardsWahrnehmungBildnerische Gestaltungsmittel
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Emotionen entschlüsseln

Richten Sie vier Stationen ein: eine mit historischen Porträts, eine mit modernen, eine für Mimik-Skizzen, eine für Gestik-Notizen. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und protokollieren Beobachtungen zu Emotionen. Abschließend teilen sie Erkenntnisse im Plenum.

Wie können subtile Veränderungen in Mimik und Gestik die Aussage eines Porträts verändern?

ModerationstippBeobachten Sie während der Stationenarbeit gezielt, wie Schülerinnen und Schüler Emotionen in den Porträts beschreiben und diskutieren, um ihre Argumentation zu fördern.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schüler auf einer Karteikarte ein bekanntes Porträt (z.B. Mona Lisa) skizzieren und zwei Sätze dazu schreiben, welche Emotionen oder Gedanken die Mimik und Gestik des Dargestellten ausdrücken. Die Lehrkraft prüft die Übereinstimmung der Interpretation mit den visuellen Hinweisen.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Rollenspiel30 Min. · Partnerarbeit

Spiegelübung: Mimik nachstellen

Schüler wählen ein Porträt und stellen die Mimik vor einem Spiegel nach, fotografieren sich dann. In Paaren vergleichen sie Original und Nachstellung, notieren Unterschiede. Gemeinsam skizzieren sie Variationen für neue Emotionen.

Vergleichen Sie die Darstellung von Emotionen in historischen und zeitgenössischen Porträts.

ModerationstippFordern Sie in der Spiegelübung auf, bewusst zwischen übertriebenen und subtilen Ausdrücken zu wechseln, um die Wirkung zu vergleichen.

Worauf zu achten istZeigen Sie zwei Porträts, die ähnliche Situationen, aber unterschiedliche Emotionen darstellen. Fragen Sie die Schüler: 'Welche spezifischen Unterschiede in Mimik und Gestik führen dazu, dass Bild A Fröhlichkeit und Bild B Traurigkeit vermittelt? Nennt mindestens drei konkrete Merkmale pro Bild.'

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Rollenspiel50 Min. · Partnerarbeit

Gestik-Entwurf: Wortlos erzählen

Jede Schülerin und jeder Schüler entwirft ein Porträt mit spezifischer Gestik für eine Emotion, z. B. Freude durch offene Hände. Partner raten die Emotion und geben Feedback. Die besten Werke werden ausgestellt.

Entwerfen Sie ein Porträt, das eine spezifische Emotion ohne Worte ausdrückt.

ModerationstippHalten Sie bei der Gestik-Entwurf-Runde kurze Feedbackrunden ab, in denen die Klasse gemeinsam Tipps zur Verbesserung gibt.

Worauf zu achten istBitten Sie die Schüler, sich gegenseitig in Paaren zu porträtieren. Ein Schüler stellt eine vorgegebene Emotion dar (z.B. Überraschung), der andere zeichnet. Anschließend tauschen die Schüler die Zeichnungen aus und bewerten auf einer Skala von 1-5, wie gut die Emotion erkennbar ist, und notieren eine Verbesserungsmöglichkeit.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Rollenspiel40 Min. · Kleingruppen

Vergleichsronde: Alt vs. Neu

Teilen Sie Klassen in Teams auf, jedes analysiert ein historisches und ein zeitgenössisches Porträtpaar. Sie listen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Mimik und Gestik auf. Im Karussellgespräch rotieren die Teams.

Wie können subtile Veränderungen in Mimik und Gestik die Aussage eines Porträts verändern?

ModerationstippVergleichen Sie bei der Vergleichsronde bewusst Werke aus verschiedenen Epochen, um epochenspezifische Ausdrucksformen herauszuarbeiten.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schüler auf einer Karteikarte ein bekanntes Porträt (z.B. Mona Lisa) skizzieren und zwei Sätze dazu schreiben, welche Emotionen oder Gedanken die Mimik und Gestik des Dargestellten ausdrücken. Die Lehrkraft prüft die Übereinstimmung der Interpretation mit den visuellen Hinweisen.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen auf eine Kombination aus praktischen Übungen und analytischen Vergleichen. Vermeiden Sie reine Theorieblöcke, da das Thema durch eigenes Erleben besser verstanden wird. Nutzen Sie die Neugierde der Schülerinnen und Schüler, indem Sie sie zunächst selbst Emotionen darstellen lassen, bevor Sie historische Kontexte einführen. Forschung zeigt, dass aktives Einüben die Merkfähigkeit und Transferleistung deutlich erhöht.

Am Ende der Einheit sollen die Schülerinnen und Schüler Mimik und Gestik in Porträts präzise beschreiben und ihre Wirkung erklären können. Sie erkennen subtile Ausdrucksformen und setzen diese gezielt ein, um eigene Botschaften zu vermitteln. Die Ergebnisse zeigen sich in präzisen Analysen, überzeugenden Nachstellungen und kreativen Entwürfen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenarbeit 'Emotionen entschlüsseln' wird oft behauptet, Mimik müsse immer übertrieben sein, um Emotionen zu zeigen.

    Nutzen Sie in der Reflexionsphase die Station mit den historischen Porträts, um zu zeigen, dass subtile Ausdrücke authentischer wirken können. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler gezielt nach leichten Nuancen in den Augenbrauen oder Mundwinkeln suchen.

  • Während der Spiegelübung 'Mimik nachstellen' wird behauptet, Gestik spiele in Porträts keine Rolle, nur das Gesicht zählt.

    Während der Spiegelübung lenken Sie den Blick der Schülerinnen und Schüler auf die Körpersprache, indem Sie sie auffordern, mit verschränkten Armen oder geneigtem Kopf verschiedene Emotionen darzustellen. Diskutieren Sie anschließend, wie die Gestik die Wirkung verstärkt.

  • Während der Vergleichsronde 'Alt vs. Neu' wird gesagt, historische Porträts zeigen keine echten Emotionen, nur Masken.

    Nutzen Sie die Requisiten aus der Vergleichsrunde, um zu zeigen, wie Künstler wie Rembrandt durch Licht und Schatten echte Emotionen einfangen. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler in Rollenspielen nachspielen, welche Gefühle die Dargestellten möglicherweise hatten.


In dieser Übersicht verwendete Methoden