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Kunst · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Kontraste und Harmonien

Aktives Ausprobieren festigt das Verständnis für Kontraste und Harmonien besser als theoretische Erklärungen allein. Durch praktische Erfahrungen mit Farben begreifen Schülerinnen und Schüler die emotionale Wirkung selbst und erkennen, wie Künstlerinnen und Künstler diese Mittel gezielt einsetzen.

KMK BildungsstandardsBildnerische MittelProduktion
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Erfahrungsorientiertes Lernen45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Kontraste testen

Richten Sie vier Stationen ein: Komplementärfarben mischen, Hell-Dunkel mit Graustufen malen, Kalt-Warm mit Wasserfarben experimentieren, Harmonien mit analogen Farben üben. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und notieren Beobachtungen in einem Protokoll. Abschließend teilen sie Ergebnisse im Plenum.

Analysieren Sie, wie verschiedene Farbkontraste die Bildspannung beeinflussen.

ModerationstippBei der Stationenrotation sicherstellen, dass jede Gruppe genügend Zeit für das Experimentieren mit den Farbkontrasten hat.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten ein Blatt mit drei Bildausschnitten, die jeweils einen anderen Farbkontrast (Komplementär, Hell-Dunkel, Kalt-Warm) zeigen. Sie sollen den jeweiligen Kontrast benennen und kurz beschreiben, welche Wirkung er auf das Bild hat.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Erfahrungsorientiertes Lernen30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Harmonie gestalten

In Paaren wählen Schüler eine Emotion und malen ein Bild nur mit harmonischen Farben. Sie besprechen, wie die Harmonie die Stimmung unterstützt, und präsentieren es der Klasse. Material: Aquarellfarben und Pinsel.

Gestalten Sie ein Bild, das eine bestimmte Farbharmonie aufweist.

ModerationstippIn der Paararbeit die Schülerinnen und Schüler auffordern, ihre Farbharmonien vor dem Gestalten schriftlich zu skizzieren.

Worauf zu achten istDer Lehrer zeigt eine Farbpalette mit verschiedenen Farbtönen. Die Schülerinnen und Schüler sollen auf Zuruf oder durch Zeigen mit Karten angeben, welche Farben sie als 'kalt' und welche als 'warm' empfinden und warum. Anschließend werden Beispiele für harmonierende Farbpaare gesucht.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Erfahrungsorientiertes Lernen20 Min. · Ganze Klasse

Whole Class: Kontrast-Analyse

Zeigen Sie ein expressionistisches Bild und lassen Sie die Klasse Kontraste identifizieren. Gemeinsam skizzieren sie Varianten mit veränderten Kontrasten auf Flipchart. Diskutieren Sie die Auswirkungen auf Spannung und Emotion.

Bewerten Sie die emotionale Wirkung eines Bildes, das ausschließlich kalte Farben verwendet.

ModerationstippBei der Whole-Class-Kontrast-Analyse gezielt gezielte Nachfragen stellen, um die Diskussion zu vertiefen.

Worauf zu achten istDiskutieren Sie in Kleingruppen: 'Welche Farbharmonie würden Sie für ein Bild wählen, das Freude und Leichtigkeit ausdrücken soll, und warum? Welche Kontraste würden Sie vermeiden, um die gewünschte Stimmung nicht zu stören?' Die Ergebnisse werden kurz im Plenum vorgestellt.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Erfahrungsorientiertes Lernen40 Min. · Einzelarbeit

Individual: Eigenes Kontrastbild

Jedes Kind malt ein Bild mit einem gewählten Kontrast, z. B. Kalt-Warm. Es notiert die intendierte Wirkung und tauscht mit einem Partner aus. Bewertung anhand einer Checkliste.

Analysieren Sie, wie verschiedene Farbkontraste die Bildspannung beeinflussen.

ModerationstippBeim individuellen Kontrastbild darauf achten, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Farbwahl und ihre Wirkung schriftlich reflektieren.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten ein Blatt mit drei Bildausschnitten, die jeweils einen anderen Farbkontrast (Komplementär, Hell-Dunkel, Kalt-Warm) zeigen. Sie sollen den jeweiligen Kontrast benennen und kurz beschreiben, welche Wirkung er auf das Bild hat.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Farbkontraste und -harmonien werden am besten durch direkte Erfahrungen und Reflexion vermittelt. Vermeiden Sie zu frühe theoretische Vertiefungen, da die emotionale Wirkung von Farben oft intuitiv erfasst wird. Nutzen Sie expressionistische Werke als Referenz, da diese die Kontraste besonders deutlich zeigen. Achten Sie darauf, dass die Schülerinnen und Schüler die Unterschiede zwischen den Kontrasten nicht nur benennen, sondern auch spüren können.

Am Ende der Einheit können die Schülerinnen und Schüler Kontraste und Harmonien sicher benennen, ihre Wirkung erklären und bewusst in eigenen Bildern anwenden. Sie nutzen Fachbegriffe korrekt und begründen ihre gestalterischen Entscheidungen mit Bezug auf emotionale Wirkung.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation 'Kontraste testen' hören Sie möglicherweise: 'Komplementärfarben wirken immer gleich grell, egal wie sie gemischt werden.'

    Nutzen Sie die Farbkreise an den Stationen, um gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, dass die Vibration von der Intensität und Größe der Farbflächen abhängt. Lassen Sie sie gezielt Mischungen herstellen und die Unterschiede beschreiben.

  • Während der Stationenrotation 'Kontraste testen' könnte geäußert werden: 'Hell-Dunkel-Kontrast dient nur der Raumschöpfung, nicht der Emotion.'

    Zeigen Sie an der Hell-Dunkel-Station monochrome Bilder und lassen Sie die Schülerinnen und Schüler die emotionale Wirkung beschreiben. Führen Sie eine kurze Diskussion, wie Dunkelheit oder Helligkeit Gefühle wie Einsamkeit oder Freude verstärken kann.

  • Während der Whole-Class-Kontrast-Analyse könnte behauptet werden: 'Kalt-Warm-Kontraste haben keine emotionale Wirkung.'

    Nutzen Sie die analysierten Bilder, um die emotionale Wirkung kalter und warmer Farben zu benennen. Bitten Sie die Schülerinnen und Schüler, Szenen mit nur kalten Farben zu malen und ihre Gefühle zu beschreiben, um das Bewusstsein für die Wirkung zu schärfen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden