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Kunst · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Land Art: Kunst in der Natur

Aktive Lernformen eignen sich für das Thema Land Art besonders gut, weil Schülerinnen und Schüler die Vergänglichkeit und den Naturbezug direkt erleben müssen. Durch das Anfassen und Gestalten wird der abstrakte Begriff der Interaktion zwischen Kunst und Umwelt greifbar und verständlich.

KMK BildungsstandardsAktionRezeption
30–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Museumsgang45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Werke analysieren

Richten Sie vier Stationen mit Bildern, Videos und Beschreibungen von Land Art-Werken ein. Gruppen notieren Interaktionen mit der Umwelt und Vergänglichkeitsaspekte. Rotieren Sie alle 10 Minuten, abschließende Plenumdiskussion.

Wie interagiert Kunst in der Natur mit ihrer Umgebung?

ModerationstippStellen Sie bei der Stationenrotation sicher, dass jede Station ein konkretes Werk zeigt, das mit den anderen vergleichbar ist, um Diskussionen zu erleichtern.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Postkarte. Auf der Vorderseite malen sie eine einfache Skizze ihrer geplanten Land Art-Installation. Auf der Rückseite schreiben sie zwei Sätze: Welches Umweltproblem thematisiert die Installation? Welche Naturmaterialien werden verwendet?

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Museumsgang50 Min. · Kleingruppen

Gruppenplanung: Eigene Installation

In Gruppen entwerfen Schüler Skizzen für eine Land Art-Installation zu einem Umweltproblem. Sie listen Materialien und Standort auf. Präsentationen folgen mit Peer-Feedback.

Vergleichen Sie die Vergänglichkeit von Land Art mit traditionellen Kunstformen.

ModerationstippBegrenzen Sie die Gruppengröße bei der Planung auf drei Personen, damit alle aktiv mitwirken und Entscheidungen treffen.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in Kleingruppen auf. Geben Sie jeder Gruppe ein Bild eines berühmten Land Art-Werkes (z.B. Spiral Jetty). Die Aufgabe lautet: Beschreiben Sie, wie das Kunstwerk mit seiner Umgebung interagiert und welche natürlichen Kräfte darauf einwirken könnten. Diskutieren Sie dann, warum dieses Werk als 'temporär' betrachtet werden kann.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Museumsgang60 Min. · Partnerarbeit

Outdoor-Bau: Temporäre Werke

Schüler sammeln Naturmaterialien draußen und bauen Installationen. Sie dokumentieren mit Fotos vor und nach Veränderungen durch Wetter. Reflexion im Kreis.

Entwerfen Sie eine Land Art Installation, die ein Umweltproblem thematisiert.

ModerationstippVerteilen Sie beim Outdoor-Bau Werkzeuge wie Handschuhe und kleine Schaufeln, um praktische Hürden zu vermeiden.

Worauf zu achten istStellen Sie eine Liste mit Begriffen bereit (z.B. 'Skulptur', 'Land Art', 'Gemälde', 'Installation'). Bitten Sie die Schüler, die Begriffe zu klassifizieren: 'Bleibende Kunstform' oder 'Temporäre Kunstform/Land Art'. Lassen Sie sie kurz begründen, warum sie die Zuordnung getroffen haben.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Museumsgang30 Min. · Ganze Klasse

Galerie-Spaziergang: Reflexion

Schüler besuchen gegenseitige Installationen, notieren Beobachtungen zur Interaktion. Gemeinsame Diskussion über Stärken und Umweltbotschaften.

Wie interagiert Kunst in der Natur mit ihrer Umgebung?

ModerationstippLegen Sie beim Galerie-Spaziergang klare Beobachtungsaufträge fest, damit die Schüler nicht nur bewundern, sondern auch analysieren.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Postkarte. Auf der Vorderseite malen sie eine einfache Skizze ihrer geplanten Land Art-Installation. Auf der Rückseite schreiben sie zwei Sätze: Welches Umweltproblem thematisiert die Installation? Welche Naturmaterialien werden verwendet?

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Beginnen Sie mit einer kurzen Einführung, die Land Art als Gegenentwurf zu musealer Kunst vorstellt. Vermeiden Sie zu viel Frontalunterricht, da die Themen wie Vergänglichkeit und Naturbezug durch eigenes Erleben verstanden werden müssen. Nutzen Sie die Stationenrotation, um analytisches Sehen zu schulen, bevor die Schüler selbst kreativ werden. Achten Sie darauf, dass die Reflexion der Installationen nicht nur ästhetisch, sondern auch ökologisch erfolgt.

Am Ende der Einheit verstehen die Schülerinnen und Schüler, dass Land Art temporär ist, natürliche Materialien nutzt und mit der Umgebung verschmilzt. Sie können eigene Installationen planen, bauen und reflektieren sowie die Arbeiten anderer sachlich analysieren.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation hört man oft den Satz: 'Land Art ist permanent wie Museumskunst.'

    Während der Stationenrotation lassen Sie die Schülerinnen und Schüler zunächst die Materialien und die Umgebung der Werke beschreiben. Fragen Sie dann konkret: 'Was passiert, wenn es regnet oder der Wind weht?' und verweisen Sie auf Andy Goldsworthys vergängliche Skulpturen.

  • Während des Outdoor-Baus wird argumentiert: 'Kunst in der Natur stört die Umwelt.'

    Während des Outdoor-Baus betonen Sie die Regeln: 'Nutzen Sie nur liegendes Material und räumen Sie alles auf.' Diskutieren Sie im Anschluss, warum temporäre Installationen oft sogar den Blick auf die Natur lenken und nicht stören.

  • Bei der Gruppenplanung wird gesagt: 'Land Art braucht teure Materialien.'

    Bei der Gruppenplanung legen Sie fest: 'Ihr Budget beträgt null Euro.' Fordern Sie die Gruppen auf, mit dem zu arbeiten, was sie im Umkreis finden, und prämieren Sie die kreativste Lösung.


In dieser Übersicht verwendete Methoden