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Kunst · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Gesichtsausdrücke und Emotionen

Aktives Ausprobieren hilft Schüler:innen, die Verbindung zwischen Mimik und Emotionen körperlich zu erfahren und besser zu verinnerlichen. Durch Bewegung und visuelle Analyse erkennen sie, wie kleine Veränderungen starke Wirkungen erzeugen, was das Verständnis für Porträtkunst vertieft.

KMK BildungsstandardsBildnerische ProduktionRezeption
15–30 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Rollenspiel20 Min. · Partnerarbeit

Pärchenarbeit: Mimikspiegel

Ein Partner zeigt eine Emotion mit dem Gesicht, der andere zeichnet sie nach. Wechseln der Rollen mehrmals. Abschließende Diskussion über Unterschiede.

Analysieren Sie, wie kleine Veränderungen in Mimik und Gestik große emotionale Wirkungen erzielen.

ModerationstippWährend der Pärchenarbeit 'Mimikspiegel' achten Sie darauf, dass beide Partner abwechselnd die gleiche Emotion darstellen und ihre Beobachtungen kurz besprechen, bevor sie wechseln.

Worauf zu achten istBitten Sie die Schüler, auf einem kleinen Zettel drei grundlegende Emotionen zu notieren und für jede Emotion ein einzelnes, charakteristisches Merkmal der Mimik (z.B. hochgezogene Augenbrauen, zusammengekniffene Lippen) zu beschreiben. Dies prüft das Verständnis für die Verbindung von Mimik und Emotion.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Rollenspiel30 Min. · Einzelarbeit

Einzelarbeit: Emotionsskizzen

Schüler:innen zeichnen sechs grundlegende Emotionen in einer Reihe. Sie notieren, welche Linien oder Formen die Wirkung erzeugen. Präsentation im Plenum.

Gestalten Sie eine Reihe von Skizzen, die verschiedene grundlegende Emotionen darstellen.

ModerationstippBei den 'Emotionsskizzen' fordern Sie die Schüler auf, pro Emotion nur eine einzige, prägnante Linie oder ein Merkmal zu zeichnen, um die Konzentration auf Wesentliches zu lenken.

Worauf zu achten istZeigen Sie den Schülern verschiedene Porträts (digital oder als Druck). Stellen Sie die Frage: 'Welche Emotion vermittelt diese Person hauptsächlich und durch welche spezifischen Merkmale im Gesicht?' Sammeln Sie Antworten mündlich oder per Handzeichen, um das Verständnis der Analysefähigkeiten zu prüfen.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Rollenspiel15 Min. · Ganze Klasse

Klassenrunde: Porträtanalyse

Gemeinsam analysieren bekannte Porträts und identifizieren Emotionen. Jeder trägt eine Beobachtung bei.

Erklären Sie, wie Künstler Gesichtsausdrücke nutzen, um die Geschichte eines Porträts zu vertiefen.

ModerationstippIn der 'Porträtanalyse' bitten Sie die Schüler, ihre Beobachtungen zunächst in Stichworten zu notieren, bevor sie sie im Plenum teilen, um die Sprechzeit gerechter zu verteilen.

Worauf zu achten istSchüler arbeiten in Paaren. Einer stellt eine Emotion mit seinem Gesicht dar, der andere zeichnet eine schnelle Skizze und notiert die erkannte Emotion. Dann tauschen sie die Rollen. Die Skizzen werden kurz verglichen: Wurde die Emotion klar dargestellt? Gab es Missverständnisse?

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Rollenspiel25 Min. · Kleingruppen

Gruppenarbeit: Gestik-Ergänzung

In Gruppen zeichnen sie Gesichter mit passender Gestik. Vergleich der Ergebnisse.

Analysieren Sie, wie kleine Veränderungen in Mimik und Gestik große emotionale Wirkungen erzielen.

ModerationstippBei der 'Gestik-Ergänzung' geben Sie vorab klare Beispiele für passende Gesten, damit die Schüler:innen nicht ins Spekulieren geraten.

Worauf zu achten istBitten Sie die Schüler, auf einem kleinen Zettel drei grundlegende Emotionen zu notieren und für jede Emotion ein einzelnes, charakteristisches Merkmal der Mimik (z.B. hochgezogene Augenbrauen, zusammengekniffene Lippen) zu beschreiben. Dies prüft das Verständnis für die Verbindung von Mimik und Emotion.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Lehrkräfte beginnen mit konkreten Beispielen, bevor sie abstrakte Regeln vermitteln, da Schüler:innen Emotionen zunächst selbst erleben müssen. Vermeiden Sie lange Erklärungen vor dem Ausprobieren, da die körperliche Erfahrung das Verständnis prägt. Nutzen Sie die natürliche Neugier auf Gesichter, um kulturelle Unterschiede behutsam einzuführen und Missverständnisse direkt zu korrigieren.

Am Ende dieser Einheit können Schüler:innen grundlegende Emotionen durch Mimik und Gestik gezielt darstellen und in Porträts analysieren. Sie begründen ihre Beobachtungen mit konkreten Merkmalen und reflektieren kulturelle Unterschiede in der Ausdrucksweise.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Pärchenarbeit 'Mimikspiegel' hören Sie oft den Satz: 'Alle Menschen lächeln gleich, wenn sie glücklich sind.'

    Lenken Sie die Aufmerksamkeit auf Unterschiede im Lächeln: Manche zeigen die Zähne, andere nur ein leichtes Heben der Mundwinkel. Fordern Sie die Schüler auf, bewusst zu variieren und zu beobachten, wie sich die Wirkung ändert.

  • Bei den 'Emotionsskizzen' entsteht der Eindruck: 'Nur ein weit aufgerissener Mund zeigt Angst.'

    Weisen Sie die Schüler an, mit minimalen Veränderungen zu experimentieren, z.B. leicht geöffnete Lippen oder angespannte Augenbrauen. Zeigen Sie ihnen, wie subtile Linien bereits starke Emotionen vermitteln.

  • In der 'Porträtanalyse' wird Gestik als unwichtig abgetan: 'Das Gesicht reicht für die Emotion.'

    Fordern Sie die Schüler auf, zu jedem Porträt eine passende Geste zu skizzieren. Zeigen Sie Beispiele, wie Gesten wie verschränkte Arme oder gesenkte Schultern die Mimik verstärken oder kontrastieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden