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Kunst · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Strukturen und Texturen

Aktives Ausprobieren hilft den Kindern, haptische Erfahrungen in visuelle Strukturen umzusetzen. Beim direkten Ertasten und grafischen Übertragen von Oberflächenreizen wird der Lernprozess konkret und nachhaltig. Die Stationenarbeit ermöglicht es jedem Kind, im eigenen Tempo die Wirkung von Punkten und Linien zu entdecken.

KMK BildungsstandardsKMK-BS-BK-V-1.3KMK-BS-BK-W-1.1
30–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen60 Min. · Einzelarbeit

Stationen-Rotation: Frottage-Safari

Die Kinder wandern durch das Schulgebäude und sammeln mit Papier und Wachsmalstiften Oberflächenstrukturen (Mauern, Gitter, Blätter). An der letzten Station kombinieren sie diese Abriebe zu einem fantastischen Tierwesen.

Erklären Sie, wie wir die Rauheit eines Baumstamms nur mit einem Bleistift darstellen können.

ModerationstippStellen Sie sicher, dass die Kinder bei der Frottage-Safari verschiedene Alltagsgegenstände mit unterschiedlichen Oberflächen sammeln und diese direkt mit den bereitliegenden Zeichenmaterialien vergleichen.

Worauf zu achten istJede Schülerin und jeder Schüler erhält ein Blatt mit zwei Feldern. Im ersten Feld soll sie/er eine Oberfläche (z.B. Baumrinde) nur mit Punkten darstellen und im zweiten Feld mit Linien. Die Lehrkraft prüft, ob die Verdichtung der Punkte bzw. Linien die gewünschte Textur und Helligkeit wiedergibt.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Forschungskreis45 Min. · Kleingruppen

Forschungskreis: Das Textur-Rätsel

In kleinen Gruppen erhalten die Kinder Fühlboxen mit unbekannten Gegenständen. Sie müssen die Oberfläche erfühlen und eine grafische Entsprechung zeichnen, die der Rest der Klasse dann dem richtigen Objekt zuordnen muss.

Analysieren Sie den Einfluss des Abstands zwischen Punkten auf die Helligkeit einer Fläche.

ModerationstippFordern Sie die Kinder beim Textur-Rätsel auf, ihre Vermutungen zu begründen und die gefundenen Texturen in einer Tabelle zu dokumentieren, um den Vergleich zu erleichtern.

Worauf zu achten istDie Lehrkraft zeigt verschiedene Bilder von Objekten mit unterschiedlichen Oberflächen (z.B. Sandpapier, Feder, Stein). Die Schülerinnen und Schüler zeigen mit den Fingern an, ob sie die dargestellte Textur als rau oder glatt einschätzen und begründen kurz, welche grafische Technik (Punkt oder Linie) zur Darstellung am besten geeignet wäre.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Museumsgang30 Min. · Ganze Klasse

Museumsgang: Von Hell zu Dunkel

Die Kinder erstellen kleine Quadrate, in denen sie durch Punktverdichtung Grauwerte erzeugen. Die Ergebnisse werden als langer Farbverlauf an der Wand sortiert, wobei die Gruppe gemeinsam über die Abstände und Dichten diskutiert.

Differenzieren Sie zwischen natürlichen und künstlichen Mustern in der bildenden Kunst.

ModerationstippLassen Sie die Kinder beim Gallery Walk ihre Arbeiten zunächst leise betrachten und erst danach ihre Beobachtungen in Kleingruppen austauschen, um eine ruhige Reflexionsphase zu ermöglichen.

Worauf zu achten istDie Lehrkraft legt eine Frottage-Arbeit eines Schülers aus. Sie fragt: 'Welche natürlichen Strukturen oder Muster konntest du hier erkennen und wie hat die Technik der Frottage diese sichtbar gemacht? Welche Unterschiede siehst du zwischen dieser abgebildeten Struktur und der Oberfläche eines glatten Objekts?'

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Der beste Einstieg ist das Ertasten von Oberflächen, bevor die Kinder diese grafisch umsetzen. Vermeiden Sie es, zu früh auf perfekte Ergebnisse zu fokussieren. Stattdessen sollte der Prozess des Beobachtens und Experimentierens im Vordergrund stehen. Forschung zeigt, dass multisensorische Ansätze die Merkfähigkeit deutlich steigern, besonders bei abstrakten Themen wie Texturen.

Am Ende können die Kinder gezielt Verdichtungen und Anordnungen von Punkten und Linien einsetzen, um Oberflächen wie Rauheit, Weichheit oder Glanz auf Papier darzustellen. Sie erkennen, dass Helligkeit durch die Dichte der Markierungen entsteht und nicht durch Druck. Die Schülerinnen und Schüler formulieren Unterschiede zwischen Mustern und Strukturen präzise.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationen-Rotation: Frottage-Safari, beobachten Sie, dass Kinder denken, eine dunkle Fläche entstehe nur durch festes Aufdrücken.

    Lassen Sie die Kinder in dieser Station bewusst mit unterschiedlich dichten Punktreihen experimentieren. Zeigen Sie ihnen, wie die Verdichtung der Punkte die Helligkeit reguliert, ohne das Papier zu beschädigen. Vergleichen Sie gemeinsam die Ergebnisse auf demselben Blatt.

  • Während des Collaborative Investigation: Das Textur-Rätsel, ordnen Kinder oft Muster und Strukturen gleich.

    Geben Sie den Kindern eine Sortieraufgabe mit Beispielen aus beiden Kategorien. Fordern Sie sie auf, Tapetenmuster als regelmäßig und Baumrinde als unregelmäßig zu beschreiben. Nutzen Sie die gefundenen Unterschiede, um die Begriffe klar voneinander abzugrenzen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden